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Der Bezirk Bergisches Land (NRW) stellt sich vor

Viele Neuangler, die frisch ihren Fischereischein gemacht haben, stellen sich oft die Frage, wann und wo sie angeln gehen können. Am besten natürlich in ihrer Nähe und am besten so einfach wie möglich.

Um euch hier ein wenig die Arbeit abzunehmen, stellen wir in unserem Blog immer wieder bestimmte Bezirke vor, damit ihr einen Einblick in die vielfältigen Angelmöglichkeiten in eurer Region erhaltet. 

Vor kurzem war unser Produkt-Manager Sören Schilasky zu Besuch beim Bezirksvorstand des Bezirks Bergisches Land in der Nähe von Wuppertal – in NRW. Hier hat er sich mit Helmut Wuttke getroffen, dem ersten Vorsitzenden des Bezirksvorstands und 2. Vorsitzenden des traditionsreichen Angelvereins „Bergischer Fischereiverein 1889 e. V.“. Zusammen haben die beiden ein Video für euch produziert, in dem einmal dieser einzigartige Bezirk vorgestellt wird.

Neben der Wupper gibt es nämlich mehr als nur diesen einen Fluss im bergischen Land. Die schöne, sehr naturnahe Region bietet zahlreiche Möglichkeiten bzgl. des Angelns. Nicht nur an Flüssen und Bächen, sondern auch an Stauseen, Baggerseen und Naturseen. Besonders die intakte Natur rund um die Gewässer macht das Angeln hier einzigartig (wie du im Video eindrucksvoll sehen kannst).

Der zuständige Verband ist der Rheinische Fischereiverband, er organisiert 16 Bezirke in NRW. Zusammen mit dem Verband und den einzelnen Angelvereinen wird dafür gesorgt, dass alles rund ums Angeln auch noch in Jahrzehnten möglich sein wird. Als große Naturschutzorganisation organisieren Verband und Vereine Besatzmaßnahmen, Hegefischerei, Gewässeranalysen und vieles mehr, was dazu beiträgt, dass es nicht nur für uns Angler besser wird, sondern für alle Menschen und Tiere in der Umgebung. Durch diese Maßnahmen begegnet man nicht nur Anglern am Wasser, sondern auch Waschbären, Bibern und Eisvögeln.

Besonders erstaunlich ist das, wenn man bedenkt, dass die Wupper vor einigen Jahrzehnten noch als einer schmutzigsten Flüsse Deutschlands galt. Durch Abwassereinspeisung der Industrie hat die Wasserqualität im Laufe der Industrialisierung erheblich gelitten. Inzwischen schwimmen wieder zahlreiche Forellen und Äschen in der Wupper, was ein bemerkenswertes Beispiel für erfolgreiche Renaturierung ist.

Eine weitere laufende Erfolgsstory des Bezirks ist die Wiederansiedlung von fast ausgestorbenen Fischarten in heimischen Gewässern. So verfügt der Bezirk über ein eigenes Bruthaus für Atlantische Lachse, die immer wieder erfolgreich in der Wupper besetzt werden. 

Aber nicht nur der atlantische Lachs, sondern auch andere Wanderfische, wie die Meerforelle, wurden bereits erfolgreich angesiedelt und „Heimkehrer“ beobachtet.

Weiterführende Informationen zum Wanderfischprogramm gibt’s beim BFV1889:
http://www.bfv1889ev.de/wanderfischprogramm/bruthaus/index.html

Alle Bezirke des Rheinischen Fischereiverbandes findest du unter:
https://rhfv.de/index.php?id=13

News und Termine des Bezirks Bergisch Land findest du unter:
https://rhfv.de/index.php?id=336

Eine Liste aller Vereine findest du hier:
https://rhfv.de/index.php?id=407

Gastkarten könnt ihr im Internet erstehen unter:
https://www.meineangelkarte.de/login.aspx?ReturnUrl=%2fPages%2fAngler%2fAngelkarte_2_Datum.aspx%3fGewaesserID%3d104&GewaesserID=1

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Matthias Kabel, der Geschäftsführer des LAV Sachsen-Anhalt, stellt sich und den Verband vor

Brassenangeln an der Elbe – Eine Vorstellung des LAV Sachsen-Anhalt

Ende Juni war das Team von Fishing-King zusammen mit dem Geschäftsführer des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt in Magdeburg an der Elbe. Bei hervorragendem Wetter wurde mit der Feeder- und Grundmontage auf Brassen geangelt. Eins können wir euch bereits verraten: an kapitalen Brassen hat es nicht gefehlt.

Was macht so ein Anglerverband eigentlich?

Angelverbände wie der LAV Sachsen-Anhalt sind für uns Angler eine der wichtigsten Institutionen die es gibt, damit wir unser tolles Hobby auch noch in Zukunft so gut, oder besser, ausüben können. Der LAV hat sich auf die Fahnen geschrieben dafür zu sorgen, dass das waidgerechte Angeln in Einheit mit dem Biotop- und Artenschutz steht. Der Verband möchte sich für den Schutz und die Förderung der gesamten Natur einsetzen, insbesondere natürlich der Gewässer und der mit ihnen verbundenen Ökosysteme. Durch aktive Maßnahmen wie Besatz, Hegeangeln und Aussprechen von Schonzeiten, Mindestmaßen und vielen anderen Maßnahmen kann der Verband in Zusammenarbeit mit Biologen, anderen Verbänden, auf nationaler und internationaler Ebene einen starken Beitrag zur Erhaltung und Schaffung einer lebensfähigen und artenreichen Natur und Umwelt leisten.

