Angelschein-Ratgeber

Angeln Angelschein Fischereischein Fishing-King

Was braucht man außer einer Angelausrüstung unbedingt noch? Klar - den Angelschein!

Dein Weg zum Angelschein

Du möchtest angeln und hast noch viele Fragen?

Dann bist du auf dieser Seite genau richtig: Neben Antworten auf alle Fragen rund um Fischereischein, die Fischerprüfung und die Vorbereitung darauf findest du hier unser ganzes Wissen mit vielen Infos und Praxis-Tipps.

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Du willst wissen, was an deinem Wohnort gilt? Dann klicke rechts im Kasten auf dein Bundesland =>

Angelscheinratgeber, Angeln, Fischereischein

"Schwarzangeln" ist in Deutschland verboten. Wer legal angeln möchte, muss daher immer einen Fischereischein oder je nach Bundesland eine entsprechende Ausnahmegenehmigung vorlegen können. Und auch die Erlaubnis des Gewässereigentümers musst du haben.

1. Angeln ohne Angelschein - warum geht das in Deutschland nicht?

Viele tun es, aber wer erwischt wird, dem drohen drastische Strafen: Schwarzangeln - also Angeln ohne gültigen Fischereischein ist in ganz Deutschland verboten. Neben hohen Geldstrafen muss man unter Umständen sogar mit mehrjährigen Freiheitsstrafen rechnen.

Laut Tierschutzgesetz gilt: Keinen Tier dürfen in Deutschland ohne vernünftigen Grund Schmerzen zugefügt werden.

Deshalb müssen Angler festgelegte Sachkenntnisse z.B. in Fischkunde, aber auch Gewässerkunde, Gerätekunde, Gesetzeskunde erwerben. Das Wissen wird in der Fischerprüfung getestet. Mit dem Prüfungszeugnis erhältst du deinen Fischereischein.

Erleichterter Einstieg mit Touristenangelscheinen ohne Prüfung

Die gute Nachricht für alle, die das Hobby Angeln aber erst einmal unverbindlich ausprobieren wollen: in einigen Bundesländern gibt es Ausnahmeregelungen ("Touristenangelscheine") zum Hineinschnuppern. Diese Sonderfischereischeine können aber nur unter den jeweiligen Bundesländern zu den dort geltenden Bedingungen genutzt werden - zum Angeln in anderen Bundesländern sind sie nicht zugelassen. 

  • In Schleswig-Holstein kannst du für einen Zeitraum von 40 aufeinander folgenden Tagen einen sogenannten “Urlaubsfischereischein (Urlaubsangelschein)” als Ausnahmegenehmigung holen. Voraussetzung ist, dass du deinen 1. Wohnsitz nicht in Schleswig-Holstein hast. Den Urlaubsangelschein erhältst du gegen Vorlage deines Personalausweises bei den Ordnungsämtern. Mit dem Urlaubsangelschein kannst du dann in ganz Schleswig-Holstein angeln.
  • Mecklenburg-Vorpommern bietet einen zeitlich auf vier Wochen befristeten “Touristenfischereischein” an. Er kann bei den Ordnungsämtern oder in den Touristen-Büros einmal pro Jahr beantragt werden. Weiterführende Infos findest du beim Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern
  • In Thüringen gibt es seit 2010 den sogenannten “Vierteljahresschein”, mit dem ohne Fischerprüfung geangelt werden darf. Infos hierzu gibt das Landwirtschaftsministerium des Freistaats Thüringen in einer eigenen Broschüre.
  • Eine Sonderstellung nimmt das Land Brandenburg ein – denn hier kann man seit dem 1. August 2006 auch ohne den Besitz eines Fischereischeins und ohne abgelegte Sportfischerprüfung auf Friedfische angeln. Bedingung ist das  Bezahlen der Fischereiabgabe durch den Erwerb eines Erlaubnisscheins für die Gewässer. Um auf Raubfische angeln zu dürfen, ist jedoch ein Fischereischein mit einer vorausgehenden Prüfung erforderlich.
  • Im Bereich der Binnengewässer gilt in Niedersachsen die Fischereischeinpflicht. Allerdings ist der Fischereischein zur Ausübung des Angelns in den freien (nicht verpachteten) Gewässern Niedersachsens (Küste und Seeschifffahrtsstraßen wie die Elbe bis Hamburg) nicht im Fischereigesetz vorgeschrieben. Hier kann somit jeder scheinfrei angeln. Aber Achtung: Bei verpachteten Gewässern muss  ein Fischereierlaubnisschein für das oder die Gewässer nachgewiesen werden!

WICHTIG bei allen Sonder-Fischereischeinen: Ein Erlaubnisschein (Angel-/Gewässerkarte) für das jeweilige Gewässer ist zusätzlich immer Pflicht!

Was ist ein Fischereischein / Angelschein und warum brauche ich ihn?

In Deutschland gibt es einiges zu beachten, damit du ganz legal Angeln gehen kannst und keinen Ärger - zum Beispiel mit der Fischereiaufsicht bekommst.

Wer in Deutschland angeln gehen möchte, braucht einen Fischereischein. Umgangssprachlich wird dieser auch Angelschein genannt. Um ihn zu erhalten, muss man in der Regel ein bestimmtes Mindestalter haben und die amtliche Fischerprüfung bestehen.

Diese wird je nach Bundesland von den unteren Fischereibehörden oder von den dafür legitimierten Fischereiverbänden durchgeführt.

Fishing-King Angelratgeber Angelschein

Der Fischereischein ist Pflicht, um Angeln zu dürfen.

Mit dem Prüfungszeugnis kannst du den Fischereischein ausstellen lassen. Das ist in den meisten Bundesländern im Bürgerbüro deines Rathauses möglich. Wenn du angelst, musst du den Angelschein immer dabei haben und auch deinen Personalausweis.

Angelschein Erlaubnisschein Tageskarte Angelkarte

Erlaubnisscheine sind neben dem Fischereischein nötig, um am jeweiligen Gewässer überhaupt angeln zu dürfen. 

