Fischerprüfung bestanden

Jetzt wird’s ernst: Die Fischerprüfung!

Mit dem Fishing-King Onlinekurs war die Vorbereitung auf die Fischerprüfung ganz unkompliziert. Jetzt sollte es beim Prüfungstermin doch eigentlich keine Problem geben, oder?

Von Annette vom Hagen

Wer schon die 50 überschritten hat, für den liegen Prüfungssituationen meist schon länger zurück. Meine letzte Prüfung ist jedenfalls inzwischen ein paar Jährchen her. Der Gedanke an die Fischerprüfung löste daher ein nicht unerhebliches Unbehagen aus.

Ob meine grauen Zellen noch ausreichend flexibel sein würden, um knapp 50 Fische beim Namen nennen zu können (manche sind sich immerhin gemein ähnlich)? Ganz zu schweigen von den vielen Fragen, die für mich eher zu einem Biologiestudium als zu einer Freizeitaktivität passen…

Gut geprobt für den “Ernstfall”

Doch jammern gilt nicht – andere haben das schließlich auch gepackt! Vorbereitet hatte ich mich jedenfalls ausgiebig und die absolvierten Probeprüfungen waren allesamt gut gelaufen. Warum also bammeln 🙂

Von den vielen Kontakten mit anderen Teilnehmern über die Fishing-King Facebook-Gruppe und natürlich unseren Kundensupport hatte ich mitbekommen, dass nicht nur ich mit Prüfungsangst geschlagen bin. Drum freute ich mich schon, bei meiner Prüfung in Köln auf etliche Online-Kursteilnehmer zu treffen. Wie beruhigend!

Auf die Fragen, fertig, los!

Am Nikolaustag standen dann rund 90 Leute in Köln vor der Tür des Pfarrsaals in Köln-Mülheim, in dem die Prüfung stattfinden würde – die meisten wirkten übrigens ebenso angespannt wie ich. Schlag 8 Uhr ging’s los. Wenigstens mit den Regularien. Für den ein oder anderen sicher schon die erste Hürde. Also den Ausweis zücken, das leicht verknitterte Einladungsschreiben und – ganz wichtig! – einen Zahlungsnachweis hervorkramen und sich ein Plätzchen zuweisen lassen.  Mitarbeiter der Fischereibehörde flankierten dabei mit strenger Miene die Tischreihen, damit keiner vorab schon Hand an die Prüfungsunterlagen legt.

Schrecksekunde für mich: Oh Gott – ich habe keinen Kugelschreiber dabei! Wie peinlich!! Aber angehende Angler sind zum Glück solidarisch. Mein Gegenüber – auch ein Fishing-King, wie sich später herausstellte – half mir gerne aus.

Prüfungstermin

Die Stunde der Wahrheit naht…

Die Challenge vor der Challenge: Das Datum

“Schreiben Sie oben das heutige Datum und darunter Namen und Geburtsdatum,“ so lautete die erste Anweisung, die der Prüfer nach dem offiziellen „Startschuss“ gab. Mein Hirn kombinierte fix die beiden Halbsätze und so stand beim Tagesdatum auf meinem Bogen unversehens „6.12.1964“. Eieiei…

Die Prüfung entpuppte sich zum Glück aber als weniger dramatisch. Die meisten Fragen fluppten aus dem „Effeff“. Nur zwei, drei Mal hatte ich das Phänomen, das ich schon beim Üben aufgefallen war: Bei einigen Fragen tendierte ich immer wieder zur falschen Antwort. Also doch besser die andere Lösung nehmen, oder? Vielleicht war das aber genau die Lösung gewesen, mit der ich schon beim letzten Mal daneben gegriffen hatte. Und nun? Dann also doch beherzt eine der Lösungen ankreuzen und hoffen, dass das diesmal wirklich die Richtige gewesen ist.

Bitte warten…

Die ersten Kandidaten waren nach rund zehn Minuten fertig. Meine Prüfung konnte ich nach einer guten Viertelstunde abgeben und die letzten waren etwa fünf Minütchen später mit allen Fragen durch. Da man aber eine volle Stunde zum Beantworten zur Verfügung hat hieß es nun, die restliche Zeit im Foyer abzusitzen.

Und eine weitere Stunde verging für die Auswertung hinter verschlossenen Türen. Zeit kann ja sooooo langsam vergehen. Viele hatten ihr Handy gezückt, um zu in der Fishing-King App zu checken, wie die Lösung der ein oder anderen Frage hätte lauten müssen. Mein nettes Gegenüber (mit dem Leih-Kugelschreiber) wurde minütlich unsicherer: Bei der Speziellen Fischkunde waren mit Sicherheit nicht alle Fragen richtig. Würde es jetzt noch zum Bestehen der Prüfung reichen?

