Angeln im Herbst: Die beste Angelsaison?

Der Herbst ist für Angler eine der besten Jahreszeiten. Die sinkenden Temperaturen und die sich verändernden Lichtverhältnisse aktivieren die Raubfische und machen sie besonders aggressiv. Was das für das Angeln in den Monaten Oktober und November bedeutet, liest du hier.
Inhaltsverzeichnis
Darum ist der Herbst gut zum Angeln
Biologisches Verhalten der Fische
In den Herbstmonaten Oktober und November laufen viele Prozesse in den Gewässern ab, die das Verhalten der Fische beeinflussen und dir beim Angeln helfen können:
- Wassertemperatur: Die kühleren Temperaturen veranlassen die Fische, sich auf den Winter vorzubereiten. Raubfische wie Zander, Hecht und Barsch fressen sich Reserven an und sind daher aktiver und aggressiver bei der Nahrungssuche.
- Sauerstoffgehalt: Im Herbst sinken die Wassertemperaturen, was zu einem höheren Sauerstoffgehalt führt. Dies stimuliert den Stoffwechsel der Fische, wodurch sie vermehrt auf Nahrungssuche gehen.
- Weniger natürliches Futter: Da Insekten und kleine Fische sich zurückziehen oder sterben, wird das Nahrungsangebot knapper. Dies zwingt die Raubfische, aktiver auf Beutezug zu gehen, wodurch sie anfälliger für Kunstköder sind.
Richtige Köderführung
Im Herbst ist es wichtig, den Köder langsamer zu führen als im Sommer. Die Fische reagieren besser auf gleichmäßige und langsame Bewegungen des Köders. Besonders bei kälteren Wassertemperaturen ist es ratsam, den Köder in verschiedenen Tiefenbereichen anzubieten und regelmäßig die Geschwindigkeit zu variieren.

Hotspots zum Angeln im Herbst
- Flussmündungen und Brücken: Diese Gebiete bieten Schutz und Nahrung für kleinere Fische, weshalb Raubfische wie Zander und Barsche sich hier oft aufhalten.
- Seerosenfelder und Schilfzonen: Diese Zonen sind besonders für Hechte attraktiv, die gerne in der Nähe von Verstecken lauern.
- Tieferes Wasser in Seen: Besonders Zander und Hechte suchen im Herbst tiefere Bereiche auf. Führe deine Köder in diesen Zonen langsam über den Grund.

Zielfische im Herbst
Raubfische wie Hecht, Zander und Barsch nutzen die klare Herbstzeit, um Beutefische zu jagen. Der Hecht zieht in flachere, krautige Bereiche, während Zander tiefer stehen und auf ruhig geführte Köder reagieren. Barsche bilden Schwärme und lassen sich gezielt mit kleinen Kunstködern überlisten.
Das Angeln im Oktober und November gilt daher als eine der besten Zeiten des Jahres: Die Fische sind aktiv, das Wasser klar, und wer ihr Verhalten versteht, hat beste Chancen auf einen erfolgreichen Angeltag.
Angeln auf Raubfische im Herbst

