Strömungskante
- Angeln Grundlagenwissen
Eine Strömungskante ist die Grenze zwischen zwei unterschiedlich schnell fließenden Wasserkörpern. Sie ist oft an der Oberfläche zu erkennen: Auf der einen Seite zieht das Wasser sichtbar durch, auf der anderen steht es fast still, häufig mit kleinen Verwirbelungen oder treibendem Schaum auf der Trennlinie.
Wo entstehen Strömungskanten?
- Am Buhnenkopf, wo das ruhige Buhnenfeld auf die Hauptströmung trifft
- An der Mündung eines Nebenflusses oder eines Seitengewässers
- Hinter Brückenpfeilern, Baumstämmen und größeren Steinen
- In der Außenkurve eines Flusses, wo die Strömung am Prallhang beschleunigt
Warum stehen Fische an der Strömungskante?
Strömung kostet Kraft. Ein Fisch, der dauerhaft im schnellen Wasser steht, verbraucht mehr Energie, als die Nahrung ihm einbringt. An der Kante bekommt er beides: Er steht im ruhigen Wasser und hat die Nahrungsstraße direkt vor der Nase. Genau deshalb sind Hecht, Zander, Barsch und Rapfen an solchen Linien regelmäßig zu finden.
Wie fischst Du eine Strömungskante ab?
Wirf über die Kante hinaus in die schnelle Strömung und führe den Köder so zurück, dass er die Grenzlinie schräg kreuzt. Damit ahmst Du den natürlichen Weg eines Beutefisches nach, der aus der Strömung in den ruhigen Bereich fällt. Arbeite Dich in mehreren Würfen an der Kante entlang, statt immer dieselbe Bahn zu befischen.
