Herzstich
Um den gefangenen, entnahmefähigen Fisch waidgerecht zu versorgen, kommt nach der Betäubung durch einen festen Schlag auf das Nachhirn des Fisches der Herzstich zum schnellen und sicheren Töten zum Einsatz.
Wie wird der Herzstich richtig ausgeführt?
- Kontrolliere, ob der Fisch durch den Schlag auf das Nachhirn wirksam betäubt ist: Der Fisch zeigt keinen Augendrehreflex - das Auge ist starr.
- Führe ein scharfes Messer unterhalb der Kiemen hinter den Brustflossen in Richtung Herz, um damit die zentralen Blutgefäße zu durchtrennen.
- Lasse den Fisch ausbluten.
Worauf muss geachtet werden?
Der Herzschnitt muss an der richtigen Stelle erfolgen, damit die Gallenblase nicht verletzt und das Fleisch verdorben wird. Das Herz liegt in der Kehlgegend knapp unterhalb der Kiemen, ungefähr auf Höhe des Ansatzes der Brustflossen.
Gibt es Alternativen zum Herzstich?
Alternativ kann der Kiemenschnitt zum sicheren Töten des betäubten Fisches verwendet werden. Diese Methode wird auch Kiemenrundschnitt oder Kehlschnitt genannt.
Das brauchst Du fürs waidgerechte Versorgen des Fangs
Als Angler musst Du immer folgende Ausrüstungsgegenstände dabei haben:
- Kescher zum sicheren Landen des Fangs
- Maßband, um die sicherzustellen, dass der Fisch das Mindestmaß für die Entnahme hat
- Fischbetäuber/Schlagholz zum sicheren Betäuben des Fischs
- Scharfes Messer mit feststehender Klinge
- Hakenlöser/Zange