Feedern Teil 2 Blogtitel

FEEDERN am Fluss – die Basics TEIL 2

Im zweiten Teil der Blog-Serie zum Feedern am Fluss erfährst du, wie du einen Futterplatz anlegst, wie das Auswerfen gelingt und wie du am besten im Flachwasser oder an der Strömungskante angelst.

 

In Teil 1 hat Hubertus schon erklärt, welche Ausrüstung du benötigst (lade dir einfach die Feeder Einkaufsliste herunter), wie du gute Angelstellen wählst und auf welche Futtermischung du setzen solltest. Nun geht es darum, den Futterplatz durch gezieltes Auswerfen des gefüllten Futterkorbs attraktiv zu gestalten und so die Fische anzulocken. Die Technik hierzu und viele Infos zum erfolgreichen Feedern verrät dir Hubertus in diesem Beitrag.

Feedern Rotauge

Das Rotauge ließ sich von der appetitlichen Futterspur verführen.

 

  1. Welche Hakengröße ist richtig?
  2. Montage 1: Schlaufenmontage
  3. Montage 2: Standardmontage/Anti-Tangle-Boom
  4. So füllst du den Futterkorb optimal
  5. Gezieltes Auswerfen: So geht’s
  6. So verhinderst du, dass die Rutenspitze bricht
  7. Wie lege ich einen Futterplatz an?
  8. Köder – so wird’s gemacht
  9. Es funktioniert – die Fische beißen


Welche Hakengröße ist richtig?

Beginnen kannst du im flachen Wasser zunächst mit den kleineren Hakengrößen. Zum Beispiel mit einem Vorfach von 0,20 mm Durchmesser und mit einem 14er Haken. An der Strömungskante kannst du ein Vorfach von 0,25 mm Durchmesser mit einem 10er Haken einsetzen. Als Länge sind 80 bis 100 cm ein guter Standard für den Einstieg, der sich leicht variieren lässt.

Vorfach Feedern

Je nach Zielfisch liegt die Hakengröße beim Feedern zwischen 8 (Karpfen) und 18 (Rotfedern)

Zu kurz ist schlecht, da der Köder dabei zu dicht am Futterkorb präsentiert wird. Auch ein zu langes Vorfach ist ungünstig, da die Made dann regelrecht am Grund „flattert“. Sollte der Fangerfolg bei der gewählten Vorfachlänge ausbleiben, kannst du es auf ca. 60 cm kürzen.

Im Flachwasser zwischen den Buhnen sind kleinere Fische zu erwarten, so dass du dein Vorfach entsprechend fein auswählen kannst: Zum Beispiel mit einer 0,18er Schnur und einem 12er Haken. Das Vorfach kannst du in einer Länge von ca. 80 cm anhängen. Auch der Futterkorb ist mit ca. 60 g leichter als der, den du in der Strömung verwendest.

TOP-TIPP Bei kühler Witterung mit Wassertemperaturen unter 8 ° C lohnt es sich, im Flachwasser zu angeln. Hier sind die Aussichten gut, Fische an den Haken zu bekommen.


Montage 1: Schlaufenmontage

Schlaufen-Montage fertig

Schlaufen-Montage

Für die Rute, mit der du direkt an der Strömungskante angelst, kommt die Schlaufenmontage – eins der besten Feeder-Rigs überhaupt – zum Einsatz. Dieses wird aus der monofilen Schlagschnur (z.B. Fluocarbon) geknotet. In die Schlaufe hängst du den Futterkorb ein und am gezwirbelten Seitenarm kann bequem das Vorfach montiert werden. Hierzu findest du bei YouTube übrigens auch ein Video von uns.


Montage 2:  Standardmontage/Anti-Tangle-Boom

Futterkorb mit Anti-Tangle-Boom

Anti-Tangle-Boom

Aus unserem Onlinekurs kennst du vielleicht schon die unkomplizierte Feedermontage mit Wirbeln und Perle bzw. einem Anti-Tangle-Boom. Sie lässt sich sehr einfach umsetzen: Den Futterkorb hängst du in einen Wirbel (zum Beispiel einen Feederwirbel mit integrierter Perle) oder den Anti-Tangle-Boom ein. Danach fädelst du noch eine Gummiperle auf und verbindest die Hauptschnur mit einem Clinchknoten mit dem Wirbel, in den du das Vorfach einhängst.


So füllst du den Futterkorb optimal

Nachdem das Futter durch das Anfeuchten und Sieben nun die richtige Konsistenz hat, kannst du den Futterkorb befüllen. Gegebenenfalls muss das Futter nach dem Aufquellen noch ein bißchen nachgefeuchtet und erneut gesiebt werden.

Das Füllen geht bei herkömmlichen Metallkörben am besten, indem du das Futter mit dem Daumen auf der einen und zwei Fingern auf der anderen Seite in den Öffnungen schiebst.

Futterkorb füllen Feedern

Nicht zu locker und nicht zu fest wird das Futter in den Metallkorb gedrückt.

Achte darauf, die Mischung nicht zu fest anzudrücken, damit das Futter sich am Grund noch gut aus dem Korb lösen kann. In der Strömung musst du etwas mehr Feuchte im Futter haben. Im Flachwasser braucht das Futter nicht ganz so feucht zu sein. Es sollte sich gelöst haben, wenn du ein paar mal an der Rute ruckst.