3. Warum benötigst du den Fischereischein UND einen Fischereierlaubnisschein / Angelkarte?

Um in Deutschland zu angeln reicht der Fischereischein alleine nicht aus. Du brauchst außerdem eine Erlaubnis vom Gewässereigentümer bzw. -pächter. Manche Küsten- oder Flussabschnitte sind aber für die freie Fischerei offen. Frage am besten bei deiner zuständigen unteren Fischereibehörde im Rathaus nach.

Wie beim Fischereischein/Angelschein gibt es für behördlichen Begriff Fischereierlaubnisschein einen unkomplizierten Namen - nämlich Angelkarte. Gewässerkarte, Tageskarte oder Gästekarte können ebenfalls Begriffe für diese Angelerlaubnis sein.

Woher bekommst du eine Angelerlaubnis?

Erhältlich ist der Fischereierlaubnisschein bei den Pächtern/Eigentümern (häufig sind dies Angelvereine) - aber auch in Angelläden und beim Rathaus.

WICHTIG: Auf dem Erlaubnisschein stehen alle wichtigen Bestimmungen nachzulesen; insbesondere Schonzeiten und Mindestmaße, die du unbedingt beachten musst. Sie können übrigens bei den einzelnen Gewässern höher ausfallen als die Schonbestimmungen, die in der Fischereiverordnung festgeschrieben sind. So können die Bestände individuell gehegt werden.

Was passiert, wenn du keinen Fischereierlaubnisschein hast?

Darauf solltest du es auf keinen Fall ankommen lassen! Dir droht sonst eine Anzeige wegen Fischwilderei (wenn du an staatlichen Gewässern fischst) oder Diebstahl (wenn es sich um ein privates Gewässer handelt). 

Die Folgen können sein: eine Strafanzeige und/oder eine Geldstrafe sowie die Entziehung des Fischereischeins. Auch eine Freiheitsstrafe könnte drohen.

Deine Papiere musst du also immer dabei haben (Fischereischein, Erlaubnisschein, Ausweis) 
und diese Ordnungsbehörden wie der Fischereiaufsicht oder auch dem Besitzer des Gewässers (Fischereiberechtigter) auf Verlangen vorzuzeigen.

Fischereiaufsicht Angelschein

Ob die Gesetze eingehalten werden, kontrolliert u.a. die Fischereiaufsicht.

4. Angelschein machen - so geht’s

Um an den Fischereischein zu kommen, solltest du dich als erstes über die Bedingungen in deinem Bundesland informieren. Denn diese weichen voneinander stark ab, weil die unterschiedlich, länderspezifische Fischereigesetze zugrunde liegen. Eine Übersicht findest du hier 

Vom Grundsatz her gelten diese 4 Schritte, damit du legal in Deutschland angeln kannst:
  1. Vorbereitungskurs: Präsenzkurs- oder Onlinekurs (in manchen Bundesländern gibt es eine Präsenzkurspflicht!)
  2. Fischerprüfung: Wird bei der prüfungsbeauftragter Behörde/Fischereiverband abgelegt; du erhältst ein Zeugnis
  3. Ausstellung Fischereischein + ggfs. Fischereiabgabe: Im Rathaus/Verwaltung des Heimatortes
  4. Erlaubniskarte/Angelkarte: Für das Wunschgewässer ist eine Erlaubnis erforderlich, damit du angeln gehen darfst
Wie lange dauert es, den Angelschein zu machen?

Dein Entschluss steht fest: du willst den Fischereischein machen. Am liebsten vermutlich jetzt und gleich. Nun gibt es aber einige Faktoren, die du für deine Zeitplanung einkalkulieren solltest.

  • Ist ein Vorbereitungs-Präsenzlehrgang in deinem Bundesland vorgeschrieben oder kannst du dich zeit- und ortsunabhängig vorbereiten (z. B. mit dem Fishing-King-Onlinekurs, den viele Bundesländer bereits als Fischerprüfungsvorbereitung anerkennen)?
  • Wie viel Zeit kannst du dir für das eigenständige Lernen einrichten? 
  • Was für ein Lerntyp bist du - kannst du neues Wissen schnell aufnehmen, oder benötigst du etwas mehr Zeit für Wiederholungen?
  • Wie häufig werden in deinem Bundesland Fischerprüfungstermine angeboten (hier gibt es sehr große Unterschiede)? Beachte auch, dass hier häufig Anmeldefristen bestehen (z.B. vier Wochen).
Fischerprüfung Fishing-King Lerntypen

Wie schnell du das Wissen für die Fischerprüfung erarbeiten kannst, hängt auch von deinem Alter oder Vorkenntnissen ab und natürlich davon, was für ein Lerntyp du bist. Viele lernen besser, wenn sie sich in ihrem persönlichen Tempo ganz individuell mit dem Wissensstoff auseinander setzen können.

Vorbereitungslehrgänge umfassen in aller Regel 30 oder mehr Stunden, die mal über mehrere Wochen oder auch als kompakte Seminare angeboten werden. Dazu kommt die Zeit, die du für das eigenständige Lernen und Vertiefen der Unterrichtsinhalte und Prüfungsfragen benötigst (im Schnitt benötigen Teilnehmer bei Online-Lehrgängen 3 - 4 Wochen). Dann solltest du dich zeitnah über die Prüfungstermine informieren, um zwischen Lernen und Prüfung nicht zu große Zeitspannen zu haben.

Wie lange es dauert, bis du deinen Angelschein in Händen hältst, hängt vor allem vom Termin für eine Fischerprüfung ab. Hier ist das Angebot höchst unterschiedlich und reicht von “einmal im Jahr” bis circa “einmal im Monat” (oder sogar häufiger). Meist gibt es eine Anmeldefrist, die du unbedingt einhalten musst.