Neben dem angewandten Umweltschutz setzt sich der Verband aber auch für die Interessen seiner Mitglieder ein, also der Angelvereine und damit aller Angler. Denn wenn du einem Angelverein angehörst, gehörst du normalerweise dem Verband an. Was eigentlich nur Vorteile hat! Zusätzlich zu einem Versicherungsschutz, hat ein Mitglied Zugang zu exklusiven Gewässern und spart sehr schnell sehr viel Geld. Sucht euch also am besten einen Angelverein in eurer Nähe, solltet ihr noch in keinem sein.

Wie genau funktionieren die Naturschutzmaßnahmen des LAV Sachsen-Anhalts?

Bei einer Bewirtschaftungsfäche von über 12.000 ha, die sich auf etwa 1.200 Gewässer verteilen, kommt sehr schnell ein ganzer Haufen Arbeit zustande. Um das zu bewerkstelligen, leisten die Mitglieder des LAV jährlich über 500.000 Arbeitsstunden zur Pflege und dem Erhalt ihrer Gewässer. Rechnet man mit dem Mindestlohn, entspricht das einem ungefähren monetären Wert von 4,6 Mio. Euro. Das und die große Mitgliederzahl von mehr als 40.000 Mitgliedern macht den LAV Sachsen-Anhalt zur größten Umweltschutzorganisation des Landes! Das kommt natürlich nicht nur den Anglern, sondern allen Nutzern der Gewässer und ihrer Umwelt zu Gute.

Besonders erwähnenswert sind die sehr erfolgreichen Wiederansiedlungsprogramme für den europäischen Lachs und die Meerforelle, z.B. in der Nuthe, Jeeze, der Elbe und ihren Nebenläufern.

Aber nicht nur für populäre Fischarten wie den Lachs oder die vielerorts z.T. übermäßigen Besatzmaßnahmen von Zandern, Schleien und Karpfen engagiert sich der Verband, sondern mit besonderem Augenmerk auch für den Besatz von sog. Biotopfischen. Also anglerisch „uninteressanten“ Arten, wie dem Bitterling, dem Moderlieschen oder dem Schlammpeitzger, da diese Fische einen essentiellen Bestandteil in einem natürlichen Ökosystem darstellen. Ein naturnaher Fischbestand ist mit der Hege, wie sie häufig praktiziert wurde, nicht zu erreichen und das Hegeziel sollte immer noch einen möglichst naturnahen, artenreichen, gesunden und ausgeglichenen Fischbestand zu erhalten und/oder wiederherzustellen.

Neben dem Umweltschutz leistet der LAV einen großen Einsatz im Jugendbereich. Rund 4.300 jugendliche Angler sind bereits im Verband organisiert. Wie bei nahezu allen gesellschaftlichen Prozessen ist das eine der wichtigsten Arbeitspunkte. Denn ohne einen guten Nachwuchs schrumpfen selbst die stärksten und größten Organisationen kontinuierlich.

Gerade hier meldet der Verband aber verstärkt Rückgänge, insbesondere in urbanen Regionen interessieren sich Jugendliche häufig weniger für die Natur und ruhigere Hobbies wie das Angeln. Zumindest wissen sie nicht, dass es mindestens genau so aufregend sein kann, wie der vermehrte Zuwachs von Influencern im Bereich des Angelns zeigt. Das Angeln mehr als nur herumsitzende alte Männer ist, wird mehr und mehr in ein neues Licht gerückt.

Das hier ein Trend abzusehen ist zeigen ja auch jüngste Ergebnisse in der Politik. Nachhaltigkeit, bewusstes Erleben der Natur und Umweltschutz rücken mehr und mehr in ein breites Interesse der Bevölkerung. Auch hier leistet der Verband durch frühzeitige Umweltbildung einen entscheidenden Beitrag. Viele ehrenamtliche Betreuer organisieren Veranstaltungen vielfältigster Art, wie z.B. das jährliche stattfindende Verbandsjugendlager. Dadurch hat sich innerhalb des Verbandes sogar eine eigene Verbandsjugend organisieren können.

https://www.lav-sachsen-anhalt.de/index.php/jugend-im-lav/jugendlager

Neben vielen Jugendlichen werden von einer Vielzahl der Bevölkkerung Angler aber immer noch als eher altmodisch und unangenehm empfunden, was können wir Angler tun, um dieses Image zu verbessern?

„Grundsätze die jeder Angler einhalten sollte:

  • keinen Müll am Gewässer zurücklassen, auch wenn es nicht der eigene Müll ist!
  • keine Fische vorsätzlich oder fahrlässig schädigen, verletzen oder unnötigen Qualen aussetzen! (auch keine Fische am Gewässer schlachten)
  • nicht die Ufervegetation schädigen (Sträucher oder Äste abknicken, Schilf oder Röhrichte außerhalb der dafür vorgesehenen Zeiten schneiden) 
  • Keine Wasservögel oder andere dort ansässige Tiere stören
  • nicht mit dem Auto bis direkt an das Gewässer heranfahren (auslaufende Betriebsstoffe etc.)
  • nicht stark alkoholisiert dort „verweilen oder herumliegen“, keine laute Musik hören und sich nicht am Gewässer für vermeintlich die nächsten 3 Monate einrichten
  • strikte Einhaltung der Gewässerordnung und gegenseitige Rücksichtnahme! 

Mehr Öffentlichkeitsarbeit durch unsere Mitgliedsvereine ist hier von Nöten, um unsere Außenwirkung und Wahrnehmung in der Bevölkerung wieder zu verbessern, nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber!

