Uli Beyer Hechtköder Fishing-King-University Angelkurs

Erfolgreich auf Hecht mit Uli Beyer

So vermeidest Du die 7 häufigsten Fehler beim Hechtangeln – Teil 2: Köderwahl & Nachläufer

 

In Teil 1 dieser dreiteiligen Blog-Reihe hast Du erfahren, wie Du Fehler in Punkto Stellenwahl, Geräte-Auswahl und Vorfach bei der Hechtangelei vermeiden kannst. Teil 2 behandelt nun diese beiden weiteren Themen

  1. Köderwahl
  2. Nachläufer
Uli Beyer Hubertus Hecht Einsteiger Köderwahl

Häufig starten Hecht-Einsteiger erstmal mit kleinen Spinnern – aber keine Angst vor großen Ködern

1. Köderwahl

„Keine Angst vor großen Ködern“ lautet die Devise, die Hecht-Profi Uli Beyer Einsteigern ans Herz legt.

Als er selbst begann, sich auf den scharfzahnigen Räuber zu verlegen, setzte Uli wie viele andere zunächst auf kleine Spinner. Keine Frage – Bisse hatte er.

Doch während Barsche oder auch mal ein kleiner Hecht sich von den blinkenden Plättchen verführen ließen, hatten die kapitalen Burschen mit dem winzigen Köder nichts im Sinn.

Uli Beyer Fishing-King-University Hechtkurs

Der Köder muss ins Beutemuster des Zielfischs passen. Wenn Du es auf Hechte abgesehen hast, liegst Du mit Gummiködern wie diesem Swimbait ab 15 cm richtig.

Wenn Du es also auf den Räuber abgesehen hast, kannst Du Dir leicht ausrechnen, was für eine Ködergröße eher Erfolg verspricht: „Ein schöner Hecht für einen Anfänger hat sicher schon so um die 60 bis 70 Zentimeter und wiegt rund 1,5 bis 2 Kilo“, rechnet Uli vor, „Nimmt man nun 10 Prozent des Körpergewichts, so landet man ziemlich schnell bei einem ordentlich großen Köder“.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die man sich zunutze machen kann, wenn man sein Gewässer gut kennt. „Wir haben im Sommer bei Hitze hier im Möhnesee schon mal ein massiveres Sterben kleiner Maränen“, erläutert der Hechtexperte, „In diesem Fall ziehen auch kleinere Köder, weil sich die Hechte bei uns auf diese leichte Beute einstellen und große Köder dann links liegen lassen“.

Die Biologie des Hechts beachten

Getreu Hubertus‘ Motto „Wer den Fisch kennt, fängt“ macht es auch beim Hecht Sinn, sich ein wenig mit dessen Biologie zu befassen. Wenn Du die Fressvorlieben im Jahreslauf kennst, fällt es Dir erheblich leichter, den idealen Köder zu wählen.

Für Herbst gilt:
Gummifisch Hecht Uli Beyer Fishing-King Onlinekurs

Fürs Angeln vom Ufer aus würde Uli im Herbst einen rund 20 cm langen Gummifisch oder Twister wählen.

  • Die Hechte müssen sich noch einmal richtig satt essen, bevor es in die Winterruhe und die kommende Laichzeit geht.
  • Außerdem muss man bedenken, dass der Hecht zwar kurzfristig viel Tempo entwickelt – aber ansonsten sehr faul ist und ungern seine Beute verfolgt.
  • Je kälter es wird, umso tiefer stehen die Hechte.

Der passende Köder ist demnach entsprechend groß und sollte nicht zu flott geführt werden. Uli würde hier zu einem rund 20 cm langen Wurfköder wie Twisterschwanz oder Gummifisch greifen. Im Baggersee mit großer Tiefe musst Du auch dies berücksichtigen und einen entsprechend schweren Köder aussuchen.

ULIS TIPP: Wähle einen Köder zwischen 17 und 20 g. Nimm Dir verschieden schwere Jig-Köpfe mit. Stellst Du fest, dass die Absinkphase zwischen den Zügen sehr lang ist (länger als 2 – 4 Sekunden), kannst Du das Ködergewicht anpassen. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt, wenn die Absinkphase nur 1 – 2 Sekunden dauert.

Für das Frühjahr gilt:

Mit zunehmenden Temperaturen kommen die Hechte wieder aus der Tiefe und stehen flach in Ufernähe.

Swimbaits sind nun der ideale Köder, da sie sich im flachen Wasser gut führen lassen.

Die richtige Farbe: Natürlich oder grell

Das Thema Köderfarben ist fast schon eine Wissenschaft für sich und daher ist es nicht so leicht, eine generelle Empfehlung zu geben. Wie so oft spielen auch hier mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle – etwa der Lichteinfall und die Trübung. Trotzdem will Uli Beyer eine grobe Faustformel geben:

  • Morgens und abends dürfen die Farben greller sein
  • Mittags sind natürliche Färbungen erfahrungsgemäß erfolgreicher
  • Bei wenig Licht im Wasser können fluoreszierende Farben wirken
  • Bei viel Licht solltest Du auf Fluoreszenz beim Köder eher verzichten

TIPP Wenn Du Dich mit dem spannenden Thema Köder und Köderfarben intensiver befassen möchtest, dann hol‘ Dir den Hecht-Kurs der Fishing-King University. Als Dozent vermittelt Dir Uli Beyer im umfassenden Video-Kurs sein ganzes Wissen rund um den Unterwasser-Jäger. Einen Einblick in den Kurs geben Dir die kostenlosen Probevideos.

2. Nachläufer

Ärgerlich: Du siehst den Hecht hinter Deinem Köder und dann dreht er unerwartet ab – ein Nachläufer. „Wenn Du den Fisch siehst ist es häufig schon zu spät“, erklärt Uli, „deshalb: Polbrille aufsetzen. So erkennst Du frühzeitig, ob ein Hecht Deinem Köder folgt“. Entdeckst Du dann den Fisch frühzeitig, heißt es beschleunigen. Also nicht vor Schreck aufhören, einzukurbeln, sondern den Köder kontrolliert „flüchten“ lassen und dann stehen lassen. Der Hecht muss nun entscheiden, ob er sich zum Biss reizen lässt oder die Beute ziehen lassen will. Das kann funktionieren – wenn auch nicht immer.

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In der Natur würde ein angeschlagener Fisch noch einmal alle Kräfte für einen kurzen Fluchtversuch aufbieten, wenn ihm ein Hecht auf den Fersen ist.

Aus seiner Erfahrung weiß Uli Beyer, dass mitunter der Köder einfach nicht attraktiv genug ist, um den Räuber zum Zuschnappen zu provozieren. Ein Köderwechsel kann deshalb zum Erfolg führen. „Noch besser ist es aber, sich die Stelle und den Hecht zu merken und erst eine halbe Stunde später mit einem anderen Köder einen neuen Versuch zu starten“.

ULIS TIPP: Im Winter ist Tempo nicht so günstig, da die Fische als wechselwarme Tiere ebenfalls langsamer unterwegs sind. Hier empfiehlt Uli, mit kurzen „Jerks“ bzw. „Twitches“ den Köder zu präsentieren.

Wie Du den Köder optimal führst erfährst Du im dritten und letzten Teil der Blog-Serie. Darin geht es außerdem um Position und Anhieb.

Das ganze Video kannst Du Dir hier ansehen =>