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Schlaufenknoten binden: einfache Anleitung in 5 Schritten

Mit dem Schlaufenknoten bindest du eine feste Schlaufe an das Ende deiner Angelschnur. Der Knoten wird auch Chirurgenknoten genannt.
Schlaufenknoten binden: einfache Anleitung in 5 Schritten

Auf einen Blick

Schnurtypen
Monofil, Fluorocarbon und Geflecht
Schnurende
ungefähr 15 bis 20 Zentimeter doppelt legen
Durchgänge
Schlaufenbogen zweimal durch die Knotenöffnung führen
Vor dem Festziehen
Knoten anfeuchten
Schnurende bei Monofil oder Fluorocarbon
ungefähr zwei bis drei Millimeter Reserve

Besonders praktisch ist er für vorbereitete Vorfächer und Schlaufe-in-Schlaufe-Verbindungen. Du kannst damit beispielsweise ein Vorfach ohne zusätzlichen Wirbel mit einer Montage verbinden oder eine Endschlaufe zum Einhängen in einen Karabiner herstellen.

Zum Binden legst du das Schnurende doppelt, formst einen lockeren Überhandknoten und führst den Schlaufenbogen zweimal durch die Knotenöffnung. Anschließend stellst du die Größe ein, feuchtest den Knoten an und ziehst ihn gleichmäßig fest.

In dieser Anleitung zeigen wir dir den Schlaufenknoten Schritt für Schritt und erklären, für welche Schnüre und Montagen er geeignet ist.

Was ist ein Schlaufenknoten?

Der hier erklärte Schlaufenknoten erzeugt eine feste Schlaufe am Ende einer Angelschnur. Nach dem vollständigen Festziehen bleibt ihre Größe unter normaler Belastung erhalten.

Der Knoten besteht aus einem doppelten Überhandknoten in einer doppelt gelegten Schnur. Dadurch ist er leicht zu verstehen und auch ohne Werkzeug schnell gebunden.

Im Angelbereich begegnen dir dafür mehrere Bezeichnungen:

  • Schlaufenknoten
  • Chirurgenknoten
  • Chirurgenschlaufe
  • doppelter Schlaufenknoten
  • Surgeon's Loop

Nicht jeder Knoten mit einer Schlaufe ist jedoch automatisch dieser Schlaufenknoten. Seitenarmschlaufen, Köderschlaufenknoten und laufende Schlaufen werden anders gebunden und erfüllen andere Aufgaben.

Wofür eignet sich der Schlaufenknoten?

Der Schlaufenknoten wird hauptsächlich verwendet, um eine feste Endschlaufe herzustellen.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Vorfächer für eine Schlaufe-in-Schlaufe-Verbindung vorbereiten
  • Vorfachschlaufen in Wirbel oder Karabiner einhängen
  • austauschbare Vorfachsysteme herstellen
  • einfache Friedfischmontagen vorbereiten
  • Zubehör durch eine ausreichend große Endschlaufe einschlaufen

Der Knoten ist besonders sinnvoll, wenn du eine unkomplizierte Schlaufe benötigst, die sich auch am Wasser schnell neu binden lässt.

Für welche Angelschnur eignet sich der Schlaufenknoten?

Monofile Schnur

Mit monofiler Angelschnur lässt sich der Schlaufenknoten besonders einfach binden. Das Material ist ausreichend griffig und kann beim Festziehen gut kontrolliert werden.

Für erste Übungen ist eine etwas dickere, gut sichtbare Monofilschnur ideal.

Fluorocarbon

Auch Fluorocarbon ist für den Schlaufenknoten geeignet. Da das Material häufig steifer als Monofil ist, fällt der Knoten bei großen Durchmessern entsprechend voluminös aus.

Ziehe den Knoten langsam fest und achte darauf, dass keine geknickten oder gequetschten Stellen entstehen.

Geflochtene Schnur

Der Schlaufenknoten kann auch mit geflochtener Schnur gebunden werden. Die tatsächliche Zuverlässigkeit hängt jedoch von Flechtung, Beschichtung und Durchmesser ab.

Glatte Geflechtschnur kann sich im Knoten anders verhalten als Monofil. Deshalb solltest du jede neue Schnurkombination mit einem kräftigen Zugtest prüfen. Rutscht der Knoten oder zieht er sich sichtbar nach, muss er neu gebunden oder durch eine geeignete Alternative ersetzt werden.

