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Der Bezirk Bergisches Land (NRW) stellt sich vor

Viele Neuangler, die frisch ihren Fischereischein gemacht haben, stellen sich oft die Frage, wann und wo sie angeln gehen können. Am besten natürlich in ihrer Nähe und am besten so einfach wie möglich.

Um euch hier ein wenig die Arbeit abzunehmen, stellen wir in unserem Blog immer wieder bestimmte Bezirke vor, damit ihr einen Einblick in die vielfältigen Angelmöglichkeiten in eurer Region erhaltet. 

Vor kurzem war unser Produkt-Manager Sören Schilasky zu Besuch beim Bezirksvorstand des Bezirks Bergisches Land in der Nähe von Wuppertal – in NRW. Hier hat er sich mit Helmut Wuttke getroffen, dem ersten Vorsitzenden des Bezirksvorstands und 2. Vorsitzenden des traditionsreichen Angelvereins „Bergischer Fischereiverein 1889 e. V.“. Zusammen haben die beiden ein Video für euch produziert, in dem einmal dieser einzigartige Bezirk vorgestellt wird.

Neben der Wupper gibt es nämlich mehr als nur diesen einen Fluss im bergischen Land. Die schöne, sehr naturnahe Region bietet zahlreiche Möglichkeiten bzgl. des Angelns. Nicht nur an Flüssen und Bächen, sondern auch an Stauseen, Baggerseen und Naturseen. Besonders die intakte Natur rund um die Gewässer macht das Angeln hier einzigartig (wie du im Video eindrucksvoll sehen kannst).

Der zuständige Verband ist der Rheinische Fischereiverband, er organisiert 16 Bezirke in NRW. Zusammen mit dem Verband und den einzelnen Angelvereinen wird dafür gesorgt, dass alles rund ums Angeln auch noch in Jahrzehnten möglich sein wird. Als große Naturschutzorganisation organisieren Verband und Vereine Besatzmaßnahmen, Hegefischerei, Gewässeranalysen und vieles mehr, was dazu beiträgt, dass es nicht nur für uns Angler besser wird, sondern für alle Menschen und Tiere in der Umgebung. Durch diese Maßnahmen begegnet man nicht nur Anglern am Wasser, sondern auch Waschbären, Bibern und Eisvögeln.

Besonders erstaunlich ist das, wenn man bedenkt, dass die Wupper vor einigen Jahrzehnten noch als einer schmutzigsten Flüsse Deutschlands galt. Durch Abwassereinspeisung der Industrie hat die Wasserqualität im Laufe der Industrialisierung erheblich gelitten. Inzwischen schwimmen wieder zahlreiche Forellen und Äschen in der Wupper, was ein bemerkenswertes Beispiel für erfolgreiche Renaturierung ist.

Eine weitere laufende Erfolgsstory des Bezirks ist die Wiederansiedlung von fast ausgestorbenen Fischarten in heimischen Gewässern. So verfügt der Bezirk über ein eigenes Bruthaus für Atlantische Lachse, die immer wieder erfolgreich in der Wupper besetzt werden. 

Aber nicht nur der atlantische Lachs, sondern auch andere Wanderfische, wie die Meerforelle, wurden bereits erfolgreich angesiedelt und „Heimkehrer“ beobachtet.

Weiterführende Informationen zum Wanderfischprogramm gibt’s beim BFV1889:
http://www.bfv1889ev.de/wanderfischprogramm/bruthaus/index.html

Alle Bezirke des Rheinischen Fischereiverbandes findest du unter:
https://rhfv.de/index.php?id=13

News und Termine des Bezirks Bergisch Land findest du unter:
https://rhfv.de/index.php?id=336

Eine Liste aller Vereine findest du hier:
https://rhfv.de/index.php?id=407

Gastkarten könnt ihr im Internet erstehen unter:
https://www.meineangelkarte.de/login.aspx?ReturnUrl=%2fPages%2fAngler%2fAngelkarte_2_Datum.aspx%3fGewaesserID%3d104&GewaesserID=1