Ein Anruf im Rathaus deines Wohnortes bei der Unteren Fischereibehörde kann dir am besten helfen, an den für dich nächstgelegenen Termin zu kommen. Und natürlich kannst du auch das Internet nutzen, indem du Fischerprüfung+Heimatort (z.B. Fischerprüfung Kiel)  in die Suchmaschine eingibst.

Viele Termine findest du bei Fishing-King - jedoch ist es leider nicht möglich, lückenlos alle verfügbaren Prüfungsdaten für alle 16 Bundesländer bereitzustellen.

Fishing-King Angelscheinkurs

Die Kosten für den Fischereischein setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen

5. Was kostet der Angelschein?

Du fragst dich, was dich der Fischereischein insgesamt kosten wird? Ganz grob kann man von etwa 150 – 400 Euro rechnen.

Wie teuer der Fischereischein für dich wird, hängt von deinem Bundesland ab. Die Kosten setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Faktoren zusammen:

  • Vorbereitungskurs (zwischen 50 und 300 Euro)
  • Fischerprüfungs-Gebühr (zwischen 25 und 100 Euro) 
  • Ausstellung Fischereischein (im Schnitt ca. 50 Euro)
  • ggfs. noch eine separate Fischereiabgabe
Die Vorbereitung (Kostenrahmen: 50 – 300 Euro)

Die meisten Bundesländer schreiben einen Vorbereitungskurs vor. Er ist Bedingung für die Zulassung zur Fischerprüfung und muss den jeweiligen Länderregelungen entsprechen. Und auch dort, wo die Art des Kurses frei wählbar ist, macht es Sinn, sich sorgfältig auf die Prüfung vorzubereiten.

·     Traditionelle Präsenzkurse gibt es in allen Bundesländern. Sie sind mehrtägig und finden oft wöchentlich statt. Auch Wochenendtermine oder kompakte Kursblöcke werden angeboten. Die Preise liegen zwischen 50 und 300 Euro.

·     Kombi-Kurse, bei denen ein Teil des Wissens über den anerkannten Fishing-King Onlinekurs erfolgt, vermitteln die Praxisthemen über ein Wochenendseminar. Die Preise bewegen sich zwischen 150 - 300 Euro.

·     Onlinekurse von Fishing-King als alleinige Prüfungsvorbereitung werden inzwischen auch in vielen Bundesländern anerkannt. Sie kosten, abhängig vom Bundesland, zwischen 100 und 150 Euro.

·     Onlinekurse als Lernbegleitung. In manchen Bundesländern kannst du neben dem vorgeschriebenen Präsenzkurs auch den Fishing-King-Onlinekurs als Lernbegleitung verwenden - also statt gedruckter Lernunterlagen. Hierfür fallen Kosten von rund 50 Euro an. Du musst aber in jedem Fall zusätzlich einen Vorbereitungslehrgang eines anerkannten Anbieters besuchen.

Die Prüfungsgebühr (Kostenrahmen 15 – 100 Euro)

Für die Fischerprüfung wird von den Zuständigen (Behörden, Verbänden) eine Prüfungsgebühr erhoben. Die Höhe ist in den entsprechenden Gebührenordnungen gemäß der Fischereigesetze festgesetzt. In der Regel ist der Betrag direkt an die zuständigen Stellen zu zahlen.

TIPP: Bei Überweisungen ist es empfehlenswert, den Überweisungsbeleg ausgedruckt bei der Prüfung dabei zu haben, um die Zahlung belegen zu können.

Häufig ist die Prüfungsgebühr unabhängig vom Alter des Prüflings. Manche Bundesländer haben aber günstigere Gebühren für Jugendliche.

Die Höhe der Gebühr variiert zwischen 15 und 100 Euro. Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Gebühren in den Bundesländern:

Bundesland

Prüfungsgebühr

Baden-Württemberg
35 Euro
Bayern
50 Euro
Berlin
43 Euro
Brandenburg
25 Euro
Bremen
I.d.R. im Vorbereitungskurs enthalten
Hamburg
I.d.R. im Vorbereitungskurs enthalten
Hessen
40 Euro
Mecklenburg- Vorpommern
25 Euro Erwachsene über 18 Jahre
15 Euro Jugendliche bis 18 Jahre
Nordrhein-Westfalen
50 Euro
Niedersachsen
70 Euro
Rheinland-Pfalz
29 Euro
Saarland
100 Euro Erwachsene
50 Euro Jugendliche
Sachsen
30 Euro
Sachsen-Anhalt
56 Euro Erwachsene ab 18 Jahre
28 Euro Jugendliche bis 18 Jahre
Schleswig-Holstein
25 Euro Erwachsene über 18 Jahre
15 Euro Jugendliche bis 18 Jahre
Thüringen
15 Euro - 60 Euro (Abhängig vom Prüfungslokal

Gebühren für die Ausstellung Fischereischein (8 - 220 Euro*)

Achtung: Zum Angeln ist immer am jeweiligen Gewässer neben dem gültigen Fischereischein auch noch ein Erlaubnisschein (Angelkarte) zu erwerben, den es in der Regel beim Fischereiberechtigten (z.B. Vereinen), in Angelläden oder bei Behörden gibt!

Bitte beachte auch, dass in manchen Bundesländern separat noch eine Fischereiabgabe zu entrichten ist, sofern diese nicht bereits in den Gebühren für die Ausstellung oder Verlängerung des Fischereischeins enthalten ist.

*abhängig von der Gültigkeitsdauer

Bundesland
Gebühren Fischereischein
Baden-Württemberg
Für die Ausstellung bzw. Verlängerung von Fischereischeinen werden folgende Verwaltungsgebühren erhoben:
Jugendfischereischein 5,00 EUR
Neuausstellung eines Fischereischeines auf Lebenszeit bei Bezahlung der Fischereiabgabe für
1 Jahr 33,00 EUR
5 Jahre 65,00 EU
10 Jahre 105,00 EUR
Einziehung der Fischereiabgabe bei einem Fischereischein auf Lebenszeit - entspricht einer Verlängerung - für
1 Jahr 16,00 EUR
5 Jahre 48,00 EUR
10 Jahre 88,00 EUR
Bayern

Fischereischein auf Lebenszeit: 35,00 Euro
Jahresfischereischein für Touristen: 7,50 Euro
Jugendfischereischein: 5,00 Euro

Bei Zahlung für fünf Jahre beträgt die Fischereiabgabe 40,00 Euro.

