Unterhandwurf
- Angeltechniken
Der Unterhandwurf ist die Wurftechnik für beengte Plätze. Der Köder wird nicht über den Kopf geführt, sondern aus dem Handgelenk und dem Unterarm seitlich weggeschlenzt. Dadurch braucht er fast keinen Raum nach hinten und nach oben.
Wann wird der Unterhandwurf eingesetzt?
Immer dann, wenn für die anderen Würfe der Platz fehlt: an bewachsenen Ufern, an einem Bach mit tief über das Wasser hängenden Weiden oder wenn Äste den Raum über Dir versperren. Dort ist er oft die einzige Möglichkeit, den Köder überhaupt sinnvoll ins Wasser zu bringen.
Wie wird der Unterhandwurf ausgeführt?
- Kurbele den Köder dicht an die Rutenspitze heran. Ohne Stahlvorfach dürfen es 10 bis 15 Zentimeter Abstand sein, mit Stahlvorfach etwas mehr.
- Drehe die Rolle so, dass das Schnurlaufröllchen zum Rutenschaft zeigt.
- Nimm die Schnur auf den Zeigefinger und öffne den Schnurfangbügel.
- Schlenze den Köder aus dem Handgelenk und dem Unterarm seitlich nach vorne weg. Dabei die Schnur freigeben.
- Schließe den Schnurfangbügel.
Worauf muss geachtet werden?
In Weite und Zielgenauigkeit ist der Unterhandwurf nur mittelmäßig. Er ersetzt Überkopfwurf und Pendelwurf also nicht, sondern ergänzt sie für enge Stellen.
Was ist der Rückhandwurf?
Der Rückhandwurf ist kein eigener Wurf, sondern eine Spielart des Unterhandwurfs. Statt mit der Handfläche nach vorne (Vorhand) schlenzt Du den Köder mit dem Handrücken nach vorne. Das hilft, wenn Bewuchs Deine gewohnte Wurfseite blockiert oder direkt neben Dir jemand steht.