TOP-TIPP An der Luft trocknet das Futter rasch – nach einiger Zeit solltest du daher die Beschaffenheit kontrollieren und noch einmal nachfeuchten. Dann das Futter wieder sieben, damit es nicht klumpt.


Zielgerichtetes Auswerfen: So geht’s

Beim Auswerfen mit dem klassischen Überkopfwurf kommt es darauf an, möglichst immer die gleiche Stelle zu treffen. So kannst du einen attraktiven Futterteppich erzeugen, der die Fische anlockt. Stelle dich zum Auswerfen immer an den gleichen Platz. Danach suchst du dir zum Fokussieren einen Punkt am gegenüberliegenden Ufer aus, auf den du beim Werfen zielen kannst.

Damit du immer die gleiche Weite beim Werfen erzielst, kannst du den Schnurclip einsetzen. Wirf zunächst den Futterkorb an die gewünschte Stelle aus und lasse ihn zum Grund absinken. Hier überprüfst du, ob das Gewicht passt und du die Strömungskante getroffen hast. Der Korb sollte nicht kullern, sondern liegenbleiben. Wenn er zuvor zwei, drei Hüpfer macht, ist es auch ok.

Hänge nun die Schnur in den Schnurclip ein, in dem du sie unter der Clip-„Nase“ herführst. Damit hast du die Schnur auf eine konstante Weite festgesteckt.

So verhinderst du, dass die Rutenspitze bricht

Beim Werfen, besonders mit eingeclippter Schnur, kommt es nun sehr auf die Haltung an, damit du nicht Gefahr läufst, dass dir die empfindliche Rutenspitze bricht. Der Trick besteht darin, nach der ersten Wurfbewegung die Angel direkt wieder hoch zu nehmen. Also nicht mit der Spitze unten bleiben, sondern die Rute wieder senkrecht nach oben und locker in der Hand halten. Wenn nun im Flug das Gewicht des Futterkorbs in die Schnur schlägt, gehst du mit der Rute locker mit und nimmst so etwas von der Wucht des Gewichts auf.

Wenn du im Flachwasser gut sehen kannst und relativ nahe angelst (4 – 6 Meter), kannst du meist auch ohne Schnurclip die Futterstelle „auf Sicht“ treffen. Das erfordert zu Beginn natürlich etwas Übung 🙂

TOP-TIPP Wenn du die Angelstelle noch nicht kennst, macht es Sinn, zunächst den Korb ohne Futter auszuwerfen und die Rute dann leicht nach links zu ziehen. So kannst du den Grund auf Hindernisse abtasten und vermeidest später Abrisse durch Hängenbleiben.

Werfen Feedern

Wichtig ist, möglichst an die immer gleiche Stelle auszuwerfen.


Wie lege ich einen Futterplatz an?

Für einen guten Futterplatz an einem Gewässer mit Strömung bringst du rund 5 bis 10 Körbe ein. Zu Beginn ist es am besten, keine Made am Hakenvorfach zu verwenden. Noch besser ist es, auf das Vorfach zunächst ganz zu verzichten und es erst später einzuhängen, wenn du deinen Köder einsetzen willst.

Ziel ist es, auf möglichst kleinem Raum mit dem Futter zu bleiben (idealerweise einen halben bis einen Quadratmeter). Die Strömung nimmt das Futter natürlich mit. Hier entsteht eine Futterspur.

Maden Feedern

Nachdem ein Futterplatz angelegt ist, wird den Fischen ein Madenbündel mit 3 – 4 Maden am Haken angeboten.


Köder – so wird’s gemacht

Maden sind ein guter Köder für Barben, Brassen und Rotaugen. Im Frühjahr kann man sogar Aale mit Maden locken. Fädele 3 bis 4 Maden auf den Haken. Du befestigst sie direkt dort, wo die zwei schwarzen Punkte sind (manche sagen „Augen“ dazu; tatsächlich handelt es sich aber um Flecken). Du kannst auch verpuppte Maden – sogenannte Caster – nehmen. Sie sorgen für Auftrieb, so dass der Köder etwas über dem Grund „schwebt“.


Es funktioniert – die Fische beißen

Behalte nach dem Auswerfen die Rutenspitze im Auge. Sie zeigt dir, ob du einen Biss hast und den Anhieb setzen musst.

Das Konzept ist aufgegangen. Im Flachwasser hat ein Schwarm den Futterplatz für sich entdeckt.

Wenn sich eine Zeit lang nichts tut, kannst du die Schnur mit der Kurbel 1 – 2 Umdrehungen eindrehen, um etwas „Bewegung“ in die Montage zu bringen. Damit kommt auch dein Köder meist wieder etwas näher an den Korb heran und erregt die Aufmerksamkeit der Fische.

TOP-TIPP Wenn die Fische die Futterstelle entdeckt haben, ist Tempo gefragt: Jetzt  flott nachfüttern, um die Fische am Platz zu halten.

Welche Erfahrungen hast du beim Feedern gemacht? Hat dir dieser Beitrag geholfen? Gib uns in den Kommentaren gern eine Rückmeldung! Auch Anregungen, welche Themen dich interessieren, sind immer willkommen.