Wir können noch so viel Müll und Schrott sammeln, mühselig viele Fischarten wieder ansiedeln und jährlich tausende ehrenamtliche Arbeitsstunden für die Erhaltung und Wiederherstellung unserer Gewässer aufwenden, wenn irgendwo an einem Gewässer Müll entdeckt wird oder Jugendliche grillen und eine Party feiern, fällt dies in der Regel auf „die Angler“ zurück.“

Sagt Matthias Kabel, Geschäftsführer des LAV Sachsen Anhalt. Das gesamte Interview findet ihr ganz oben:

Weiterführende Links:

https://www.bild.de/partner/ratgeber/ratgeber/angeln-ist-trend-alles-was-sie-zum-losfischen-wissen-muessen-62726978.bild.html?fbclid=IwAR1_vLRPtRX9he7HEmikQpZ53kRh2jKCVFjbkXDUqsBxxgitE3U1cmTGkdk

https://www.lav-sachsen-anhalt.de

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Der Maifisch – ein vergessener Wanderfisch

Aufgrund von Flussbegradigungen und Verbauung von Flussläufen ist der Lebensraum Fluss schon lange nicht mehr so, wie er natürlich war. In ganz Europa gibt es nur noch eine Hand voll Flussläufen, die noch in ihrer natürlichen Form vorzufinden sind. Darunter leiden besonders Tiere, die auf einen natürlichen, unverbauten Lauf angewiesen sind, z.B. Wanderfische wie Aal, Lachs oder der viel unbekanntere Maifisch.

Der Maifisch gehört zur Familie der Heringe und kann beachtliche Größen von bis zu 60 – 70 cm erreichen. Den größten Teil seines Lebens verbringt er im Meer, wandert dann aber im Alter von 3 – 8 Jahren zum Laichen in die Flüsse ab (ähnlich wie Lachs und Meerforelle). In Deutschland war der Fisch besonders im Rhein und seinen Zuläufern beheimatet, ist aber durch Überfischung und Verbauung im Rhein seit den 1960er Jahren ausgestorben.

Ein prächtiges Exemplar eines Maifischs aus Portugal. Vorgestellt vom Poller Heimatkundler Hans Burgwinkel

Am 06.06.2019 fand am Kölner Rhein der jährliche feierliche Besatz von Maifischen statt. Zu Gast waren mehrere prominente Gäste wie die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz Ursula Heinen-Esser oder die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Köln Elfi Scho-Antwerpes.

Zumindest der Ausblick lohnt sich für die Maifischlarven beim Poller Maigeloog

Der jährliche Besatz von Maifischen ist ein echtes Erfolgsprojekt. Begonnen wurde das Projekt im Jahr 2008. Damals noch als EU-Life Projekt, heute als „länderübergreifendes Maifischprojekt“. Im Rahmen des Projektes wurden in den letzten 10 Jahren über 13 Millionen Maifischlarven Rhein ausgesetzt. Die Larven hierbei stammen aus französischer Zucht, im französischen Gironde-Garonne-Dordógne-System gibt es eine der wenigen noch wilden Populationen des seltenen Maifisches, daher werden Elterntiere dieser Population für die Zucht genutzt.

Prof. Dr. Stefan Stoll vom Umwelt-Campus Birkenfeld mit einer Portion Maifischlarven im Messbecher

Mittlerweile konnte das Projekt bereits gute Erfolge feiern, so konnten in den letzten Jahren über 750 adulte Maifische im Rheinsystem gesichtet werden. Das tatsächliche Maß der Population wird aller Wahrscheinlichkeit die 750 noch weit überschreiten.

Einer der wichtigsten Verfahren um den Erfolg des Projektes zu messen ist, wie überall in der Wissenschaft, eine gute Dokumentation. Da der Rhein aber riesig ist und der Maifisch im Vergleich sehr klein ist, ist eine Dokumentation von den spannenden Maifischpaarungs-Events sehr selten. Wer also nachts am Rhein unterwegs ist und einmal in den Genuss kommt, ein solches Laichspektakel zu beobachten, der meldet sich am besten beim RhFV mit dem Zeitpunkt der Beobachtung (siehe Bild – STUDENT SCIENCE)

Federführend für das Maifischprojekt ist der Wissenschaftler des RhFV Dr. Andreas Scharbert. Zusammen mit unserem hausinternen Biologen Sören Schilasky hat er ein kleines Video rund um den Maifisch und das Maifischprojekt gedreht (siehe oben).

Der Rheinische Fischereiverband organisiert zahlreiche Umweltprojekte nicht nur für den Maifisch

Weiterführende Links:

https://www.umwelt-campus.de/projekt-maifisch/

https://rhfv.de

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Erfolgreich auf Hecht mit Uli Beyer

So vermeidest Du die 7 häufigsten Fehler beim Hechtangeln – Teil 3: Köderführung & Position/Anhieb

 

Nach Teil 1 zum Thema Stellenwahl, Geräte-Auswahl und Vorfach, Teil 2 zu Köderwahl und Nachläufern geht es nun im letzten Teil um die Themen:

  1. Köderführung
  2. Position & Anhieb

1. Köderführung

„So verschieden, wie die Köder heute sind, so verschieden sind auch die Präsentationsmöglichkeiten“, erläutert Uli Beyer. DIE optimale Köderführung gibt es daher nicht. Eine Beobachtung, die der Hechtexperte jedoch vor allem bei Einsteigern auf diesen Zielfisch beobachtet, ist die zu schnelle Köderbewegung.

Zu Beginn wird vielleicht noch etwas variantenreicher gefischt, doch je länger nichts beißt, umso mehr schwindet die Konzentration – und umso schneller wird die Angelei.

Schwimmbad

„Hechte sind jedoch richtig faule Kandidaten“, erklärt Uli. Sie liegen auf der Lauer und spähen nach möglichst leichter Beute. Der Köder muss also langsam und „krank“ daherkommen. Ein quicklebendig wirkender Fisch, der flott im Wasser unterwegs ist, lockt den Hecht jedoch nicht aus der Reserve: viel zu anstrengend, da hinterher zu schwimmen.

