Scharkante
- Angeln Grundlagenwissen
Eine Scharkante ist ein deutlicher, oft steiler Absatz im Gewässergrund, an dem das flache Ufer ins tiefe Wasser abbricht. Andere Bezeichnungen sind Abbruchkante oder schlicht Kante. Sie gehört an Seen und größeren Flüssen zu den verlässlichsten Angelstellen überhaupt.
Wie erkennst Du eine Scharkante?
Auf einer Tiefenkarte verrät sie sich dadurch, dass mehrere Tiefenlinien dicht beieinanderliegen. Vor Ort findest Du sie mit einem Echolot oder ganz ohne Technik, indem Du ein Blei auswirfst und die Absinkzeit vergleichst: Wo der Köder plötzlich deutlich länger bis zum Grund braucht, liegt die Kante. Auch die Uferform gibt einen Hinweis – ein steil ins Wasser laufendes Ufer setzt sich unter Wasser häufig fort.
Welche Fische stehen an der Scharkante?
Vor allem Raubfische: Zander und Hecht nutzen die Kante als Leitlinie und drücken Beutefische gegen die flache Seite. Barsche jagen oft in Trupps an der Oberkante. Im Winter halten sich viele Fische an der tiefen Seite auf, im Sommer wandern sie über die Oberkante ins Flache.
Worauf ist zu achten?
Fische die Kante nicht nur parallel ab, sondern führe den Köder auch von flach nach tief über den Absatz. Der Moment, in dem der Köder über die Kante fällt, bringt die meisten Bisse. Und plane Zeit ein: Eine Kante ist eine Linie, keine Stelle – sie kann über hunderte Meter verlaufen, und nur einzelne Abschnitte davon sind wirklich gut.