Bei einmaliger Zahlung haben Sie höchstens 300,00 Euro zu entrichten (bei Beantragung mit 14 Jahren). Die Abgabe bei einmaliger Zahlung ermäßigt sich umso stärker, je älter sie bei Antragsstellung sind: 
14 - 22 Jahre: 300 Euro
23 - 27 Jahre: 288 Euro
28 - 32 Jahre: 256 Euro
33 - 37 Jahre: 224 Euro
38 - 42 Jahre: 192 Euro
43 - 47 Jahre: 160 Euro
48 - 52 Jahre: 128 Euro
53 - 57 Jahre: 96 Euro
58 - 62 Jahre: 64 Euro
63 - 67 Jahre: 32 Euro

Für den Jugendfischereischein beträgt die Fischereiabgabe 10,00 Euro, höchstens jedoch 2,50 Euro pro angefangenes Jahr der gesetzlichen Geltungsdauer.

Für den Jahresfischereischein für Touristen beträgt die Fischereiabgabe 15,00 Euro.

Unter bestimmten Voraussetzungen, die Sie bei der Gemeinde erfahren, ermäßigt sich die Fischereiabgabe auf 50 % des regulären Betrags.

Berlin
Fischereischein A für 5 Jahre 27,00 Euro
Fischereischein A für 1 Jahr 18,00 Euro
Fischereischein B für 5 Jahre 27,00 Euro 
Fischereischein J für 1 Jahr 10,00 Euro
Verlängerung Fischereischein A für 5 Jahre 13,50 Euro
Verlängerung Fischereischein A für 1 Jahr 9,00 Euro
Verlängerung Fischereischein B für 5 Jahre 13,50 Euro
Verlängerung Fischereischein J für 1 Jahr 5,00 Euro
Fischereiabgabe jährlich für den Fischereischein A 21,00 Euro
Fischereiabgabe jährlich für den Fischereischein B 135,00 Euro
Fischereiabgabe jährlich für den Fischereischein J 4,00 Euro
Brandenburg
Fischereischein 25,00 Euro
Nachweiskarte mit Fischereiabgabemarke:
für ein Kalenderjahr (8 - 18 Jahre alt) 2,50 Euro
für ein Kalenderjahr 12,00 Euro
für fünf Kalenderjahre 40,00 Euro
Bremen
64,00 EUR Erstausstellung Fischereischein
20,00 EUR Ersatz-Fischereischein (Zweitausfertigung)
Hamburg
Erstausstellung 15,00 Euro
Neuausstellung 10,00 Euro
Ersatzschein 15,00 Euro
Jahresabgabe 5,00 Euro
Hessen
Jahres-Fischereischein: 17,50 Euro
5-Jahres-Fischereischein: 45,00 Euro
10-Jahres-Fischereischein: 86,00 Euro
Jahres-Jugend-Fischereischein: 7,50 Euro 
5-Jahres-Jugend-Fischereischein: 23,00 Euro 
Jahres-Sonder-Fischereischein: 17,50 Euro
5-Jahres-Sonder-Fischereischein: 45,00 Euro
10-Jahres-Sonder-Fischereischein: 86,00 Euro
Ersatzausstellung: 6,50 Euro
Mecklenburg- Vorpommern
Erteilung eines Fischereischeins auf Lebenszeit  8 Euro (10 Euro*)
Erteilung eines Fischereischeins auf Lebenszeit als Ersatzdokument oder im Rahmen des Umtausches des Fischereischeins eines anderen Bundeslandes 8 Euro (10 Euro*)
Erteilung der Fischereiabgabemarke 10 Euro Erteilung eines Touristenfischereischeins (incl. Broschüre und Fischereiabgabemarke) 24 Euro
Erteilung einer Verlängerungsbescheinigung zum Touristenfischereischein 13 Euro
* Erhöht sich der Aufwand aufgrund besonderer Umstände [z.B. fehlende Unterlagen müssen von der Behörde beschafft werden] über das gewöhnliche Maß hinaus, kann auf die Gebühr ein Zuschlag von bis zu 25 % auf die Erteilungsgebühr erhoben werden.
Nordrhein-Westfalen
Erteilung eines Jahresfischereischeins: 8,00 Euro
Erteilung eines Fünfjahresfischereischeins: 24,00 Euro 
Erteilung eines Jugendfischereischeins: 4,00 Euro
Erteilung eines Sonderfischereischeins: 8,00 Euro
Erteilung eines Sonderfischereischeins für fünf Jahre: 24,00 Euro
Erteilung eines Ersatzfischereischeins bei Verlust des Original-Fischereischeins: 5,00 Euro
Niedersachsen
Ausstellung Fischereischein 35,00 Euro
Rheinland-Pfalz
Jahresfischereischein: 9,00 Euro
Fünfjahresfischereischein: 35,00 Euro
Jugendfischereischein: 5,60 Euro
Saarland
Jahresfischereischein: 13,00 Euro (Fischereiabgabe enthalten)
Fünfjahresfischereischein: 56,00 Euro (Fischereiabgabe enthalten)
Jugendfischereischein: 5,10 Euro (Fischereiabgabe enthalten)
Sachsen
Fischereischein auf Lebenszeit: 34,00 Euro
Jugendfischereischein: 7,00 Euro
Sonderfeischereischein: 7,00 Euro
Sachsen-Anhalt
Fischereischeine und Friedfischfischereischeine für 1 oder 2 Jahre pro Jahr 7,70 Euro
Fischereischeine und Friedfischfischereischeine für 3 oder 4 Jahre pro Jahr 6,70 Euro
Fischereischeine und Friedfischfischereischeine für 5 Jahre 30,00 Euro
Fischereischeine und Friedfischfischereischeine auf Lebenszeit 150 Euro
Fischereischeine und Friedfischfischereischeine für Jugendliche ab vollendetem 14. bis vollendetem 18. Lebensjahr pro Jahr 2,60 Euro
Sonderfischereischeine für ein bis fünf Jahre pro Geltungsjahr 2,60 Euro
Sonderfischereischeine auf Lebenszeit 65 Euro
Jugendfischereischeine pro Jahr 2,60 Euro