Mit kurzen Zupfern und regelmäßigem „Stehenbleiben“ wird der Flitzer zum kranken Fischchen und rückt damit ins Beutemuster des Räubers. Das trifft insbesondere auf die älteren, großen Hechte zu, auf die es viele Angler ja abgesehen haben. Also immer mit der Ruhe und mit Konzentration. So lässt sich ein Gummifisch am Grund ebenso lebensnah präsentieren, wie ein Wobbler im Freiwasser.

Dem Köder und der Situation  angepasst angeln

Halte die Rute tiefer, wenn Du den Köder ebenfalls tiefer präsentieren möchtest oder viel Wind von der Seite in die Schnur drückt. Beim Angeln mit Gummifischen – wenn Du guten Kontakt zum Köder halten möchtest – gehst du mit der Angel auch bis in die 10- oder 11-Uhr-Position. Der Hintergrund: Schnur im Wasser erzeugt beim Anhieb einen größeren Widerstand. Deshalb ist es hier günstiger, wenn mehr Schnur aus dem Wasser heraus ist.

Willst Du den Köder etwas tiefer präsentieren (z.B. einen Gummifisch oder Wobbler), gehst du mit der Rutenspitze etwas herunter. Willst Du hingegen, dass der Köder Höher läuft – z.B. um über ein Krautfeld hinweg zu kommen – bewegst Du die Rutenspitze etwas nach oben.

2. Position & Anhieb

Doch die beste Köderpräsentation ist witzlos, wenn die Fische nicht „hängen bleiben“. Wie Du schon im 1. Teil erfahren hast, besteht die Kunst beim Hecht darin, ihn trotz seines extrem harten Mauls an den Haken zu bekommen.

Diesem Umstand müssen die Rutenposition und der Anhieb unbedingt Rechnung tragen, damit Kraft auch wirklich vorne auf dem Köder bzw. Haken wirken kann. Das bedeutet, dass der Winkel zwischen Rute und Schnur so groß wie möglich sein sollte – zwischen 100 und 180 ° (Rute und Schnur also fast in einer Linie).

Uli Beyer Hecht Anhieb setzen Fishing-King

Der Winkel zwischen Schnur und Rute sollte mit 120 bis fast 180 ° möglichst groß sein, damit der Anhieb wirken kann. Schnur und Rute können als fast eine Linie bilden.

Wählst Du einen kleineren Winkel (z.B. um die 90 °), bleibt zur Seite nicht mehr viel Weg für den Anhieb übrig. So fehlt die Kraft am Haken und der Hecht zieht unbehelligt von dannen.

Die Bremseinstellung ist ebenfalls bedeutsam

Etwas Winkel sollte aber sein, damit der Köder zwischendurch absinken kann. Wichtig ist daneben aber auch die richtige Bremseinstellung. Sie darf nicht zu weich ausfallen. Die Schnur muss sich gerade noch mit größerem Krafteinsatz abziehen lassen.

Fishing-King-University Hechtkurs Uli Beyer

Im Videokurs der Fishing-King-University gibt Uli Beyer sein geballtes Wissen als Dozent weiter.

TIPP Wenn beim Anhieb Schnur „durchrutscht“, kannst du die Bremse noch ein wenig weiter zudrehen.

Wissen weiter vertiefen

Die häufigsten Fehler beim Hechtangeln hast Du nun kennengelernt. Doch gibt es natürlich noch etliche Feinheiten, die mit über Erfolg und Nicht-Erfolg entscheiden können. Wenn Du Dich ganz dem imposanten Räuber verschreiben möchtest, dann hol‘ Dir den Hecht-Kurs der Fishing-King University. Als Dozent vermittelt Dir Uli Beyer im umfassenden Video-Kurs sein ganzes Wissen rund um die Hecht-Angelei. Einen Einblick in den Kurs geben Dir die kostenlosen Probevideos.

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Das ganze Video kannst Du Dir hier ansehen =>

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Erfolgreich auf Hecht mit Uli Beyer

So vermeidest Du die 7 häufigsten Fehler beim Hechtangeln – Teil 2: Köderwahl & Nachläufer

 

In Teil 1 dieser dreiteiligen Blog-Reihe hast Du erfahren, wie Du Fehler in Punkto Stellenwahl, Geräte-Auswahl und Vorfach bei der Hechtangelei vermeiden kannst. Teil 2 behandelt nun diese beiden weiteren Themen

  1. Köderwahl
  2. Nachläufer

Uli Beyer Hubertus Hecht Einsteiger Köderwahl

Häufig starten Hecht-Einsteiger erstmal mit kleinen Spinnern – aber keine Angst vor großen Ködern

1. Köderwahl

„Keine Angst vor großen Ködern“ lautet die Devise, die Hecht-Profi Uli Beyer Einsteigern ans Herz legt.

Als er selbst begann, sich auf den scharfzahnigen Räuber zu verlegen, setzte Uli wie viele andere zunächst auf kleine Spinner. Keine Frage – Bisse hatte er.

Doch während Barsche oder auch mal ein kleiner Hecht sich von den blinkenden Plättchen verführen ließen, hatten die kapitalen Burschen mit dem winzigen Köder nichts im Sinn.

Uli Beyer Fishing-King-University Hechtkurs

Der Köder muss ins Beutemuster des Zielfischs passen. Wenn Du es auf Hechte abgesehen hast, liegst Du mit Gummiködern wie diesem Swimbait ab 15 cm richtig.

Wenn Du es also auf den Räuber abgesehen hast, kannst Du Dir leicht ausrechnen, was für eine Ködergröße eher Erfolg verspricht: „Ein schöner Hecht für einen Anfänger hat sicher schon so um die 60 bis 70 Zentimeter und wiegt rund 1,5 bis 2 Kilo“, rechnet Uli vor, „Nimmt man nun 10 Prozent des Körpergewichts, so landet man ziemlich schnell bei einem ordentlich großen Köder“.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die man sich zunutze machen kann, wenn man sein Gewässer gut kennt. „Wir haben im Sommer bei Hitze hier im Möhnesee schon mal ein massiveres Sterben kleiner Maränen“, erläutert der Hechtexperte, „In diesem Fall ziehen auch kleinere Köder, weil sich die Hechte bei uns auf diese leichte Beute einstellen und große Köder dann links liegen lassen“.

