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Tiefenlinie

  • Angeln Grundlagenwissen

Eine Tiefenlinie ist eine Linie auf einer Gewässerkarte, die alle Punkte gleicher Wassertiefe miteinander verbindet – das gleiche Prinzip wie die Höhenlinien auf einer Wanderkarte, nur nach unten gerechnet. Eine Karte zeigt meist mehrere solcher Linien gestaffelt, zum Beispiel für 2, 4, 6 und 8 Meter.

Wie liest Du Tiefenlinien?

  • Liegen die Linien weit auseinander, fällt der Grund flach und gleichmäßig ab. Das ist typisch für ausgedehnte Flachwasserzonen.
  • Liegen die Linien eng beieinander, geht es steil hinunter. Dort verläuft eine Kante.
  • Bilden Linien einen geschlossenen Ring, hast Du entweder ein Loch oder – bei nach außen kleiner werdenden Tiefen – einen Hügel im See gefunden.

Warum sind Tiefenlinien für die Stellensuche wichtig?

Sie machen die Struktur eines Gewässers sichtbar, bevor Du überhaupt am Wasser stehst. Die 2-Meter-Linie zeigt Dir, wie weit das Flachwasser reicht, in dem sich im Sommer Futterfische und Karpfen aufhalten. Enge Linienbündel weisen auf Scharkanten hin, an denen Raubfische entlangziehen. Und die tiefste Zone eines Sees ist im Winter oft der beste Platz überhaupt.

Woher bekommst Du eine Tiefenkarte?

Für viele bewirtschaftete Gewässer geben Vereine und Verbände Tiefenkarten heraus, manche liegen der Gewässerordnung bei. Alternativ zeichnest Du Dir Deine eigene Karte, indem Du mit einem Echolot systematisch über das Gewässer fährst oder mit Blei und Schnur an mehreren Stellen die Tiefe ausmisst. Frag vorher nach, ob Bootsnutzung und Echolot an Deinem Gewässer erlaubt sind.

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