Zusätzlich zur Gebühr ist eine Fischereiabgabe zu entrichten:
1 - 5 Jahre 6 Euro pro Geltungsjahr
Jugendfischereischeine & Sonderfischereischeine 1 Euro pro Geltungsjahr
Fischereischeine auf Lebenszeit 125 Euro
Schleswig-Holstein
Fischereischeinausstellung: 10,00 Euro
Ersatzfischereischein: 10,00 Euro
Urlauberfischereischein: 10,00 Euro
zusätzlich erforderlich: Fischereiabgabe pro Kalenderjahr: 10,00 Euro
Thüringen
Jugendfischereischein 10,00 Euro
Jahresfischereischein 17,50 Euro
Fünfjahresfischereischein 37,00 Euro
Zehnjahresfischereischein 58,00 Euro
Vierteljahresfischereischein 19,00 Euro
Fischereischein auf Lebenszeit 220,00 Euro

6. Was erwartet dich in der Fischerprüfung?

Um sich den Fischereischein ausstellen lassen zu können, musst du zuerst die Fischerprüfung - auch Angelprüfung genannt - bestehen. Sie setzt einiges an Wissen voraus. Deshalb ist es wichtig, sich hierauf gut vorzubereiten. 

Die staatliche Fischerprüfung wird von Behörden oder autorisierten Verbänden abgenommen. Bundesweit gilt: Du legst die Prüfung dort ab, wo du deinen ersten Wohnsitz hast. Über die Prüfung und Prüfungstermine informieren in der Regel die Unteren Fischereibehörden deines zuständigen Rathauses.

Fischerprüfung Multiple Choice

Bei der Fischerprüfung müssen Fragen aus verschiedenen Themengebieten durch Ankreuzen beantwortet werden

Wann finden Prüfungen statt?

Wie häufig Termine für die Fischerprüfung angeboten werden, hängt wieder vom jeweiligen Bundesland ab und variiert zwischen 1 x jährlich bis zu monatlichen Terminen oder sogar häufiger.

Das liegt daran, dass die Prüfungsabnahme über verschiedene Stellen erfolgen kann: untere Fischereibehörde der Kommunen und Kreise, (Landes-)Fischereiverbände.

Auf die Häufigkeit der Termine haben die Fischereivereine wie auch Kursanbieter keinen Einfluss.

Wie die Fischerprüfung abläuft, wer sie abnimmt und welche Regeln gelten, ist in den Fischereigesetzen bzw. den entsprechenden Fischereiverordnungen der Länder festgeschrieben.

Was sind die Prüfungsinhalte?

Nachfolgend kannst du dir einen Überblick verschaffen, was in den Fischerprüfungen der einzelnen Bundesländer verlangt wird. Wenn du auf den Bundesland-Namen vorne in der Tabelle klickst, gelangst du auf die Ratgeberseite für dieses Bundesland. Hier findest du dann alle Informationen zu den geltenden Bestimmungen u.a.m.

BundeslandDas erwartet dich Das sind die ThemengebieteSo bestehst du
Baden-
Württemberg
Theorie:
Ankreuzfragebogen
60 Fragen (von 835 Prüfungsfragen)
120 Minuten Zeit
Keine praktische Prüfung
Allgemeine
Fischkunde 
Spezielle Fischkunde
Gewässerökologie
Gerätekunde
Gesetzeskunde
45 Fragen richtig beantworten
BayernTheorie:
Ankreuzfragen am PC
60 Fragen (von 1006 Prüfungsfragen)
60 Minuten Zeit
Keine praktische Prüfung
Fischkunde 
Gewässerkunde
Schutz und Pflege der Fischgewässer, Fischhege
Fanggeräte, fischereiliche Praxis, Behandlung gefangener Fische 
Einschlägige Rechtsvorschriften, (insb. Fischerei/Wasser, Tierschutz/Tierseuchen)
45 Fragen richtig / in jedem Gebiet mindestens 50 Prozent
BerlinTheorie:
Ankreuzfragebogen
60 Fragen (von 600 Prüfungsfragen)
60 Minuten Zeit
Keine praktische Prüfung
Fischkunde/Fischhege
Pflege der Fischgewässer
Fanggeräte und deren Gebrauch
Behandlung der gefangenen Fische
Einschlägige Rechtsvorschriften
45 Fragen richtig / in jedem Gebiet mindestens 50 Prozent
BrandenburgTheorie:
Ankreuzfragebogen
60 Fragen (von 600 Prüfungsfragen)
60 Minuten Zeit
Keine praktische Prüfung
Fischkunde/Fischhege
Pflege der Fischgewässer
Fanggeräte und deren Gebrauch
Behandlung der gefangenen Fische
Einschlägige Rechtsvorschriften
45 Fragen richtig / in jedem Gebiet mindestens 50 Prozent
BremenTheorie:
Ankreuzfragebogen
60 (von 360 Prüfungsfragen)
60 Minuten Zeit
Praktische Prüfung:
Waidgerechten Töten vorführen Fischbilder bestimmen
Evtl. Prüfungsgespräch
Allgemeine Fischkunde
Spezielle Fischkunde (inkl. Fischbilder)
Gewässerkunde
Tierschutz, Naturschutz, Umweltschutz
Fischfang und Gerätekunde
Fischereirecht
45 Fragen richtig / in jedem Gebiet mindestens 50 Prozent
Praxis:
Waidgerechtes Vorgehen zeigen & mindestens 3 richtige Fische
HamburgTheorie:
Ankreuzfragebogen
60 Fragen (von 400 Prüfungsfragen)
90 Minuten Zeit
Keine praktische Prüfung
Allgemeine Fischkunde
Spezielle Fischkunde (inkl. Fischbilder)
Gewässerkunde und Fischhege
Tierschutz, Naturschutz, Umweltschutz
Gerätekunde
Gesetzeskunde
45 Fragen richtig / in jedem Gebiet mindestens 50 Prozent
HessenTheorie:
Ankreuzfragebogen
60 Fragen (von 650 Prüfungsfragen)
180 Minuten
Keine praktische Prüfung
Allgemeine Fischkunde
Spezielle Fischkunde
Gewässerkunde
Gerätekunde
Gesetzeskunde
45 Fragen richtig / in jedem Gebiet mindestens 9 Fragen korrekt
Mecklenburg-VorpommernTheorie:
Ankreuzfragebogen
60 Fragen (von 1180 Prüfungsfragen)
90 Minuten
Keine praktische Prüfung
Allgemeine Fischkunde Besondere Fischkunde (inkl. Fisch, Pflanzen, Geräte-Bildern) Gewässerkunde Gerätekunde Gesetzeskunde45 Fragen richtig / in jedem Gebiet mindestens 50 Prozent
NiedersachsenTheorie:
Ankreuzfragebogen
60 Fragen (von 360 Prüfungsfragen)
60 Minuten Zeit
Praktische Prüfung: 
Waidgerechten Töten vorführen Fischbilder bestimmen
Evtl. Prüfungsgespräch
Allgemeine Fischkunde
Spezielle Fischkunde (inkl. Fischbilder)
Gewässerkunde
Tierschutz, Naturschutz, Umweltschutz
Fischfang und Gerätekunde
Fischereirecht

