Category Archives for Angelvereine & Fischereiverbände

Jetzt spenden! Unsere gemeinsame 5.000€ Spende für den Naturschutz

Lasst uns gemeinsam Gutes tun & etwas bewegen!

Wir spenden gemeinsam 5.000€, reisen dafür direkt in den Amazonas und würden uns freuen, wenn wir zusammen noch mehr Spenden für das Urwald-Schutzprojekt sammeln können! Worum es genau geht und wie Ihr auch helfen könnt, das erfahrt Ihr jetzt.

Uns von Fishing-King liegt der Naturschutz sehr am Herzen. Mit einer Spende von 5.000€ unterstützen wir daher als Unternehmen gemeinsam mit unserer Community den Verein TARGET e. V. Ruediger Nehberg, der sich unter anderem seit 2002 für den Schutz des Amazonasregenwalds engagiert. Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam den Spendentopf noch weiter füllen können. Denn wenn jeder von uns nur 5€ oder 10€ spendet, können wir locker die 10.000€ oder mehr erreichen!

Ihr fragt euch, warum uns die Thematik als Angler und Naturfreund direkt betrifft? Wie Ihr spenden könnt? Warum wir das hier gesammelte Geld diesmal nicht in Deutschland spenden? Das erzählen wir euch jetzt!

Der Regenwald ist enorm wichtig und in Gefahr

Wirtschaftliche Interessen, illegale Landeinnahmen, Raubbau und die massiven Brandrodungen bedrohen zurzeit massiv das gesamte Amazonasgebiet.

Seit Anfang 2017 wurden bereits viele tausende Quadratkilometer Urwald zerstört. Das entspricht der unvorstellbaren Fläche von mehreren HUNDERTTAUSEND Fußballfeldern. Ca. 20% der Amazonas-Entwaldung fand davon in Schutzzonen statt. Das ist nicht nur ein gravierender Eingriff in dieses besondere Ökosystem, sondern bedroht auch die darin lebenden indigenen Völker, die hier seit Jahrhunderten siedeln.

v. l. n. r.: Rüdiger Nehberg (Gründer und Vorstand von TARGET e.V., Hubertus Massong und Roman Weber (TARGET e.V.)

Seit dem Jahr 2000 engagiert sich der von Rüdiger Nehberg gegründete Verein TARGET e.V. für Menschenrechte, Völkerverständigung und den Naturschutz. Seitdem konnten bereits beeindruckende Erfolge gefeiert werden. So wurde 2012 unter anderem die Urwaldklinik CCW eröffnet, die dem indigenen Volk der Waiãpi mit einem Labor, einem Mitarbeiter-Wohnhaus und einem Patientenhaus bei der Erst- und Notversorgung hilft, z.B. bei Geburten oder bei Infektionskrankheiten wie Malaria oder Dengue. Seit 2012 wurden hier bereits mehrere tausend Behandlungen durchgeführt.

Dadurch wird das Volk der Waiãpi dabei unterstützt, selbstbestimmt in ihrem angestammten Wald zu leben und diesen gegen die Abholzung und Ausbeutung des Regenwaldes vor der Holz- und Mineralindustrie zu schützen.

Uns ist bewusst, dass, wenn sich nichts ändert, es nur eine Frage der Zeit ist, bis das sensible und überlebenswichtige Ökosystem mit seiner einzigartigen Flora und Fauna – und damit der Lebensraum der indigenen Völker – unwiederbringlich zerstört werden wird.

Die aktuellen Bedrohungen des Regenwaldes sind vielleicht stärker als je zuvor. Und betreffen auch uns als Angler. Denn der Amazonas-Regenwald ist im Kampf gegen den Klimawandel als gewaltiger CO2-Puffer eine der mächtigsten Waffen, die unser Planet zur Verfügung hat.

Zudem ist der Amazonas eines der größten Süßwasser-Reservoirs unseres Planeten und beheimatet die höchste Artenvielfalt aller Landökosysteme. Vermutlich habt ihr das in den letzten Wochen in den Medien im Rahmen der Amazonas-Brände mitbekommen. Die Auswirkungen gehen sogar soweit, dass sie in unseren heimischen Gewässern, wie der Ostsee, in Form von Veränderungen der Fischbestände spürbar sein werden.