„Heute habe ich sechs Fotos für dich“

Ob Teil 1 der Prüfung von Erfolg gekrönt war, würde die Liste ergeben, die von einem der Prüfungsleiter kurz vor 10 Uhr an die Pinnwand geheftet wurde. Darauf waren Uhrzeiten vermerkt, zu denen man die jeweiligen Kandidaten wieder in den Raum bitten würde, damit in der nächste Runde die Fische bestimmt werden könnten. Nach einigem Gedrängele machte sich Erleichterung breit – alle hatten es in die nächste Runde geschafft!

Mein Name tauchte irgendwo bei 11.30 Uhr auf. Das war aber nur geschätzt, denn es würde sicher nicht jeder die zur Verfügung stehende Zeit voll ausschöpfen. Tatsächlich war ich früher als gedacht an der Reihe und scherzte: „Kann ich bitte Hecht, Aal, Wels, Stichling, Forelle und Flunder bekommen?“

Fischerprüfung

6 aus 49 heißt es im Prüfungsteil „Fischbestimmung“

Hätte ich mal nichts gesagt – mit einem Blick auf meinen Perso (den muss man bei jedem Teil erneut vorlegen) stellte er fest, dass ich in der „verbotenen Stadt“, also Düsseldorf, geboren bin. „Ich glaube, ich mische noch mal gründlich durch“ war die Antwort. Also schlug ich mich mit sehr ähnlich wirkenden Flossis herum, in der Hoffnung, diese richtig erkannt zu haben. Der Prüfer ließ sich jedenfalls nichts anmerken. So ein Pokerface!

Passend zu Nikolaus gab’s die Rute

Vier Richtige müssen dabei gewesen sein, denn nun ging’s ins Finale: Rutenbau. Wieder den Personalausweis zeigen und dann die Fragestellung studieren. „Stellen Sie eine Angelrute zum Fang von Karpfen und das weitere notwendige Zubehör waidgerecht zusammen.“

Jetzt bloß nicht auf den letzten Metern die Prüfung vergeigen. Irgendwie sahen die Ruten etwas anders aus, als ich sie mir eingeprägt hatte. „Auf Sicht“ fliegen ging also nicht. Verflixt, was war hier noch gleich das richtige Wurfgewicht? Ich habe ein etwas gestörtes Verhältnis zu Zahlen. Meine Hand wanderte unschlüssig zwischen den Ruten hin und her. Hatte das auffällige Hüsteln des Prüfers irgendwas zu bedeuten?

Ich entschied mich für die 3-Meter-Teleskoprute mit 70 g Wurfgewicht, packte die dicke Spule und das andere Material dazu und schnappte mir den Unterfangkescher (und versehentlich auch das Gaff, was direkt darunter lag) sowie den Rest des waidgerechten Zubehörs nach meiner persönlichen Formel „Keschern, Messen, Hauen, Stechen – Haken lösen“. Es war wohl alles richtig – denn der nette Prüfer gratulierte fröhlich zur bestandenen Fischerprüfung.

Hurra – bestanden!!!

Eine gewisse Erleichterung konnte ich nicht verhehlen. Obwohl ich mir schon vorher sicher gewesen war, dass mit der Super-Vorbereitung wirklich nichts schiefgehen kann. Sonst könnte Fishing-King schließlich nicht so unbeschwert seine 100-prozentige Prüfungs-Erfolgs-Garantie anbieten.

Das Zeugnis in den Händen konnte ich im Büro stolz verkünden, die Mission „Angelschein“ gemeistert zu haben. Naja – vielleicht noch nicht ganz: Denn den Fischereischein musste ich mit dem Fischerprüfungszeugnis erst noch im Bürgerbüro ausstellen lassen. Mit dem kann ich mich dann der nächsten Challenge stellen: Dem ersten Fisch! Dazu an anderer Stelle mehr 😀

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Dann wende dich gern an uns per Email an info@fishing-king.de oder ruf an unter 0221 – 6 777 93 43. Wir helfen dir gerne weiter.
Oder hast du die Prüfung schon gemeistert? Berichte uns gern in den Kommentaren von deinen Erfahrungen. Das hilft vielen Angelscheinanwärtern weiter. Denn in Deutschland gelten für jedes Bundesland andere Bedingungen. Wie war’s bei dir?