45 Fragen richtig / in jedem Gebiet mind. 50 Prozent
Praxis:
Waidgerechtes Vorgehen zeigen & mindestens 3 richtige Fische
Nordrhein-WestfalenTheorie:
Ankreuzfragebogen
60 Fragen (von 360 Prüfungsfragen)
60 Minuten Zeit
Praktische Prüfung: 
Fischbilder erkennen
Waidgerechter Zusammenbau von Angelruten (1 von 10 möglichen)
Allgemeine Fischkunde
Spezielle Fischkunde
Gewässerkunde und Fischhege
Tierschutz, Naturschutz, Umweltschutz
Gerätekunde
Gesetzeskunde

45 Fragen richtig / in jedem Gebiet mindestens 6 Fragen korrekt
Praxis:
​Mindestens 4 von 6 Fischen ​
Waidgerechter Zusammenbau einer Rute
Rheinland-
Pfalz
Theorie:
Ankreuzfragebogen
50 Fragen (von 880 Prüfungsfragen)
120 Minuten Zeit
Keine praktische Prüfung
Allgemeine Fischkunde
Spezielle Fischkunde
Gewässerkunde
Gerätekunde
Gesetzeskunde, Naturschutz, Tierschutz
35 Fragen richtig / in jedem Gebiet mindestens 6 Fragen korrekt
SaarlandTheorie:
Ankreuzfragebogen
60 Fragen (von 225 Prüfungsfragen)  
120 Minuten Zeit
Keine praktische Prüfung
Allgemeine Fischkunde
Spezielle Fischkunde
Gewässerkunde
Gerätekunde
Fischereirecht
45 Fragen richtig beantworten
SachsenTheorie:
Ankreuzfragebogen
60 Fragen (von 900 Prüfungsfragen
90 Minuten Zeit
Keine praktische Prüfung
Allgemeine Fischkunde
Spezielle Fischkunde
Gewässerkunde
Gerätekunde
Gesetzeskunde
45 Fragen richtig / in jedem Gebiet mindestens 8 Fragen korrekt
Sachsen-AnhaltTheorie:
Ankreuzfragebogen
60 Fragen (von 612 Prüfungsfragen​)
Mündlich-praktischer Teil
zu Fischereiordnung des Landes
Fischkunde
Gerätekunde
Gewässerkunde
Gesetzeskunde
45 Fragen richtig 
Schleswig-HolsteinTheorie:
Ankreuzfragebogen
60 Fragen (von 400 Prüfungsfragen)
90 Minuten Zeit
Keine praktische Prüfung
Allgemeine Fischkunde
Spezielle Fischkunde (inkl. über 40 Fischarten) Gewässerkunde und Fischhege
Tierschutz, Umweltschutz, Naturschutz
Gerätekunde
Gesetzeskunde
45 Fragen richtig / in jedem Gebiet mindestens 6 Fragen korrekt
ThüringenTheorie:
Ankreuzfragebogen
60 Fragen (von 600 Prüfungsfragen)
120 Minuten Zeit
Keine praktische Prüfung
Allgemeine Fischkunde
Spezielle Fischkunde
Gewässerkunde
Tierschutz, Umweltschutz, Naturschutz
Gerätekunde
Gesetzeskunde
45 Fragen richtig / in jedem Gebiet mindestens 6 Fragen korrekt
Warum ist ein Vorbereitungskurs nötig?

Die amtliche Fischerprüfung ist sehr umfangreich und umfasst verschiedenste Wissensgebiete. Neben Fisch- und Gerätekunde spielen Natur- und Tierschutz eine große Rolle. Und natürlich muss ein angehender Angler die Gesetze und Verordnungen kennen. Deshalb ist der Vorbereitungskurs ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Fischereischein und der Möglichkeit, legal zu angeln.

Die Fischerprüfung soll sicherstellen, das jeder Angler die nötige Sachkenntnis im Umgang mit den Fischen, den Fanggeräten, aber auch Gewässerkunde und Naturschutz. Dem waidgerechten Betäuben und Töten wird dabei besonders große Bedeutung zugemessen. Denn beim Angeln gilt der Tierschutzgrundsatz, dass keinem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerz zugeführt werden darf!