Die Biologie des Hechts beachten

Getreu Hubertus‘ Motto „Wer den Fisch kennt, fängt“ macht es auch beim Hecht Sinn, sich ein wenig mit dessen Biologie zu befassen. Wenn Du die Fressvorlieben im Jahreslauf kennst, fällt es Dir erheblich leichter, den idealen Köder zu wählen.

Für Herbst gilt:

Gummifisch Hecht Uli Beyer Fishing-King Onlinekurs

Fürs Angeln vom Ufer aus würde Uli im Herbst einen rund 20 cm langen Gummifisch oder Twister wählen.

  • Die Hechte müssen sich noch einmal richtig satt essen, bevor es in die Winterruhe und die kommende Laichzeit geht.
  • Außerdem muss man bedenken, dass der Hecht zwar kurzfristig viel Tempo entwickelt – aber ansonsten sehr faul ist und ungern seine Beute verfolgt.
  • Je kälter es wird, umso tiefer stehen die Hechte.

Der passende Köder ist demnach entsprechend groß und sollte nicht zu flott geführt werden. Uli würde hier zu einem rund 20 cm langen Wurfköder wie Twisterschwanz oder Gummifisch greifen. Im Baggersee mit großer Tiefe musst Du auch dies berücksichtigen und einen entsprechend schweren Köder aussuchen.

ULIS TIPP: Wähle einen Köder zwischen 17 und 20 g. Nimm Dir verschieden schwere Jig-Köpfe mit. Stellst Du fest, dass die Absinkphase zwischen den Zügen sehr lang ist (länger als 2 – 4 Sekunden), kannst Du das Ködergewicht anpassen. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt, wenn die Absinkphase nur 1 – 2 Sekunden dauert.

Für das Frühjahr gilt:

Mit zunehmenden Temperaturen kommen die Hechte wieder aus der Tiefe und stehen flach in Ufernähe.

Swimbaits sind nun der ideale Köder, da sie sich im flachen Wasser gut führen lassen.

Die richtige Farbe: Natürlich oder grell

Das Thema Köderfarben ist fast schon eine Wissenschaft für sich und daher ist es nicht so leicht, eine generelle Empfehlung zu geben. Wie so oft spielen auch hier mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle – etwa der Lichteinfall und die Trübung. Trotzdem will Uli Beyer eine grobe Faustformel geben:

  • Morgens und abends dürfen die Farben greller sein
  • Mittags sind natürliche Färbungen erfahrungsgemäß erfolgreicher
  • Bei wenig Licht im Wasser können fluoreszierende Farben wirken
  • Bei viel Licht solltest Du auf Fluoreszenz beim Köder eher verzichten

TIPP Wenn Du Dich mit dem spannenden Thema Köder und Köderfarben intensiver befassen möchtest, dann hol‘ Dir den Hecht-Kurs der Fishing-King University. Als Dozent vermittelt Dir Uli Beyer im umfassenden Video-Kurs sein ganzes Wissen rund um den Unterwasser-Jäger. Einen Einblick in den Kurs geben Dir die kostenlosen Probevideos.

2. Nachläufer

Ärgerlich: Du siehst den Hecht hinter Deinem Köder und dann dreht er unerwartet ab – ein Nachläufer. „Wenn Du den Fisch siehst ist es häufig schon zu spät“, erklärt Uli, „deshalb: Polbrille aufsetzen. So erkennst Du frühzeitig, ob ein Hecht Deinem Köder folgt“. Entdeckst Du dann den Fisch frühzeitig, heißt es beschleunigen. Also nicht vor Schreck aufhören, einzukurbeln, sondern den Köder kontrolliert „flüchten“ lassen und dann stehen lassen. Der Hecht muss nun entscheiden, ob er sich zum Biss reizen lässt oder die Beute ziehen lassen will. Das kann funktionieren – wenn auch nicht immer.

Uli Beyer Hechtkurs Angeleinsteiger Fishing-King Onlinekurs

In der Natur würde ein angeschlagener Fisch noch einmal alle Kräfte für einen kurzen Fluchtversuch aufbieten, wenn ihm ein Hecht auf den Fersen ist.

Aus seiner Erfahrung weiß Uli Beyer, dass mitunter der Köder einfach nicht attraktiv genug ist, um den Räuber zum Zuschnappen zu provozieren. Ein Köderwechsel kann deshalb zum Erfolg führen. „Noch besser ist es aber, sich die Stelle und den Hecht zu merken und erst eine halbe Stunde später mit einem anderen Köder einen neuen Versuch zu starten“.

ULIS TIPP: Im Winter ist Tempo nicht so günstig, da die Fische als wechselwarme Tiere ebenfalls langsamer unterwegs sind. Hier empfiehlt Uli, mit kurzen „Jerks“ bzw. „Twitches“ den Köder zu präsentieren.

Wie Du den Köder optimal führst erfährst Du im dritten und letzten Teil der Blog-Serie. Darin geht es außerdem um Position und Anhieb.

Das ganze Video kannst Du Dir hier ansehen =>

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Erfolgreich auf Hecht mit Uli Beyer

So vermeidest Du die 7 häufigsten Fehler beim Hechtangeln – Teil 1: Stellenwahl, Gerätewahl, Vorfach

 

Hast Du Dich der Raubfisch-Angelei verschrieben? Dann ist Dir Uli Beyer garantiert ein Begriff. Als Profi-Angler, Buch- und Fachautor vieler europäischer Angelzeitschriften und Guide ist er schon lange eine feste Größe in der Szene. In der Fishing-King-University macht Uli Beyer inzwischen auch sein ganzes Wissen im umfassenden Videokurs zugänglich.