Auf Zander im Herbst angeln
Zander gehören zu den beliebtesten Raubfischen unter Anglern, und besonders im Herbst sind die Chancen auf große Fänge ausgezeichnet. Zander bevorzugen kühlere Wassertemperaturen und werden bei sinkenden Temperaturen besonders aktiv, da sie sich auf die kalte Jahreszeit vorbereiten und entsprechend mehr Nahrung aufnehmen.
Fangstrategie für Zander im Herbst
Das Angeln auf Zander erfordert in erster Linie Geduld und eine gute Kenntnis des Gewässers. Im Herbst ziehen Zander oft in tiefere Gewässerbereiche, da dort das Wasser stabiler und kühler ist.
Wo stehen Zander im Herbst?
Angler sollten sich auf tiefe Rinnen, Löcher und Kanten konzentrieren, da Zander dort auf Beute lauern. Besonders in Flüssen sind Stellen mit Strömungskanten oder Brückenpfeiler ideale Fangplätze. Auch große Seen, die tiefere Zonen aufweisen, sind perfekt geeignet, da sich Zander dort gerne aufhalten.
Tipp: Warte bis zur Dämmerung
Eine der wichtigsten Fangzeiten ist die Dämmerung. Zander sind nachtaktive Jäger und werden in den frühen Morgenstunden oder am Abend besonders aktiv. Wir empfehlen dir daher, während dieser Zeiten zu angeln, da Zander dann auf Futtersuche gehen.
Zanderköder und Köderführung im Herbst
Für das Angeln auf Zander eignen sich vor allem größere Gummiköder, da diese die natürlichen Beutefische wie Rotaugen oder kleine Barsche imitieren. Gummiköder in den Größen zwischen 10 und 15 cm sind optimal, da sie groß genug sind, um die Aufmerksamkeit der Zander zu erregen. Es ist wichtig, den Köder am Grund zu führen, da Zander oft bodennah jagen. Jigköpfe mit einem Gewicht von 10 bis 20 Gramm helfen dabei, den Köder auf die richtige Tiefe zu bringen und ihn langsam über den Grund zu ziehen.
Neben Gummiködern sind auch Wobbler und Twitchbaits erfolgreich, besonders wenn sie in den Abendstunden oder bei trübem Wasser verwendet werden. Wobbler, die in Tiefen von 2 bis 4 Metern laufen, sind besonders effektiv, da sich genau die Beute des Zanders aufhält.
Die Faulenzertechnik
Eine besonders effektive Technik ist das sogenannte „Faulenzen“: Dabei führst du den Gummifisch durch leichte Sprünge über den Grund. Zwischen den Sprüngen lässt du den Köder immer wieder auf den Boden sinken. Mit dieser Methode imitierst du einen verletzten oder kranken Fisch, der für den Zander eine leichte Beute darstellt.

Im Herbst auf Barsch angeln
Barsche gehören zu den am häufigsten gefangenen Raubfischen und sind im Herbst besonders aktiv. In dieser Jahreszeit ziehen sie in großen Schwärmen durch das Wasser und jagen kleinere Fische, die sich im flacheren Uferbereich aufhalten. Barsche sind oft im Schwarm unterwegs, was bedeutet, dass du mit der richtigen Technik mehrere Fische hintereinander fangen kannst.
Fangstrategie für Barsche im Herbst
Du beginnst deine Jagd nach Barschen oft an den Uferzonen, die eine natürliche Struktur aufweisen, wie beispielsweise Brücken, Schilfbänke oder untergetauchte Bäume. In diesen Bereichen halten sich die Beutefische des Barschs auf, wie kleine Rotaugen oder andere Weißfische. Barsche folgen diesen Schwärmen und jagen oft in Gruppen.
Tipp: Mittags besonders Aktiv
Im Herbst sind Barsche besonders in den Mittagsstunden aktiv, wenn sich das Wasser etwas erwärmt hat.
Köderwahl für Barsche im Herbst
Für das Angeln auf Barsche eignen sich kleinere Köder, die ihre natürliche Beute imitieren. Gummifische in Größen von 5 bis 10 cm sind ideal. Besonders effektiv sind Gummifische mit schlanker Form, die kleinen Fischen ähneln. Diese Köder solltest du in zügigen, aber gleichmäßigen Bewegungen führen, um den Jagdinstinkt der Barsche zu wecken. Kleine Wobbler, die in flacheren Wasserzonen laufen, sind ebenfalls sehr erfolgreich. Mit diesen Ködern imitierst du flüchtende Beutefische, was durch kleine Zupfer und Pausen noch realistischer wirkt. Besonders in den frühen Herbstmonaten, wenn das Wasser noch relativ warm ist, sind Spinnerbaits und Blinker eine gute Wahl. Sie erzeugen durch ihre rotierenden Blätter Vibrationen im Wasser, die die Barsche anlocken.
Auch das Angeln auf Barschmit natürlichen Ködern, wie kleinen Würmern oder Maden, kann im Herbst sehr erfolgreich sein. Diese Methode ist besonders gut für Anfänger geeignet, da sie wenig technisches Können erfordert.
Das VertikAlangeln
Eine der effektivsten Angelmethoden um Barsche zu fangen, ist das Vertikalangeln oder das sogenannte „Dropshotting“. Diese Technik ermöglicht es, den Köder direkt über den Grund zu führen, wo sich die Barsche oft aufhalten. Der Vorteil dieser Methode ist, dass du den Köder sehr präzise an den Standorten der Barsche anbieten kannst, ohne dass du große Bereiche absuchen musst.