Im Oktober und November wird Hubertus auf eigene Kosten tief in den Amazonasregenwald reisen, um sich zum einen vor Ort genau anzuschauen, was mit unserer gemeinsamen Spende genau geleistet wird und zum anderem wird er natürlich noch ein paar Angeltage einplanen. Das Ganze wird selbstverständlich mit der Kamera festgehalten und euch auf unseren Social-Media-Kanälen zur Verfügung gestellt.

Jetzt spenden!

Lasst uns gemeinsam den Amazonas schützen und helft uns dabei, die Waiapí bei dem Schutz Ihrer Heimat zu unterstützen! Jeder Euro hilft. Werdet jetzt aktiv!

Danke für deinen Beitrag und deine Unterstützung!

Es gibt 2 verschiedene Wege, um zu spenden: Ihr könnt direkt über unseren Facebook-Post spenden (Facebook: Fishing-King) oder diesem Spendenlink folgen: https://www.target-nehberg.de/de/Fishing-King

Warum wir den Betrag diesmal nicht in Deutschland spenden?

Ganz einfach: Wir denken, dass der Impact auf unseren gesamten Planeten, also auch unsere Region, durch den Schutz des Amazonas-Regenwaldes aktuell am effektivsten ist. Denn die Auswirkungen des Klimawandels betreffen auch uns hier in Deutschland.

Außerdem schließt das Eine das Andere nicht aus, denn wir planen aktuell schon für 2020/2021 weitere, noch größere Spendenprojekte, bei denen wir unter anderem direkt in Deutschland verschiedene Natur- & Artenschutz-Projekte von Angel-Verbänden und Vereinen unterstützen werden. Das hier ist also „nur“ der Anfang.

© Bild Fluss: TARGET e. V.

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Endlich – Der offizielle Onlinekurs zum Angelschein für Hessen startet

Tolle Neuigkeiten! Nachdem wir die letzten Wochen und Monate zusammen mit dem Verband Hessischer Fischer e.V. und dem Landesfischereiverband Hessen, der für die Fischereiausbildung in Hessen zuständig ist, den neuen Onlinekurs entwickelt und aufgebaut haben, ist er nun endlich fertig und ab sofort verfügbar! Unser Onlinekurs ist in Kombination mit dem Praxistag offiziell anerkannt zur Vorbereitung auf die Fischerprüfung in Hessen!

Moderne Vorbereitung auf die Fischerprüfung

Damit bietet der Verband Interessierten bzw. angehenden Anglern aus Hessen die Möglichkeit, sich modern, zeitlich flexibel und zudem qualitativ hochwertig auf die Fischerprüfung vorzubereiten. Gerade für Personen, denen der Besuch eines klassischen Präsenzkurses aus verschiedensten Gründen (z.B. wegen Schichtarbeit oder anderen beruflichen Einschränkungen) verwehrt bleibt, ist dies eine perfekte Option.

Wie sieht unser Kursangebot in Hessen genau aus? Es handelt sich dabei um einen Onlinekurs inklusive einem Praxistag. Ihr kauft den Onlinekurs, absolviert diesen, besucht einen von vielen Praxistagen (im Preis inbegriffen & Anmeldung dazu direkt über den Onlinekurs) und legt im Nachgang die Fischerprüfung ab. Das wars! Mit unserer doppelten Geld-zurück-Garantie geht ihr dabei kein Risiko ein. Hier die wichtigsten Eckdaten zum Kurs:

  • Zulassung durch unseren Onlinekurs inklusive Praxistag
  • Der Praxistag ist im Kurspreis bereits inbegriffen
  • Flexibel lernen: Auf der Couch, in der Bahn oder auf der Arbeit! Lerne wann, wo und so schnell Du willst!
  • Schritt für Schritt zum Prüfungserfolg mit über 69 4K & HD Videos, Textboxen, Bonusinhalten und mehr
  • Inkl. aller offiziellen Prüfungsfragen und Fischbilder für Hessen
  • Inkl. Probeprüfungen
  • Inkl. Prüfungs-Erfolgs-Garantie (sonst doppeltes Geld zurück)
  • Inkl. Angelschein-Trainer App
  • Unser Markenversprechen: 100% korrekte & top Lerninhalte, 100% 5-Sterne-Support an 7 Tagen und 100% Erreichbarkeit unseres Onlinekurses
  • Gemeinsam mit Experten aus Hessen erstellt

Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten, die den Kurs ermöglicht haben, insbesondere natürlich beim Verband hessischer Fischer e.V. und dem Landesfischereiverband Hessen. Euch wünschen wir jetzt viel Spaß und Erfolg mit dem Kurs!