Fishing-King-University Hechtkurs Uli Beyer

Im Videokurs der Fishing-King-University gibt Uli Beyer sein geballtes Wissen als Dozent weiter.

Die wichtigsten Faktoren für die erfolgreiche Jagd auf Esox und Co. stellen Dir mit Hubertus und Uli in dieser dreiteiligen Blog-Serie zum Video „Die 7 häufigsten Fehler beim Hechtangeln und wie Du sie vermeidest“ (s.u.) vor.

Wir starten mit den Grundlagen, die in den ersten 3 Punkten im Fokus stehen: Stellenwahl, Geräteauswahl und Vorfachmaterial.

1. Stellenwahl

Bevor es um das Aufspüren der Hotspots geht hat Uli einen generellen Tipp für alle Raubfischfreunde: Flexibilität und Ausdauer.

Flexibel solltest Du nicht nur im Bezug auf die Angelstelle sein, sondern auch auf den Köder: „Genauso, wie wir Menschen nicht jeden Tag zur gleichen Zeit das gleiche essen, hat auch der Hecht wechselnde Vorlieben“. Experimentiere also ruhig mit verschiedenen Stellen und Ködern, als z.B. nur auf einen viel gepriesenen Köder zu setzen. Und beweise Ausdauer. Uli: „Hechte beißen oft in einem vergleichsweise kurzen Zeitfenster“. Das gilt es zu erwischen. Da kann es durchaus sein, dass man schon über Stunden erfolglos am Wasser war und plötzlich „knallt“ es regelrecht.

 

Hecht Hubertus Fishing-King

Der Traum jedes Raubfisch-Anglers – ein prachtvoller Hecht

Zeit: Wann beißen die Hechte?

Eine „Top-Beisszeit-Regel“ kann es leider nicht geben, denn das Fressverhalten der Hechte hängt von verschiedenen Faktoren ab – insbesondere von:

  1. Wohlfühltemperatur
  2. Sauerstoffgehalt
  3. Lichtverhältnisse

Ganz grob kann man aber sagen, dass im Frühjahr und Sommer der morgens und abends gute Aussichten bestehen, solange das Licht noch nicht zu grell ist.In den lichtärmeren Jahreszeiten dagegen sind es eher die höheren Temperaturen im Tagesverlauf, die die Fresslust erhöhen.

Angeldauer: Nicht zu lange am selben Fleck

Selbst bei bekannten Hecht-Stellen empfiehlt Uli, nicht zu lange den gleichen Spot zu befischen. Eine halbe Stunde solltest Du nicht überschreiten und dann lieber einige Meter weiterziehen. Dort, wo du mit dem Gewässer noch nicht vertraut bist, reichen meist schon 10 Minuten. Fische das Gelände fächerartig ab. Wer fleißig Strecke macht, hat die größeren Erfolgschancen.

Köder: Öfter mal wechseln

Natürlich kann man auf sein Glück hoffen und beharrlich mit dem gleichen Köder fischen, wenn man gute Stellen hat. Ansonsten ist es immer besser, sowohl den Köder als auch die Präsentationstiefe zu wechseln, um die augenblicklichen Futtervorlieben herauszubekommen.

2. Geräte-Zusammenstellung

Hechtangeln Uli Beyer Fishing-King

Mit einer 2,70 m langen Ruten (nicht zu weich!) von 80 g Wurfgewicht haben Einsteiger ein variables Hecht-Gerät.

„Ich stelle immer wieder fest, dass vielen Anglern gar nicht klar ist, mit was für einem Gegner sie es zu tun haben“, resümiert Uli Beyer. So sei vielen nicht bewusst, was für ein extrem hartes Maul der Hecht habe. Wenn hier zu weiche Ruten eingesetzt werden, dann bleibt der Haken beim Anhieb einfach nicht ordentlich hängen. Erfolg hat man bestenfalls bei kleinen Hechten, die noch ein weicheres Maul haben.

TIPP: Nur mit härteren Ruten kannst Du beim Hecht erfolgreich anschlagen und Fehlbisse vermeiden.

Variable und gute Einsteiger-Gerätekombination:

RUTE: Uli empfiehlt Einsteigern für das Angeln vom Ufer aus eine 2,70 m lange Rute mit einem Wurfgewicht von 80 g. Werden sehr große Köder eingesetzt wäre sogar ein WG bis 100 g in Ordnung – das muss jedoch nicht sein.

ROLLE: Die Rolle sollte mindestens 100 m 0,30er geflochtene Schnur fassen – das ist in der Regel bei 3000/4000er Rollen der Fall.

SCHNUR: 8fach geflochtene Schnur, Tragkraft „echte“ 8 Kilo (8 – 10 kg) oder sogar 12 – 14 kg, wenn raue Untergründe befischt werden oder öfter Hänger zu erwarten sind.

Unterschätzt wird aber häufig auch die Schnellkraft der Räuber: Kurzfristig können sie nämlich förmlich „angeflogen“ kommen. Wenn jetzt nur eine feine Schnur im Einsatz ist, war die Begegnung mit dem Hecht eine kurze: Peng – Abriss! Und nicht nur fest muss die Schnur sein (Tragkraft zwischen 8 und 12 Kilo), sondern auch dehnungsarm. Denn auch hier gilt, dass die volle Anhieb-Energie in die Hakenspitze gehen können muss. Also am besten keine monofile Schnur verwenden, sondern eine geflochtene Schnur. 8fach geflochten ist aktuell der Stand der Technik und auch wenn die Anschaffung etwas teurer ist, so machen sich die besseren Eigenschaften bezahlt: Weniger Perückenbildung, hohe Stabilität und dadurch Langlebigkeit sowie weniger Geräuschentwicklung in den Rutenringen.

