Erfolgreich auf Hecht mit Uli Beyer

So vermeidest Du die 7 häufigsten Fehler beim Hechtangeln – Teil 1: Stellenwahl, Gerätewahl, Vorfach

 

Hast Du Dich der Raubfisch-Angelei verschrieben? Dann ist Dir Uli Beyer garantiert ein Begriff. Als Profi-Angler, Buch- und Fachautor vieler europäischer Angelzeitschriften und Guide ist er schon lange eine feste Größe in der Szene. In der Fishing-King-University macht Uli Beyer inzwischen auch sein ganzes Wissen im umfassenden Videokurs zugänglich.

Fishing-King-University Hechtkurs Uli Beyer

Im Videokurs der Fishing-King-University gibt Uli Beyer sein geballtes Wissen als Dozent weiter.

Die wichtigsten Faktoren für die erfolgreiche Jagd auf Esox und Co. stellen Dir mit Hubertus und Uli in dieser dreiteiligen Blog-Serie zum Video „Die 7 häufigsten Fehler beim Hechtangeln und wie Du sie vermeidest“ (s.u.) vor.

Wir starten mit den Grundlagen, die in den ersten 3 Punkten im Fokus stehen: Stellenwahl, Geräteauswahl und Vorfachmaterial.

1. Stellenwahl

Bevor es um das Aufspüren der Hotspots geht hat Uli einen generellen Tipp für alle Raubfischfreunde: Flexibilität und Ausdauer.

Flexibel solltest Du nicht nur im Bezug auf die Angelstelle sein, sondern auch auf den Köder: „Genauso, wie wir Menschen nicht jeden Tag zur gleichen Zeit das gleiche essen, hat auch der Hecht wechselnde Vorlieben“. Experimentiere also ruhig mit verschiedenen Stellen und Ködern, als z.B. nur auf einen viel gepriesenen Köder zu setzen. Und beweise Ausdauer. Uli: „Hechte beißen oft in einem vergleichsweise kurzen Zeitfenster“. Das gilt es zu erwischen. Da kann es durchaus sein, dass man schon über Stunden erfolglos am Wasser war und plötzlich „knallt“ es regelrecht.

 

Hecht Hubertus Fishing-King

Der Traum jedes Raubfisch-Anglers – ein prachtvoller Hecht

Zeit: Wann beißen die Hechte?

Eine „Top-Beisszeit-Regel“ kann es leider nicht geben, denn das Fressverhalten der Hechte hängt von verschiedenen Faktoren ab – insbesondere von:

  1. Wohlfühltemperatur
  2. Sauerstoffgehalt
  3. Lichtverhältnisse

Ganz grob kann man aber sagen, dass im Frühjahr und Sommer der morgens und abends gute Aussichten bestehen, solange das Licht noch nicht zu grell ist.In den lichtärmeren Jahreszeiten dagegen sind es eher die höheren Temperaturen im Tagesverlauf, die die Fresslust erhöhen.

Angeldauer: Nicht zu lange am selben Fleck

Selbst bei bekannten Hecht-Stellen empfiehlt Uli, nicht zu lange den gleichen Spot zu befischen. Eine halbe Stunde solltest Du nicht überschreiten und dann lieber einige Meter weiterziehen. Dort, wo du mit dem Gewässer noch nicht vertraut bist, reichen meist schon 10 Minuten. Fische das Gelände fächerartig ab. Wer fleißig Strecke macht, hat die größeren Erfolgschancen.

Köder: Öfter mal wechseln

Natürlich kann man auf sein Glück hoffen und beharrlich mit dem gleichen Köder fischen, wenn man gute Stellen hat. Ansonsten ist es immer besser, sowohl den Köder als auch die Präsentationstiefe zu wechseln, um die augenblicklichen Futtervorlieben herauszubekommen.

2. Geräte-Zusammenstellung

Hechtangeln Uli Beyer Fishing-King

Mit einer 2,70 m langen Ruten (nicht zu weich!) von 80 g Wurfgewicht haben Einsteiger ein variables Hecht-Gerät.

„Ich stelle immer wieder fest, dass vielen Anglern gar nicht klar ist, mit was für einem Gegner sie es zu tun haben“, resümiert Uli Beyer. So sei vielen nicht bewusst, was für ein extrem hartes Maul der Hecht habe. Wenn hier zu weiche Ruten eingesetzt werden, dann bleibt der Haken beim Anhieb einfach nicht ordentlich hängen. Erfolg hat man bestenfalls bei kleinen Hechten, die noch ein weicheres Maul haben.

TIPP: Nur mit härteren Ruten kannst Du beim Hecht erfolgreich anschlagen und Fehlbisse vermeiden.

Variable und gute Einsteiger-Gerätekombination:

RUTE: Uli empfiehlt Einsteigern für das Angeln vom Ufer aus eine 2,70 m lange Rute mit einem Wurfgewicht von 80 g. Werden sehr große Köder eingesetzt wäre sogar ein WG bis 100 g in Ordnung – das muss jedoch nicht sein.

ROLLE: Die Rolle sollte mindestens 100 m 0,30er geflochtene Schnur fassen – das ist in der Regel bei 3000/4000er Rollen der Fall.

SCHNUR: 8fach geflochtene Schnur, Tragkraft „echte“ 8 Kilo (8 – 10 kg) oder sogar 12 – 14 kg, wenn raue Untergründe befischt werden oder öfter Hänger zu erwarten sind.

Unterschätzt wird aber häufig auch die Schnellkraft der Räuber: Kurzfristig können sie nämlich förmlich „angeflogen“ kommen. Wenn jetzt nur eine feine Schnur im Einsatz ist, war die Begegnung mit dem Hecht eine kurze: Peng – Abriss! Und nicht nur fest muss die Schnur sein (Tragkraft zwischen 8 und 12 Kilo), sondern auch dehnungsarm. Denn auch hier gilt, dass die volle Anhieb-Energie in die Hakenspitze gehen können muss. Also am besten keine monofile Schnur verwenden, sondern eine geflochtene Schnur. 8fach geflochten ist aktuell der Stand der Technik und auch wenn die Anschaffung etwas teurer ist, so machen sich die besseren Eigenschaften bezahlt: Weniger Perückenbildung, hohe Stabilität und dadurch Langlebigkeit sowie weniger Geräuschentwicklung in den Rutenringen.

3. Das richtige Vorfach

Egal, wie gut die Eigenschaften für andere Zielfische sind: Monofile Fluorocarbon-Schnüre haben bei der Hechtangelei nichts zu suchen. Es ist schlicht nicht zahnfest. Das Argument, durch die geringere Sichtbarkeit mehr zu fangen, lässt Uli Beyer nicht gelten. „Ich nutze nur Stahl- oder Titanvorfächer und fange genug!“ meint er schmunzelnd. Letztlich behindere das Material auch die Schwimmbewegung der Köder, da es natürlich entsprechend dick gewählt wird.

Wie es sich mit dem richtigen Köder verhält erfährst Du in Teil 2. Da geht es dann außerdem um das Thema Nachläufer.

Das ganze Video kannst Du Dir hier ansehen =>

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