PS: Auf dem Bild seht Ihr übrigens v. l. r. Olaf Klein (Präsident Landesfischereiverband Hessen und Ausbildungsleiter), Timo Keller (Referent Schulung Nord- und Osthessen & Ausbilungsleiter), Kai Mühlhofer (Produktmanager bei Fishing-King) und Michael Wolfram (Präsident Verband Hessischer Fischer e.V.).

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Der Bezirk Bergisches Land (NRW) stellt sich vor

Viele Neuangler, die frisch ihren Fischereischein gemacht haben, stellen sich oft die Frage, wann und wo sie angeln gehen können. Am besten natürlich in ihrer Nähe und am besten so einfach wie möglich.

Um euch hier ein wenig die Arbeit abzunehmen, stellen wir in unserem Blog immer wieder bestimmte Bezirke vor, damit ihr einen Einblick in die vielfältigen Angelmöglichkeiten in eurer Region erhaltet. 

Vor kurzem war unser Produkt-Manager Sören Schilasky zu Besuch beim Bezirksvorstand des Bezirks Bergisches Land in der Nähe von Wuppertal – in NRW. Hier hat er sich mit Helmut Wuttke getroffen, dem ersten Vorsitzenden des Bezirksvorstands und 2. Vorsitzenden des traditionsreichen Angelvereins „Bergischer Fischereiverein 1889 e. V.“. Zusammen haben die beiden ein Video für euch produziert, in dem einmal dieser einzigartige Bezirk vorgestellt wird.

Neben der Wupper gibt es nämlich mehr als nur diesen einen Fluss im bergischen Land. Die schöne, sehr naturnahe Region bietet zahlreiche Möglichkeiten bzgl. des Angelns. Nicht nur an Flüssen und Bächen, sondern auch an Stauseen, Baggerseen und Naturseen. Besonders die intakte Natur rund um die Gewässer macht das Angeln hier einzigartig (wie du im Video eindrucksvoll sehen kannst).

Der zuständige Verband ist der Rheinische Fischereiverband, er organisiert 16 Bezirke in NRW. Zusammen mit dem Verband und den einzelnen Angelvereinen wird dafür gesorgt, dass alles rund ums Angeln auch noch in Jahrzehnten möglich sein wird. Als große Naturschutzorganisation organisieren Verband und Vereine Besatzmaßnahmen, Hegefischerei, Gewässeranalysen und vieles mehr, was dazu beiträgt, dass es nicht nur für uns Angler besser wird, sondern für alle Menschen und Tiere in der Umgebung. Durch diese Maßnahmen begegnet man nicht nur Anglern am Wasser, sondern auch Waschbären, Bibern und Eisvögeln.

Besonders erstaunlich ist das, wenn man bedenkt, dass die Wupper vor einigen Jahrzehnten noch als einer schmutzigsten Flüsse Deutschlands galt. Durch Abwassereinspeisung der Industrie hat die Wasserqualität im Laufe der Industrialisierung erheblich gelitten. Inzwischen schwimmen wieder zahlreiche Forellen und Äschen in der Wupper, was ein bemerkenswertes Beispiel für erfolgreiche Renaturierung ist.

Eine weitere laufende Erfolgsstory des Bezirks ist die Wiederansiedlung von fast ausgestorbenen Fischarten in heimischen Gewässern. So verfügt der Bezirk über ein eigenes Bruthaus für Atlantische Lachse, die immer wieder erfolgreich in der Wupper besetzt werden. 

Aber nicht nur der atlantische Lachs, sondern auch andere Wanderfische, wie die Meerforelle, wurden bereits erfolgreich angesiedelt und „Heimkehrer“ beobachtet.

