Dennis Siever

Wie bist du zum Angeln gekommen? Gab es Personen oder Ereignisse, die dich besonders geprägt haben?

In meinem Leben haben mich zwei Personen und Erlebnisse mit dem Angelvirus infiziert: meine ersten Erinnerungen stammen aus meinem 5. Lebensjahr, als ich mit meinem Vater am Rhein- Herne- Kanal auf Aal angelte. Ich fing einen winzigen Aal, der für mich als Kind jedoch riesig war. Dies war mein erster Fisch.

Ein paar Jahre später durfte ich erstmals allein am hauseigenen Angelteich meines Großonkels fischen. Mit Pose und Made konnte ich 4 schöne Forellen überlisten, sodass ich mir zu meinen Geburtstagen vor allem Angelsachen wünschte und viel Zeit am Wasser verbrachte. Kein Ententeich war fortan mehr sicher und immer wieder zog es mich zur Ruhr, die nur ein paar Minuten zu Fuß von meinem Elternhaus entfernt lag und die auch heute noch mein Hausgewässer ist.

Was ist für dich das Besondere beim Angeln?

Jeder Angeltag verläuft anders. Auch wenn man meint, alles planen zu können, so kommt es gerade beim Angeln immer wieder zu dicken Überraschungen. Außerdem zieht es mich einfach immer wieder raus in die Natur. Unser Alltag ist meiner Meinung nach schon laut und stressig genug. Deshalb genieße ich gern die Ruhe und die Natur – sowohl allein als auch mit meinen Kumpels.

Das Geile beim Angeln ist außerdem, dass es unheimlich vielseitig ist. Man wird wohl nie alle Angelmethoden erfolgreich beherrschen können und jede Methode hat ihren eigenen Reiz. Jeder Fisch hat seine Eigenarten. Das kann ganz schön herausfordernd sein.

Welche Angelmethoden haben es dir denn besonders angetan?

Ich bin am liebsten mit der Spinnrute am Wasser. Das geht oft schnell und unkompliziert. Wenn ich doch mal etwas mehr Zeit und Bock auf einen gemütlichen Abend habe, greife ich auch schon mal zur Karpfenrute oder lege eine einfache Grundrute aus und lass mich überraschen.

Was war dein schönstes Erlebnis am Wasser?

Das kann ich so pauschal gar nicht beantworten. Eigentlich ist jeder Tag am Wasser schön, wenn nicht gerade eine Rute bricht oder ein dicker Fisch ausschlitzt. Ein Beifang, an den ich mich gerne erinnere, ist ein 36 Pfund schwerer Karpfen, der beim Barschangeln mit einer super leichten Rute auf einen Gummifisch gebissen hat. Bei der Landung ist schließlich sogar der Kescher gebrochen, was mir angesichts des Erfolges ziemlich egal war.

Gab es denn auch Erlebnisse am Wasser, an die du dich nicht so gern erinnerst?

Ja, einige. Versenkte Handys, gebrochene Ruten, abgerissene Fische, abgerissene Köder, Mann über Bord, Hund über Bord usw. . Es würde zu lange dauern, jedes Erlebnis auszuführen.

Welche Frage beim Angelschein hat dich damals besonders genervt?

Ach, da gab es einige. Vor allem aus der Gesetzeskunde. Obwohl ich Fishing- King- Trainer bin, muss ich in diesem Themengebiet auch heute manchmal noch nachlesen.

Was mich allerdings noch mehr genervt hat, war die Wissensvermittlung im Kurs. Ich bin froh, dass wir den Teilnehmern unserer Fishing-King- Kurse das Ganze praxisnaher und zeitgemäßer beibringen.

Hast du einen guten Tipp für alle, die sich auf die Fischerprüfung vorbereiten?

Da einige Leute Probleme beim Lernen der Fischkarten haben, empfehle ich allen, die sich auf die Fischerprüfung vorbereiten, mit Eselsbrücken zu arbeiten. So hat der Schlammpeitzger beispielsweise eine Fahrspur im Schlamm oder der Schneider eine Naht entlang der Seitenlinie.

Welches anglerische Ziel möchtest du in deinem Leben noch erreichen?

Oha, auch das wären zu viele Ziele. Ich möchte auf jeden Fall einmal nach Norwegen zum Hochseefischen, nach Mittelamerika zum Tarpon- Angeln und nach Afrika zum Nilbarsch-Angeln.

Für unsere heimischen Gewässer möchte ich vor allem endlich mal das Fliegenfischen lernen.

Jetzt noch ein paar Standard- Fragen, die du wie aus der Pistole geschossen beantworten musst…

Lieblingsköder?

Crankbaits

Lieblingsfisch beim Angeln?

Barsch, Döbel, Rapfen

Lieblingsfisch in der Küche?

Makrele

Lieblingsgewässer?

Ruhr, Wörnitz, Main, großer Plöner See

Angeltage im Jahr?

ca. 100