Viele Angelvereine oder Verbände bieten regelmäßig klassische Präsenzlehrgänge an. In manchen Bundesländern sind diese für die Prüfungszulassung sogar gesetzlich vorgeschrieben. Inzwischen ist es aber in vielen Ländern möglich, den anerkannten Onlinekurs von Fishing-King zu nutzen, der ein zeit- und ortsunabhängiges Lernen ermöglicht.

Kannst du auch in einem anderen Bundesland zur Prüfung gehen?

Grundsätzlich ist die Fischerprüfung im Bundesland abzulegen, wo du gemeldet bist (in Nordrhein-Westfalen sogar in deiner Stadt/Gemeinde). In vielen Bundesländern gilt dieses Wohnort-Prinzip und wird unterschiedlich streng gehandhabt.

Es kann aber sein, dass auch Fischerprüfungszeugnisse aus anderen Bundesländern für die Ausstellung des Fischereischeins anerkannt werden. Beispielsweise können Bremer oder Hamburger auch in Niedersachsen die Prüfung ablegen. Hamburger können alternativ auch in Schleswig-Holstein zur Prüfung gehen und in Berlin wird auch ein Brandenburger Prüfungszeugnis anerkannt. Informiere dich am besten persönlich bei deiner Unteren Fischereibehörde, um die für dich geltenden Regelungen zu erfahren.

Eine besondere Rolle spielt übrigens das Saarland: Wenn du hier die Fischerprüfung ablegst, kann der Fischereiverband Saar auf Wunsch gleich den bundesweit gültigen Fischereischein ausstellen, da es sich bei dem Verband um eine “Körperschaft öffentlichen Rechts” handelt. Ein Vorbereitungskurs (Präsenzkurs) ist Pflicht oder alternativ der Fishing-King Onlinekurs und ein mehrstündiges Praktikum. Dieses kann auf Wunsch am Prüfungstag absolviert werden.

Kann man die amtliche Fischerprüfung online ablegen?

Nein - am heimischen PC kann die Fischerprüfung nicht abgelegt werden. Die Prüfung wird an dem von der zuständigen Prüfungsbehörde/Verband festgelegten Termin und Ort absolviert. In den meisten Fällen erhält man dort einen Prüfungsfragebogen zum Ankreuzen. 

In Bayern gibt es inzwischen eine sogenannte Onlineprüfung - das bedeutet aber nicht, dass du vor deinem privaten PC die Prüfung online ablegen kannst. Bei der bayerischen “Onlineprüfung” ist der einzige Unterschied zur traditionellen Prüfung, dass sich die Prüflinge schon im Vorfeld über ein sogenanntes Bürgerkonto registrieren, wo auch die Teilnahme am Pflichtkurs dokumentiert wird. Am Prüfungsort sitzen die Prüflinge vor einem PC statt vor einem Fragebogen. Die Ergebnisse fließen dann direkt digital ins den PC der Prüfungskommission ein.

Die Vorbereitung zur Fischerprüfung jedoch kann in vielen Bundesländern inzwischen über den Fishing-King Onlinekurs erfolgen. Hier kannst du am PC und Mobilgeräten das erforderliche Prüfungswissen erarbeiten, indem du die Unterrichtsinhalte als Video-Kurs vermittelt bekommst und über verschiedene Übungsoptionen dein Wissen vertiefst und überprüfst.

Kann die Prüfung bei Nichtbestehen wiederholt werden?

In aller Regel ist es so, dass du einen zweiten Anlauf machen kannst. Frage hierzu am besten direkt bei der Behörde nach, bei der du die Prüfung abgelegt hast. Manchmal gibt es zeitliche Rahmenbedingungen für die Nachprüfung. Unterschiedlich ist auch, welche Gebühr erhoben wird: Bisweilen ist die gesamte Prüfungsgebühr erneut zu entrichten - häufig wird aber nur ein Teilbetrag gefordert. Und dort, wo es schriftliche und praktische Prüfungsteile gibt, besteht unter Umständen die Möglichkeit, nur den nicht bestandenen Teil zu wiederholen.

Erkundige dich in jedem Fall auch, ob eine erneute Vorbereitung gefordert wird, damit du die Prüfung noch einmal ablegen kannst. Beim Onlinekurs von Fishing-King ist es übrigens so, dass du alle Vorbereitungsmöglichkeiten in jedem Fall kostenlos weiternutzen kannst, bis du deinen Fischereischein in der Tasche hast. Und natürlich kannst du deinen Kursbeitrag zurückerhalten, wenn du die Prüfung nicht geschafft hast.

6. Wie bereitest du dich auf die Fischerprüfung vor?

Entscheidend ist bei dieser Frage, ob in deinem Bundesland gesetzlich der Besuch eines Präsenzlehrganges vorgeschrieben ist. Was bei dir gilt, erfährst du hier.

Vor-Ort-Kurse umfassen meist mehrere Termine über einen längeren Zeitraum. Sie finden entweder wöchentlich zu einem bestimmten Termin statt oder finden an Wochenenden (ein- oder zweitägig) statt. Blockunterricht wird mitunter ebenfalls angeboten und ermöglicht einen kompakten Kurszeitrahmen.

Vorab: Informiere dich gut

Du hast es sicher gemerkt: Weil jedes Bundesland ein eigenes Fischereigesetz hat, kann es auf alle Fragen rund um den Angelschein nie eine einzige, allgemeingültige Antwort geben.

Deshalb musst du immer zuerst checken, was überhaupt an deinem Wohnsitz gilt.

In unserem Ratgeber haben wir daher viele Infos für dich zusammengetragen, damit du dich schnell über die Bedingungen an deinem Standort informieren und orientieren kannst.

Beachte bitte, dass du dich immer an die Bedingungen halten musst, die dort gelten, wo du deinen ersten Wohnsitz hast!

Die meisten Bundesländer legen in ihren Fischereigesetzen fest, wie die Vorbereitung auf die Fischerprüfung ausgeführt werden muss.