Weiterführende Informationen zum Wanderfischprogramm gibt’s beim BFV1889:
http://www.bfv1889ev.de/wanderfischprogramm/bruthaus/index.html

Alle Bezirke des Rheinischen Fischereiverbandes findest du unter:
https://rhfv.de/index.php?id=13

News und Termine des Bezirks Bergisch Land findest du unter:
https://rhfv.de/index.php?id=336

Eine Liste aller Vereine findest du hier:
https://rhfv.de/index.php?id=407

Gastkarten könnt ihr im Internet erstehen unter:
https://www.meineangelkarte.de/login.aspx?ReturnUrl=%2fPages%2fAngler%2fAngelkarte_2_Datum.aspx%3fGewaesserID%3d104&GewaesserID=1

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Videoempfehlung: Fluss. Mensch. Zukunft – Lösungsansätze zur nachhaltigen Fließgewässerbewirtschaftung

Heute haben wir für euch eine absolute Videoempfehlung, die wir auch als Bonusmaterial in unserem Onlinekurs eingebunden haben. Der Film von Kristof Reuther und Lukas Kirchgäßner wurde bereits vor einiger Zeit in Fachkreisen zurecht hochgelobt, weswegen wir hiermit nochmal aufmerksam machen möchten auf diese Thematik. Den Film findet Ihr auf dieser Seite.

Nachhaltige Wege der fischereilichen Bewirtschaftung

Dass eine nachhaltige Bewirtschaftung möglich ist, funktionieren kann und Sinn macht, das wird bei dem Film der beiden Studenten schnell klar. Zusammen mit dem Fischereiverein „Die Bewirtschafter“ wird genau dies beispielhaft aufgezeigt, nämlich dass es auch alternative Möglichkeiten zum klassischen „Besatz“ gibt.

Wir wünschen euch viel Spaß mit dem Film und würden uns natürlich freuen, wenn Ihr den Film in eurem Bekanntenkreis teilen würdet. Wir sind der Meinung, dass es sich hierbei um sehr wertvolle Inhalte handelt, an denen wir uns in der Zukunft als Gewässerbewirtschafter und -nutzer orientieren sollten oder sogar müssen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Kristof und Lukas, dass wir den Film in dieser Form verbreiten dürfen und natürlich dafür, dass Ihr das ganze Projekt so beeindruckend aufgearbeitet und verfilmt habt. Respekt!

© Foto & Film: Kristof Reuther & Lukas Kirchgäßner

Weitere Infos bekommt Ihr hier:

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Faszination Perlfisch – Perlfischlaichzug am Attersee

Unser Kai, Standortleiter für Österreich, war Ende April im Rahmen der Kooperation mit dem Landesfischereiverband Salzburg am Attersee im Salzkammergut (Oberösterreich) zu Gast und begleitete dabei eine spannende Exkursion zum Perlfischlaichzug mit der Kamera.

Spannendes Naturschauspiel

Einmal jährlich findet am Attersee in Österreich eine Exkursion zu den Laichzügen des Perlfischs und der Seelaube statt. In diesem Jahr waren wir vor Ort auch mit dabei und konnten so spannende Aufnahmen für den Salzburger Onlinekurs sammeln, die wir letztlich natürlich auch dem Verband zur Verfügung gestellt haben.

Geführt wurde der Tag von Mag. Dr. Michael Schauer, der Gewässerökologe und Gebietsbetreuer für das Europaschutzgebiet Mond- und Attersee ist – im Auftrag des Landes Oberösterreich. Außerdem ist er Mitarbeiter des Büro „Blattfisch“, das sich sehr aktiv für die Themen Gewässerökologie und Naturschutz einsetzt.

Auch wenn dir der Perlfisch vielleicht bis dato völlig unbekannt war, wartet auf dich im folgenden Video ein faszinierendes Naturschauspiel mit vielen spannenden Informationen. Das Laichverhalten ist, wie bei vielen anderen Fischarten auch, wirklich spannend zu beobachten und kann im Video sogar hautnah miterlebt werden. Viel Spaß dabei!

Uns war es eine Ehre, den Tag mit der Kamera begleiten zu dürfen und haben uns über den Einblick in die Welt des Perlfischs sehr gefreut. Vielen Dank für den tollen Tag!

Weitere Infos bekommt Ihr hier:

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Alexander Seggelke vom DAFV im Interview mit Fishing-King

Hubertus hatte vor einiger Zeit die Möglichkeit, Alexander Seggelke, den Geschäftsführer des Deutschen Angelfischerverbands e.V. (kurz: DAFV), in Berlin interviewen zu dürfen.