Video-Anleitung: Schlaufenknoten binden

Schlaufenknoten binden: Anleitung in 5 Schritten

Für die ersten Versuche benötigst du nur ein Stück Angelschnur und eine scharfe Angelschere oder einen Schnurknipser.

Schritt 1: Schnurende doppelt legen

Lege das Schnurende ungefähr 15 bis 20 Zentimeter zurück, sodass zwei Schnurstränge parallel nebeneinanderliegen.

Aus dem geschlossenen Bogen entsteht später die fertige Schlaufe. Lass beim Üben ausreichend Schnur stehen, damit du den Knoten bequem greifen kannst.

Schritt 2: Lockeren Überhandknoten formen

Forme mit der doppelt gelegten Schnur einen einfachen, lockeren Überhandknoten.

Ziehe ihn noch nicht zu. Die Knotenöffnung muss groß genug bleiben, damit du den Schlaufenbogen zweimal hindurchführen kannst.

Achte darauf, dass die beiden Schnurstränge möglichst parallel liegen und sich nicht verdrehen.

Schritt 3: Schlaufenbogen doppelt durchführen

Führe den geschlossenen Schlaufenbogen vollständig durch die Öffnung des lockeren Überhandknotens.

Halte die Knotenöffnung anschließend mit Daumen und Zeigefinger offen. Der Knoten darf noch nicht festgezogen werden.

Führe denselben Schlaufenbogen ein zweites Mal durch die Knotenöffnung.

Dieser zweite Durchgang ergibt den doppelten Schlaufenknoten. Kontrolliere danach, ob die Schnurabschnitte sauber liegen und sich nicht überkreuzen.

Schritt 4: Schlaufe einstellen und Knoten festziehen

Stelle die gewünschte Größe der Schlaufe ein, solange der Knoten noch locker ist.

Feuchte die Knotenstelle anschließend mit Wasser oder etwas Speichel an. Ziehe langsam und gleichmäßig an:

  • der fertigen Schlaufe,
  • der stehenden Schnur,
  • und dem kurzen Schnurende.

Der Knoten sollte sich gleichmäßig zusammenziehen. Entstehen überkreuzte oder gequetschte Schnurabschnitte, öffne ihn und beginne neu.

Prüfe die fertige Schlaufe mit einem kräftigen Zugtest. Schneide das kurze Ende erst danach ab und lasse bei Monofil oder Fluorocarbon ungefähr zwei bis drei Millimeter als Reserve stehen.

Wie groß sollte die Schlaufe sein?

Die passende Schlaufenlänge hängt davon ab, wofür du sie verwenden möchtest.

Für kompakte Vorfachverbindungen reicht meist eine kleine Endschlaufe. Soll ein Wirbel, Feederkorb oder anderes Bauteil vollständig durch die Schlaufe geführt werden, muss sie entsprechend größer ausfallen.

Lege die Größe vor dem endgültigen Festziehen fest. Danach lässt sie sich nicht mehr sinnvoll verändern.

Eine unnötig große Schlaufe kann sich leichter verfangen. Eine zu kleine Schlaufe erschwert dagegen das Wechseln des Vorfachs oder Zubehörs.

Schlaufe-in-Schlaufe-Verbindung herstellen

Mit zwei Endschlaufen kannst du ein Vorfach ohne zusätzlichen Wirbel mit einer Montage verbinden.

So funktioniert die Verbindung:

1. Führe die Schlaufe des Vorfachs durch die Schlaufe der Hauptschnur oder Montage.

2. Stecke anschließend das vollständige Vorfach durch seine eigene Schlaufe.

3. Ziehe beide Schnurteile langsam auseinander.

4. Kontrolliere, ob sich die Schlaufen sauber ineinandergelegt haben.

Beim Durchführen eines Vorfachs mit Haken solltest du den Haken sicher festhalten. So vermeidest du Verletzungen und verhinderst, dass er sich in Kleidung oder Ausrüstung verfängt.

Zum Lösen schiebst du beide Schlaufen wieder gegeneinander und führst das Vorfach in umgekehrter Reihenfolge zurück.

