Waleri Dwining

Wie bist Du zum Angeln gekommen? Gab es Personen oder Ereignisse, die Dich besonders geprägt haben?

Ich kann mich noch gut erinnern, als meine ältere Schwester und ich noch Kinder waren. Da sind wir mit unseren Eltern an kleine Gräben fischen gegangen und haben mit Brot an einer kleinen Bambusrute Karauschen und Plötzen gefangen haben. Als Teenager habe ich die Lust am Angeln verloren und wurde erst mit Mitte 20 richtig heftig infiziert, ja sogar regelrecht süchtig. Wir haben einen Männertag an einem Forellensee verbracht und waren sehr erfolgreich. Daraufhin habe ich einen Kurs belegt und meinen Schein gemacht.

Was ist für dich das Besondere beim Angeln?

Ich genieße vor allem die Ruhe aber auch die Euphorie, wenn der erste Biss kommt. Und natürlich der Reiz, die Fische jedes mal aufs neue zu überlisten. Ich mag es in der Natur zu sein und Zeit mit meinem Bruder (der ebenso angelverrückt ist wie ich) und oder mit meinem Papa am Wasser zu verbringen. Ich mag auch die Vorfreude und es nicht zu Wissen, welcher Fisch sich die Made oder den Wurm schmecken lässt. Und, dass auch der klügste Angler jeden Tag etwas dazu lernen kann!

Welche Angelmethoden haben es dir denn besonders angetan?

Ich bin leidenschaftlicher Posenangler, also Matchfischen und Stippen, ich finde es spannend nicht zu Wissen welcher Fisch sich die Made, Wurm oder Brotflocke einverleibt. Spinnfischen ist auch sehr interessant und vielseitig, vor allem da ich so ganz gezielt auf Zander fischen kann.

Was war dein schönstes Erlebnis am Wasser?

Das war definitiv der Tag, an dem mich das Angelfieber wieder gepackt hat. Natürlich auch die unzähligen tollen Stunden mit meinem Bruder und meinem Papa.

Gab es denn auch Erlebnisse am Wasser, an die du dich nicht so gern erinnerst?

Na klar, z.B. wenn man sich mühevoll eine ergiebige Stelle ausgeschaut hat, bei Wind und Wetter anfüttern war und am geplanten Angeltag ein anderer Angler die Stelle beangelt und die Mühen vergebens waren. An versenkte Ruten weil man vergessen hat, den Rollenbügel auf zumachen.

Viele, viele, viele abgerissene Wobbler und Blinker, an den das Preisschild quasi noch dran klebte.

Welche Frage beim Angelschein hat dich damals besonders genervt?

Das ist schon ein bisschen her, so genau weiß ich es gar nicht mehr. Es war eigentlich eher ein stumpfes Auswendiglernen, da man uns nur die richtigen Antworten zu den Fragen gab.

Daher finde ich das Konzept von Fishing-King sehr gut, weil die Kurse abwechslungsreich sind.

Man bekommt viel mehr Wissen vermittelt, als nur das, was in den Prüfungsbögen steht.

Hast du einen guten Tipp für alle, die sich auf die Fischerprüfung vorbereiten?

Ja, nicht verrückt machen. Den gesunden Menschenverstand benutzen und für die, die Prüfungsangst haben: vorher auf`s Klo gehen, dann hat man eine Sorge weniger.

Welches Anglerische Ziel möchtest du in deinem Leben noch erreichen?

Einmal je einen kapitalen Räuber (Barsch, Zander, Hecht) aus unseren Gewässern zu fangen.

Jetzt noch ein Paar Standartfragen, die du wie aus der Pistole geschossen beantworten musst…

Lieblingsköder?

Spinner

Lieblingsfisch beim Angeln?

Forelle, Rotauge, Barsch

Lieblingsfisch in der Küche?

Forelle

Lieblingsgewässer?

Lenne( Altena), Östertalsperre

Angeltage in Jahr?

Viel zu wenige, ca.75