Spannende Fragen aus der Community

Bereits im Vorfeld des Interviews haben wir bei euch nachgefragt, welche Themen euch in dem Bezug auf die Arbeit des DAFV interessieren. Dabei ergab sich eine schöne Liste an spannenden Fragen, die besten daraus haben wir Alexander Seggelke dann im Interview gestellt. Und auch die Antworten dazu waren definitiv spannend. Es geht um Themen wie Küchenfenster, Catch and Release, Nachtangelverbot, Tierrechtsorganisationen und vieles mehr.

Wir wünschen euch viel Spaß mit dem knapp 45-minütigen Interview. Bevor es zu euren Fragen geht, gibt es zu Beginn ein paar allgemeine Infos zur Arbeit des DAFV generell. Zum Schluss bekommt Ihr sogar noch ein paar private Einblicke.

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Matthias Kabel, der Geschäftsführer des LAV Sachsen-Anhalt, stellt sich und den Verband vor

Brassenangeln an der Elbe – Eine Vorstellung des LAV Sachsen-Anhalt

Ende Juni war das Team von Fishing-King zusammen mit dem Geschäftsführer des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt in Magdeburg an der Elbe. Bei hervorragendem Wetter wurde mit der Feeder- und Grundmontage auf Brassen geangelt. Eins können wir euch bereits verraten: an kapitalen Brassen hat es nicht gefehlt.

Was macht so ein Anglerverband eigentlich?

Angelverbände wie der LAV Sachsen-Anhalt sind für uns Angler eine der wichtigsten Institutionen die es gibt, damit wir unser tolles Hobby auch noch in Zukunft so gut, oder besser, ausüben können. Der LAV hat sich auf die Fahnen geschrieben dafür zu sorgen, dass das waidgerechte Angeln in Einheit mit dem Biotop- und Artenschutz steht. Der Verband möchte sich für den Schutz und die Förderung der gesamten Natur einsetzen, insbesondere natürlich der Gewässer und der mit ihnen verbundenen Ökosysteme. Durch aktive Maßnahmen wie Besatz, Hegeangeln und Aussprechen von Schonzeiten, Mindestmaßen und vielen anderen Maßnahmen kann der Verband in Zusammenarbeit mit Biologen, anderen Verbänden, auf nationaler und internationaler Ebene einen starken Beitrag zur Erhaltung und Schaffung einer lebensfähigen und artenreichen Natur und Umwelt leisten.

Neben dem angewandten Umweltschutz setzt sich der Verband aber auch für die Interessen seiner Mitglieder ein, also der Angelvereine und damit aller Angler. Denn wenn du einem Angelverein angehörst, gehörst du normalerweise dem Verband an. Was eigentlich nur Vorteile hat! Zusätzlich zu einem Versicherungsschutz, hat ein Mitglied Zugang zu exklusiven Gewässern und spart sehr schnell sehr viel Geld. Sucht euch also am besten einen Angelverein in eurer Nähe, solltet ihr noch in keinem sein.

Wie genau funktionieren die Naturschutzmaßnahmen des LAV Sachsen-Anhalts?

Bei einer Bewirtschaftungsfäche von über 12.000 ha, die sich auf etwa 1.200 Gewässer verteilen, kommt sehr schnell ein ganzer Haufen Arbeit zustande. Um das zu bewerkstelligen, leisten die Mitglieder des LAV jährlich über 500.000 Arbeitsstunden zur Pflege und dem Erhalt ihrer Gewässer. Rechnet man mit dem Mindestlohn, entspricht das einem ungefähren monetären Wert von 4,6 Mio. Euro. Das und die große Mitgliederzahl von mehr als 40.000 Mitgliedern macht den LAV Sachsen-Anhalt zur größten Umweltschutzorganisation des Landes! Das kommt natürlich nicht nur den Anglern, sondern allen Nutzern der Gewässer und ihrer Umwelt zu Gute.

Besonders erwähnenswert sind die sehr erfolgreichen Wiederansiedlungsprogramme für den europäischen Lachs und die Meerforelle, z.B. in der Nuthe, Jeeze, der Elbe und ihren Nebenläufern.

Aber nicht nur für populäre Fischarten wie den Lachs oder die vielerorts z.T. übermäßigen Besatzmaßnahmen von Zandern, Schleien und Karpfen engagiert sich der Verband, sondern mit besonderem Augenmerk auch für den Besatz von sog. Biotopfischen. Also anglerisch „uninteressanten“ Arten, wie dem Bitterling, dem Moderlieschen oder dem Schlammpeitzger, da diese Fische einen essentiellen Bestandteil in einem natürlichen Ökosystem darstellen. Ein naturnaher Fischbestand ist mit der Hege, wie sie häufig praktiziert wurde, nicht zu erreichen und das Hegeziel sollte immer noch einen möglichst naturnahen, artenreichen, gesunden und ausgeglichenen Fischbestand zu erhalten und/oder wiederherzustellen.