Hecht angeln im Herbst
Der Hecht ist bekannt für seine Größe und Aggressivität und wird daher von vielen Anglern als der „König der Raubfische“ angesehen. Im Herbst sind Hechte besonders aktiv, da sie sich auf die kalte Jahreszeit vorbereiten und größere Beutefische jagen, um sich Fettreserven anzulegen. Das macht diese Jahreszeit ideal, um gezielt auf große Hechte zu fischen.
Hechtköder im Herbst
Im Herbst solltest du auf große, auffällige Köder setzen, da Hechte in dieser Jahreszeit nach größeren Beutefischen suchen. Spinnerbaits, Blinker und Jerkbaits in Größen von 15 bis 25 cm sind ideal. Diese Köder erzeugen starke Bewegungen und Vibrationen im Wasser, die die Aufmerksamkeit der Hechte auf sich ziehen.
Auch Farben spielen eine wichtige Rolle bei der Wahl des richtigen Köders. In klarem Wasser funktionieren natürliche Farben wie Silber oder Grün sehr gut, während in trüben Gewässern auffällige Farben wie Rot oder Gelb erfolgreicher sind.
Fangstrategie für Hechte im Herbst
Hechte reagieren besonders gut auf Köder, die unregelmäßig geführt werden, da sie verletzte Fische simulieren, die leichte Beute darstellen. Sie lauern oft in der Nähe von Strukturen wie umgestürzten Bäumen, Seerosenfeldern oder Schilfbänken. Diese Stellen bieten Schutz und Deckung, von wo aus der Hecht blitzschnell auf Beute zuschlagen kann. Im Herbst ziehen Hechte oft in tiefere Gewässerbereiche, besonders wenn die Wassertemperaturen stark sinken. In dieser Zeit ist es wichtig, die richtigen Hotspots zu finden, wie zum Beispiel tiefe Rinnen oder Kanten in Seen oder Flüssen.
Tipp: Schleppangeln mit Kunstködern
Eine der erfolgreichsten Methoden, Hechte zu fangen, ist das Schleppangeln mit großen Kunstködern. Dabei wird der Köder hinter dem Boot hergezogen, was dem Hecht einen flüchtenden Beutefisch vorgaukelt. Eine weitere effektive Technik ist das Angeln mit Jerkbaits. Diese Köder führst du in unregelmäßigen Bewegungen und imitierst so verletzte Fische, was den Hecht zu einem Angriff verleitet.
Produkte von Fishing-King für die Herbstsaison
Neben den spezifischen Angelsets bietet Fishing-King auch nützliche Tools, die dir helfen, deine Ausbeute im Herbst zu maximieren:
- Starke Angelrollen: Eine zuverlässige Bremse ist entscheidend, um auch größere Raubfische sicher zu landen.
- Multifunktionale Kescher: Besonders bei schwer zugänglichen Stellen wie Schilfzonen sind unsere Kescher unverzichtbar.

Passende YouTube-Videos von Fishing-King
Für zusätzliche Tipps und Techniken kannst du auf die folgenden Videos von Fishing-King zurückgreifen:
zum Fishing-King Youtube-Kanal
Du siehst, der Herbst ist eine tolle Saison um erfolgreich auf Raubfische zu angeln. Wir wünschen dir viel Erfolg und Petri beim Angeln auf Zander, Hecht, Barsch und Co. im Herbst!
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