Es gibt hierzu Lehrpläne, die sicherstellen, dass alles Prüfungswissen vermitteln. Diese umfassen in der Regel:

  • Allgemeine Fischkunde
  • Spezielle Fischkunde
  • Gewässerkunde
  • Natur- und Tierschutz
  • Gesetzeskunde
  • Gerätekunde
Präsenzkurs oder Onlinekurs

Der klassische Weg ist ein Präsenzkurs, der an mehreren Terminen an einem festgelegten Kursort stattfindet. Hier werden der Teilnehmergruppe alle Themenbereiche von einem Lehrgangsleiter erläutert. Das eigentliche Lernen der Prüfungsfragen erfolgt aber überwiegend zuhause - mithilfe von Heften mit den Prüfungsfragen und/oder Büchern. Diese kommen übrigens häufig noch als zusätzliche Kosten zum Kurspreis hinzu. 

Heute gibt es in vielen Bundesländern schon eine eLearning-Vorbereitung zur Fischerprüfung. Der Fishing-King Onlinekurs wird von vielen Landesfischereiverbänden als gleichwertige Vorbereitung anerkannt. Hier wird das Wissen detailreich über HD Videos vermittelt. Beim Lernen der original Prüfungsfragen ist der Lernstand jederzeit im Blick. Eine ergänzende App kann für das Lernen unterwegs auch offline genutzt werden.

Dort, wo Pflichtstunden vorgeschrieben sind, wird er häufig auch als Kombikurs mit Praxisseminar vor Ort angeboten. Oder es gibt - wie z.B. im Saarland - eine praktische Unterweisung als Pflichtbestandteil der Prüfung (dieses Angelpraktikum kann vorab absolviert werden oder auch am Prüfungstag - es dauert 2 - 4 Stunden)

Fischerprüfung Vorbereitungskurs


Wieviel Zeit steht dir zum Lernen zur Verfügung

Bei Präsenzkursen bist du vom jeweiligen Angebot in deiner Gegend abhängig, was die Termine und zeitlichen Umfang angeht.

Bei Onlinekursen kannst du jederzeit beginnen und bestimmst selbst das Tempo. Um den Kurs in Ruhe durchzuarbeiten, kann man im Schnitt drei bis vier Wochen rechnen.

7. Angeln für Kinder und Jugendliche

Die meisten Menschen entdecken das Angeln schon in jungen Jahren für sich. In Begleitung eines volljährigen Fischereischeininhabers können Kinder unter Aufsicht in vielen Bundesländern mit einer Angel fischen. Das Versorgen des gefangenen Fisches muss aber der Angelscheinbesitzer vornehmen.

Mindestalter rund um den Angelschein

Ab welchem Alter darfst du die Fischerprüfung ablegen? Oder gibt es einen Jugendfischereischein für eine bestimmte Altersgruppe? Und vor allem: Mit welchem Alter kannst du dir mit deinem Prüfungszeugnis dann den Angelschein ausstellen lassen? Hier findest du die Antworten:

BundeslandMindestalter Zulassung zur FischerprüfungAusstellung Fischereischein oder FischereischeinpflichtJugendfischereischein
Baden-Württemberg10 Jahre10 Jahre10 - 16 Jahre
Bayern12 Jahre14 Jahre10 - 17 Jahre
Berlin14 Jahre12 - 17 Jahre12 - 17 Jahre
Brandenburg14 Jahre14 Jahre

./. Friedfischangeln möglich von 8 - 18 Jahren nach Zahlung der Fischereiabgabe

Bremen13 Jahre14 Jahre

./. (bis 14 Jahre Angeln in Begleitung eines erwachsenen Fischereischein-Inhabers)

Hamburg12 Jahre12 Jahre

./. (ab 12 Jahren Angeln in Begleitung eines erwachsenen Fischereischein-Inhabers)

Hessenunmittelbar vor dem 14. Geburtstag14 Jahre10 - 16 Jahre
Mecklenburg- Vorpommernkeine Angabe14 Jahre

./. bis zum 14. Geburtstag dürfen Kinder mit Erlaubniskarte angeln - alle Infos gibt es hier

Nordrhein-Westfalen13 Jahre14 Jahre10 - 16 Jahre
Niedersachsen13 Jahre14 Jahre

./. (bis 14 Jahre Angeln in Begleitung eines erwachsenen Fischereischein-Inhabers)

Rheinland-Pfalz13 Jahre14 Jahre7 - 15 Jahre
Saarland13 Jahre14 Jahrebis 15 Jahre
Sachsen13 Jahre14 Jahre9 - 16 Jahre
Sachsen-Anhalt14 Jahre14 Jahre

8 - 13 Jahre (sowie nach Ablegen der Jugendfischerprüfung 14 - 17 Jahre) Infos gibt es hier

Schleswig-Holstein11 Jahre12 Jahre

./. (bis 12 Jahre Angeln in Begleitung eines erwachsenen Fischereischein-Inhabers)

Thüringen10 Jahre14 Jahre8 - 14 Jahre
Bundesrepublik Fischereigesetz

In Deutschland werden die Fischereigesetze auf Länderebene erlassen. Es gibt also kein bundesweites Fischereirecht

8. Welche rechtlichen Grundlagen gelten in deinem Bundesland?

Beim Angelschein und der Fischerprüfung gilt das jeweilige Fischereigesetz des Bundeslandes. Somit kommt es immer darauf an, wo du wohnst.

Deshalb haben wir für jedes Bundesland Antworten auf die wichtigsten Fragen für dich zusammengetragen.

Denn die Fischerprüfung legst du dort ab, wo du gemeldet bist. In der nachfolgenden Tabelle findest du Links zu den jeweiligen Fischereigesetzen der Länder und in der rechten Spalte noch die Links zu den Fischereiverordnungen - wenn du es einmal ganz genau wissen möchtest.  

Klicke auf das entsprechende Fischergesetz oder die Fischereiverordnung für dein Bundesland, um dich über die geltenden Regeln bei dir zu informieren.