3. Das richtige Vorfach

Egal, wie gut die Eigenschaften für andere Zielfische sind: Monofile Fluorocarbon-Schnüre haben bei der Hechtangelei nichts zu suchen. Es ist schlicht nicht zahnfest. Das Argument, durch die geringere Sichtbarkeit mehr zu fangen, lässt Uli Beyer nicht gelten. „Ich nutze nur Stahl- oder Titanvorfächer und fange genug!“ meint er schmunzelnd. Letztlich behindere das Material auch die Schwimmbewegung der Köder, da es natürlich entsprechend dick gewählt wird.

Wie es sich mit dem richtigen Köder verhält erfährst Du in Teil 2. Da geht es dann außerdem um das Thema Nachläufer.

Das ganze Video kannst Du Dir hier ansehen =>

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Wichtige Infos & neue Gesetze für Wolfsbarsch-Angler in der Nordsee

Seit Beginn des Jahres 2016 gelten für Angler an der Nordsee neue Regeln für das Angeln auf Wolfsbarsch. Erstmalig hat die EU in diesem Bereich auch Regelungen für die Freizeitfischerei getroffen.

So gilt für den Zeitraum vom 01.01. bis zum 30.06.2016 ein vollständiges Entnahmeverbot für Wolfsbarsche. Das im Rahmen der EU-Verordnung zulässige Angeln nach dem Prinzip „Fangen und Zurücksetzen“ („catch & release“) gilt in Schleswig-Holstein nicht, weil es sowohl gemäß Landesrecht (Landesfischereigesetz) als auch Bundesrecht (Tierschutzgesetz) verboten ist.
Ab dem 01.07.2016 darf wieder gezielt auf Wolfsbarsch geangelt werden. Es gilt ab diesem Zeitpunkt ein Tagesfanglimit von einem Wolfsbarsch je Angler. Diese Regelung ist zunächst bis zum 31.12.2016 befristet.
Falls du weitere Fragen dazu hast, sende eine Mail an: roland.lemcke@melur.landsh.de (Fischereireferent des Landes Schleswig-Holstein)

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Forellenangeln an der Oberfläche

Forellenfang an der Oberfläche

  • von Nico Ptak

pilot

Die Skizze einer Pilotkugel- Montage. (Grafik: Nico Ptak)

Jeder Angler, der im Sommer häufiger am Forellenteich aktiv ist, wird solche Situationen kennen: Man fischt wie immer mit der Posenmontage und der guten, alten Made auf Forellen. Die Forellen jedoch rotten sich zu einem Schwarm zusammen und attackieren die rotgefärbte Pose mehrfach an der Oberfläche. Zuerst einmal stellt man sich die Frage, warum dies so ist. Hier eine kleine physikalische Exkursion. Salmoniden, so auch die Forelle, sind sauerstoffliebende, wechselwarme Lebewesen, deren Aktivität von der Temperatur abhängt. Sauerstoff wird im Wasser bei kälteren Temperaturen stärker absorbiert und damit gebunden. Durch die Sonneneinstrahlung erwärmt sich jedoch das Wasser von der Oberfläche an. Kaltes Wasser, schwerer als Warmes (Dichteanomalie), sinkt in tiefere Bereiche ab. Da Forellenteiche jedoch meist nur wenige Meter tief sind, bildet sich eine sauerstoffreiche Sprungschicht nicht aus. Das Wasser ist gleichmäßig durchmischt. Die Forellen benötigen durch oberflächliche Lufteindüsung jedoch zusätzlichen Sauerstoff, da im warmen Wasser weniger gebunden ist. Schlamm am Grund ist bei warmen Temperaturen durch aerobe Bakterien sauerstoffzehrend. Die Forellen konzentrieren sich in den oberen Schichten und sind durch die Wärme sehr aktiv auf Nahrungssuche. Wird nicht genug Sauerstoff zugeführt oder steigt die Wassertemperatur weiter an, fällt der Sauerstoffgehalt des Teichwassers ab und die Forellen stellen die Nahrungsaufnahme ein. Nun stellt sich aber jeder Angler die Frage, wie er mit seinem Köder so weit unter die Oberfläche gelangt. Eine normale Pose mit wenigen Zentimetern Vorfach hat eher eine abschreckende Wirkung. Hier bietet sich die Pilotkugelmontage an. Über eine mit Wasser füllbare Wasserkugel zur Beschwerung wird eine vorgeschaltete Pilotkugel (hier rot/gelb) direkt auf dem Vorfach montiert. Diesem folgt der Haken (ca. 50 -100cm entfernt). Durch ein Stückchen Styropor oder Luftinjektion mittels Spitze kann nun die Made oder der Wurm zum Auftreiben gebracht werden. Dies imitiert ein ins Wasser gestürztes Insekt und wird von der Forelle selten verschmäht.

Die Pilotkugel hat so wenig Widerstand, dass die Forelle nichts von der Falle merkt. Als Alternative eignen sich auch Heuschrecken, die auf natürliche Weise auftreiben, als Köder im Sommer. Sind die Forellen sehr räuberisch und aktiv, kann man auch mittels Spirolinomontage versuchen, knapp unterhalb der Oberfläche mit Powerbait (Forellenteig) geschleppt Erfolg zu haben. Dabei wird ein schwimmender Spirolino verwendet. Dem ist ein Dreifachwirbel vorgeschaltet und ein ca. 1,5-2 m langes Vorfach ohne Bebleiung.  Zu einem Rotor geformt, rotiert der Teigköder wie ein Spinner und sollte durch den Schwarm geführt auf Sicht die Forellen fangen. Die Hakengrößen sollten sich zwischen 8 und 14 bewegen. Die Vorfachdicke sollte bei 0,12 bis 0,20mm liegen, die Wirbelgröße bei 1. Läuft der Köder bis zur Oberfläche durch den physikalischen Auftrieb bei Rotation, so ist ein kleines Schrotblei vorzuschalten.