Das brauchst du zum Üben

Zum Üben reichen:

  • ein Stück Monofil oder Fluorocarbon
  • eine scharfe Angelschere oder ein Schnurknipser
  • ein vorbereitetes Vorfach oder ein Wirbel zum Testen

Für die spätere Montage müssen Schnurmaterial und Tragkraft zur Angelmethode und zum Zielfisch passen.

Passende Vorfachschnüre, Wirbel, Karabiner und Schnurwerkzeuge findest du im Fishing-King Shop.

Fazit: Einfacher Knoten für eine feste Endschlaufe

Der Schlaufenknoten ist eine schnell gebundene Endschlaufe für Vorfächer und einfache Montagen.

Du legst die Schnur doppelt, formst einen lockeren Überhandknoten und führst den Schlaufenbogen zweimal durch die Öffnung. Anschließend stellst du die Größe ein, feuchtest den Knoten an und ziehst ihn gleichmäßig fest.

Für eine kompaktere Endschlaufe, eine bewegliche Köderanbindung oder einen Seitenarm gibt es speziellere Knoten. Der Schlaufenknoten überzeugt dagegen durch seinen einfachen Aufbau und die leichte Handhabung.

Häufige Fehler beim Schlaufenknoten

Ein einzelner Durchgang ergibt lediglich einen einfachen Überhandknoten in der doppelt gelegten Schnur. Für den hier beschriebenen Schlaufenknoten wird der geschlossene Schlaufenbogen zweimal durch dieselbe Knotenöffnung geführt.

Lege die gewünschte Länge fest, solange der Knoten noch locker ist. Nach dem vollständigen Festziehen lässt sich die Schlaufe nicht mehr sauber anpassen.

Beim Festziehen entsteht Reibung. Feuchtigkeit hilft dabei, die Schnurabschnitte kontrolliert aneinander vorbeigleiten zu lassen und das Material zu schonen.

Schneide das Ende nicht unmittelbar am Knoten ab. Eine kleine Reserve verhindert, dass bereits eine geringe Setzbewegung bis an die Schnittkante reicht.

Kontrolliere jede neue Schlaufe vor dem Einsatz. Der Knoten darf unter kräftigem Zug nicht rutschen oder seine Form verändern.

FAQ zum Schlaufenknoten

Der hier erklärte Schlaufenknoten erzeugt eine feste Schlaufe am Ende einer Angelschnur. Er besteht aus einem doppelten Überhandknoten in einer doppelt gelegten Schnur.

Ja. Im deutschsprachigen Angelbereich wird diese Variante unter anderem Schlaufenknoten, Chirurgenknoten, Chirurgenschlaufe oder doppelter Schlaufenknoten genannt.

Der geschlossene Schlaufenbogen wird zweimal durch die Öffnung des lockeren Überhandknotens geführt.

Ja. Mit monofiler Schnur lässt sich der Knoten besonders einfach binden und kontrolliert festziehen.

Ja. Bei dickem oder steifem Fluorocarbon fällt der Knoten allerdings relativ groß aus. Ziehe ihn langsam und gleichmäßig fest.

Er kann mit Geflecht funktionieren. Da sich Flechtung und Beschichtung je nach Schnur unterscheiden, muss die fertige Schlaufe sorgfältig auf Rutschen geprüft werden.

Dabei werden zwei Endschlaufen ineinandergeführt. So lassen sich beispielsweise ein Vorfach und eine Montage ohne zusätzlichen Wirbel verbinden.

Sie sollte nur so groß sein, wie es für den vorgesehenen Einsatz nötig ist. Für ein Bauteil, das komplett durch die Schlaufe geführt werden muss, brauchst du entsprechend mehr Länge.

Bei Monofil oder Fluorocarbon sind ungefähr zwei bis drei Millimeter eine sinnvolle Reserve. Prüfe den Knoten nach dem Kürzen erneut.

Begriffe in diesem Artikel

Vorfach
Das dünnere, unauffälligere Schnurstück zwischen Hauptschnur und Haken. Es ist die Sollbruchstelle der Montage und schützt bei einem Hänger den Rest der Schnur.
Fluorocarbon
Schnurmaterial, das das Licht ähnlich bricht wie Wasser und dem Fisch deshalb weniger auffällt. Vor allem als Vorfach im Einsatz.
Hauptschnur
Die Schnur auf der Rolle — sie verbindet Rute und Montage und trägt die gesamte Last beim Drill.