Fangbegrenzung
- Rechtliches & Umweltschutz
Eine Fangbegrenzung ist die zulässige Höchstzahl an Fischen, die Du innerhalb eines bestimmten Zeitraums entnehmen darfst — meist pro Angeltag, manchmal pro Erlaubnisschein. Sie schont den Bestand, verteilt den Fang gerecht auf alle Angler und ergänzt damit die beiden anderen Schutzinstrumente: Schonzeit und Schonmaß.
Wo steht die Fangbegrenzung?
- im Landesfischereigesetz und der zugehörigen Verordnung
- im Erlaubnisschein für das jeweilige Gewässer
- in der Gewässerordnung des Vereins oder des Betreibers
Widersprechen sich die Angaben, gilt die strengere Regelung: Pächter und Betreiber dürfen im Rahmen des Hegeziels strengere Regeln aufstellen, als der Gesetzgeber, aber nie großzügigere.
Wie wird an Angelseen abgerechnet?
An bewirtschafteten Angelseen sind zwei Modelle verbreitet. Entweder ist eine feste Zahl Fische mit der Karte bezahlt, oder der Fang wird am Ende gewogen und zusätzlich berechnet. Kläre vor dem ersten Wurf, welches Modell gilt — sonst wird aus einer günstigen Karte am Abend eine überraschend hohe Rechnung.
Worauf muss geachtet werden?
Trag entnommene Fische sofort in Dein Fangbuch ein, wenn eines vorgeschrieben ist, und behalte im Blick, dass Begrenzungen vielfach je Art gelten. Ist Dein Limit erreicht, hörst Du auf zu angeln. Einfach weiter zu fischen und diese Fänge dann zurückzusetzen ist keine saubere Lösung: In Deutschland braucht das Angeln einen vernünftigen Grund: und der ist in der Regel die Verwertungsabsicht des gefangenen Fischs.