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Der Maifisch – ein vergessener Wanderfisch

Aufgrund von Flussbegradigungen und Verbauung von Flussläufen ist der Lebensraum Fluss schon lange nicht mehr so, wie er natürlich war. In ganz Europa gibt es nur noch eine Hand voll Flussläufen, die noch in ihrer natürlichen Form vorzufinden sind. Darunter leiden besonders Tiere, die auf einen natürlichen, unverbauten Lauf angewiesen sind, z.B. Wanderfische wie Aal, Lachs oder der viel unbekanntere Maifisch.

Der Maifisch gehört zur Familie der Heringe und kann beachtliche Größen von bis zu 60 – 70 cm erreichen. Den größten Teil seines Lebens verbringt er im Meer, wandert dann aber im Alter von 3 – 8 Jahren zum Laichen in die Flüsse ab (ähnlich wie Lachs und Meerforelle). In Deutschland war der Fisch besonders im Rhein und seinen Zuläufern beheimatet, ist aber durch Überfischung und Verbauung im Rhein seit den 1960er Jahren ausgestorben.

Ein prächtiges Exemplar eines Maifischs aus Portugal. Vorgestellt vom Poller Heimatkundler Hans Burgwinkel

Am 06.06.2019 fand am Kölner Rhein der jährliche feierliche Besatz von Maifischen statt. Zu Gast waren mehrere prominente Gäste wie die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz Ursula Heinen-Esser oder die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Köln Elfi Scho-Antwerpes.

Zumindest der Ausblick lohnt sich für die Maifischlarven beim Poller Maigeloog

Der jährliche Besatz von Maifischen ist ein echtes Erfolgsprojekt. Begonnen wurde das Projekt im Jahr 2008. Damals noch als EU-Life Projekt, heute als „länderübergreifendes Maifischprojekt“. Im Rahmen des Projektes wurden in den letzten 10 Jahren über 13 Millionen Maifischlarven Rhein ausgesetzt. Die Larven hierbei stammen aus französischer Zucht, im französischen Gironde-Garonne-Dordógne-System gibt es eine der wenigen noch wilden Populationen des seltenen Maifisches, daher werden Elterntiere dieser Population für die Zucht genutzt.

Prof. Dr. Stefan Stoll vom Umwelt-Campus Birkenfeld mit einer Portion Maifischlarven im Messbecher

Mittlerweile konnte das Projekt bereits gute Erfolge feiern, so konnten in den letzten Jahren über 750 adulte Maifische im Rheinsystem gesichtet werden. Das tatsächliche Maß der Population wird aller Wahrscheinlichkeit die 750 noch weit überschreiten.

Einer der wichtigsten Verfahren um den Erfolg des Projektes zu messen ist, wie überall in der Wissenschaft, eine gute Dokumentation. Da der Rhein aber riesig ist und der Maifisch im Vergleich sehr klein ist, ist eine Dokumentation von den spannenden Maifischpaarungs-Events sehr selten. Wer also nachts am Rhein unterwegs ist und einmal in den Genuss kommt, ein solches Laichspektakel zu beobachten, der meldet sich am besten beim RhFV mit dem Zeitpunkt der Beobachtung (siehe Bild – STUDENT SCIENCE)

Federführend für das Maifischprojekt ist der Wissenschaftler des RhFV Dr. Andreas Scharbert. Zusammen mit unserem hausinternen Biologen Sören Schilasky hat er ein kleines Video rund um den Maifisch und das Maifischprojekt gedreht (siehe oben).

Der Rheinische Fischereiverband organisiert zahlreiche Umweltprojekte nicht nur für den Maifisch

Weiterführende Links:

https://www.umwelt-campus.de/projekt-maifisch/

https://rhfv.de

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