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Die Montage im Überblick. Wegen der Rotation des Teigs muss ein Dreifachwirbel vorgeschaltet sein. (Grafik: Nico Ptak)

 

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Tipps fürs Räuchern – die Salzlake

Tipps fürs Räuchern – eine Lake für alle Fälle, äääh Fische

  • von Dennis Siever

Rezepte und Anleitungen zum Räuchern von Fischen findet ihr im Netz und im Buchhandel wie Sand am Meer. In den letzten Jahren hat sich bei mir eine Mixtur für sämtliche Fischarten (Zander, Forelle, Barsch, Aal, Makrele etc.) etabliert, die ich dir hiermit vorstellen möchte. Vorweg sei gesagt, dass der Salzgehalt meinen persönlichen Geschmack trifft – und generell mag ich es eher salzig. Bei Meeresfischen wird in der Regel etwas weniger Salz benötigt als bei Fischen aus dem Süßwasser. Meine Mischung für einen gefüllten 10L- Eimer (etwa 4-6 Fische; bedeckt mit 5L Lake) setzt sich aus folgenden Zutaten zusammen:

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Zander und Makrelen… Die Lake eignet sich aber auch für Forellen und Aale

1 Bund Kräuter (alles, was der Garten hergibt z.B. Petersilie, Estragon, Rosmarin und Thymian)

2 kleine Schalotten

2 El Wacholderbeeren

2 El Worcestersauce

400g Salz

 Zunächst werden die ausgenommenen und aufgetauten Fische in den Eimer gelegt. Anschließend wir in kleineren Portionen abwechselnd Wasser und Salz (verrührt) dazugegeben, bis die Fische vollständig mit Wasser bedeckt sind. Nachdem alle weiteren Zutaten untergemischt wurden, wird der Deckel geschlossen und der Eimer an einem kühlen und dunklen Ort (z.B. im Keller) für insgesamt 12 Stunden gelagert. Nach dem Ende der Ziehzeit werden die Fische abgewaschen und mit Küchenpapier trocken getupft. Anschließend kann man die Fische (am besten an der frischen Luft) noch etwas trocknen lassen. Damit die Fische auch von Innen gut trocknen und genügend Rauch aufnehmen können, bietet es sich an, Holzscheite (Zahnstocher oder Schaschlik- Spieße) zwischen die Bauchlappen zu spannen. Schließlich können die Fische in den Räucherofen. Wie die Lake und das Räuchern funktionieren, erfahrt ihr hier:

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Ein Köder für Karpfen – Hartmais aufkochen

Hartmais aufkochen

  • von Dennis Siever

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So sieht der Mais aus, wenn er nach dem Ziehen abgegossen wurde – nicht zu hart und nicht zu weich. (Foto: Dennis Siever)

Mais ist ein Karpfenköder, der seit jeher von Anglern genutzt wird. Ein Grund, warum mittlerweile viele Karpfenangler jedoch auf Mais verzichten und stattdessen Boilies bevorzugen ist, dass die Möglichkeit auf ungewollte Beifänge (z.B. von Brassen) durch Mais erhöht wird. Dennoch ist eine lange Maiskette am so genannten Haar, gerne auch mit einem Boilie kombiniert, ein nach wie vor erstklassiger Köder für Karpfen. Allerdings ist hier nicht die Rede vom Mais aus der Dose, sondern vom speziell zubereiteten Hartmais. Weicher Mais aus der Dose wird von Fischen schnell mal ausgelutscht oder vom Haken stibitzt. Außerdem übersteht er keine weiten Würfe. Hartmais hingegen hat, zumindest richtig zubereitet, die perfekte Konsistenz. Einen 25Kg- Sack erhält man häufig für unter 12€ im Tierfutterhandel.

Damit man den Mais gut zubereiten kann, sind verschließbare Eimer (10L) von Vorteil. Diese erhält man manchmal für kleines Geld oder gar umsonst in der örtlichen Pommesbude.

An vielen Gewässern (vor allem an großen und überfischten) bietet es sich an, einen ausgewählten Angelplatz über einige Tage anzufüttern. Hierbei reicht in der Regel ein halber Eimer mit dem zubereiteten Mais pro Anfüttertag. Um den Mais im Gewässer zu verteilen, nutzt man am besten eine Futterkelle. Wer weit hinaus muss, sollte sich hierfür einen Stab mit anschraubbarer Futterkelle zulegen. Wer später außer dem Hartmais noch Boilies anködern möchte, kann beim Anfüttern immer noch ein, zwei Hände dieser Kugeln hinterherwerfen.

Kommen wir nun aber zur Zubereitung. Der Eimer wird zu ¾ mit dem trockenen Mais befüllt. Anschließend streuen wir 2 Packungen Vanillie-Zucker (aus dem Backbedarf) auf den Mais. Das Ganze wird nun mit kochendem Wasser (ein Wasserkocher ist hierbei von Vorteil) aufgefüllt, bis der Mais etwa 2-3 cm unter der Wasseroberfläche liegt. Nun wird der Eimer geschlossen und für mindestens 24 Stunden weggestellt. In dieser Zeit quillt der Mais schon auf, bleibt aber noch hart genug, um ihn als guten Hakenköder zu verwenden und gut auswerfen zu können.

Übrigens: sollte man einmal doch nicht angeln können, obwohl man den Mais vorbereitet hat, so kann man den Mais getrost im Eimer lassen, wo er irgendwann anfängt, zu gären. Für unsere menschliche Nase wird es ab einem gewissen Punkt recht ekelig – die Karpfen jedoch mögen es.

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