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Gezeiten

  • Angeln Grundlagenwissen

Als Gezeiten bezeichnet man den regelmäßigen Wechsel von Ebbe und Flut, den die Anziehungskraft von Mond und Sonne auslöst. Am Meer und in seinen Fjorden und Mündungen steigt und fällt der Wasserstand dadurch zweimal am Tag. Für Dich als Angler ist das keine Randnotiz: Mit dem Wasserstand ändern sich Strömung, Wassertiefe und die Frage, wo die Fische stehen.

Wann ist die beste Beißzeit?

Als besonders aussichtsreich gilt auflaufendes Wasser — also die Phase vom niedrigsten Wasserstand bis zum höchsten. Das Wasser kommt in Bewegung, Nahrung wird verdriftet und die Fische ziehen mit dem steigenden Pegel in Bereiche, die kurz zuvor noch trocken oder sehr flach waren. Je nach Gewässer umfasst dieses Fenster etwa zwei bis drei Stunden. Fische beißen auch außerhalb davon, aber die Chancen sind dann meist geringer.

Was ändert sich bei Niedrigwasser?

Bei niedrigem Wasserstand steht der Bewuchs am Ufer oft bis knapp unter die Oberfläche. Der Köder hängt dann bei fast jedem Wurf fest, und die Fische haben sich in tiefere Bereiche zurückgezogen. Niedrigwasser hat trotzdem einen Nutzen: Du siehst Strukturen wie Steine, Krautfelder und Rinnen, die bei Hochwasser unter der Oberfläche verschwinden.

Worauf muss geachtet werden?

Informiere Dich vor dem Angeln über die Gezeitenzeiten des jeweiligen Ortes. Auflaufendes Wasser kann Sandbänke und Uferabschnitte überspülen und Dir den Rückweg abschneiden — behalte den Pegel deshalb im Blick und plane den Rückweg vom Angelplatz weg sorgfältig mit ein.

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