Neben dem Umweltschutz leistet der LAV einen großen Einsatz im Jugendbereich. Rund 4.300 jugendliche Angler sind bereits im Verband organisiert. Wie bei nahezu allen gesellschaftlichen Prozessen ist das eine der wichtigsten Arbeitspunkte. Denn ohne einen guten Nachwuchs schrumpfen selbst die stärksten und größten Organisationen kontinuierlich.

Gerade hier meldet der Verband aber verstärkt Rückgänge, insbesondere in urbanen Regionen interessieren sich Jugendliche häufig weniger für die Natur und ruhigere Hobbies wie das Angeln. Zumindest wissen sie nicht, dass es mindestens genau so aufregend sein kann, wie der vermehrte Zuwachs von Influencern im Bereich des Angelns zeigt. Das Angeln mehr als nur herumsitzende alte Männer ist, wird mehr und mehr in ein neues Licht gerückt.

Das hier ein Trend abzusehen ist zeigen ja auch jüngste Ergebnisse in der Politik. Nachhaltigkeit, bewusstes Erleben der Natur und Umweltschutz rücken mehr und mehr in ein breites Interesse der Bevölkerung. Auch hier leistet der Verband durch frühzeitige Umweltbildung einen entscheidenden Beitrag. Viele ehrenamtliche Betreuer organisieren Veranstaltungen vielfältigster Art, wie z.B. das jährliche stattfindende Verbandsjugendlager. Dadurch hat sich innerhalb des Verbandes sogar eine eigene Verbandsjugend organisieren können.

https://www.lav-sachsen-anhalt.de/index.php/jugend-im-lav/jugendlager

Neben vielen Jugendlichen werden von einer Vielzahl der Bevölkkerung Angler aber immer noch als eher altmodisch und unangenehm empfunden, was können wir Angler tun, um dieses Image zu verbessern?

„Grundsätze die jeder Angler einhalten sollte:

  • keinen Müll am Gewässer zurücklassen, auch wenn es nicht der eigene Müll ist!
  • keine Fische vorsätzlich oder fahrlässig schädigen, verletzen oder unnötigen Qualen aussetzen! (auch keine Fische am Gewässer schlachten)
  • nicht die Ufervegetation schädigen (Sträucher oder Äste abknicken, Schilf oder Röhrichte außerhalb der dafür vorgesehenen Zeiten schneiden) 
  • Keine Wasservögel oder andere dort ansässige Tiere stören
  • nicht mit dem Auto bis direkt an das Gewässer heranfahren (auslaufende Betriebsstoffe etc.)
  • nicht stark alkoholisiert dort „verweilen oder herumliegen“, keine laute Musik hören und sich nicht am Gewässer für vermeintlich die nächsten 3 Monate einrichten
  • strikte Einhaltung der Gewässerordnung und gegenseitige Rücksichtnahme! 

Mehr Öffentlichkeitsarbeit durch unsere Mitgliedsvereine ist hier von Nöten, um unsere Außenwirkung und Wahrnehmung in der Bevölkerung wieder zu verbessern, nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber!

Wir können noch so viel Müll und Schrott sammeln, mühselig viele Fischarten wieder ansiedeln und jährlich tausende ehrenamtliche Arbeitsstunden für die Erhaltung und Wiederherstellung unserer Gewässer aufwenden, wenn irgendwo an einem Gewässer Müll entdeckt wird oder Jugendliche grillen und eine Party feiern, fällt dies in der Regel auf „die Angler“ zurück.“

Sagt Matthias Kabel, Geschäftsführer des LAV Sachsen Anhalt. Das gesamte Interview findet ihr ganz oben:

Weiterführende Links:

https://www.bild.de/partner/ratgeber/ratgeber/angeln-ist-trend-alles-was-sie-zum-losfischen-wissen-muessen-62726978.bild.html?fbclid=IwAR1_vLRPtRX9he7HEmikQpZ53kRh2jKCVFjbkXDUqsBxxgitE3U1cmTGkdk

https://www.lav-sachsen-anhalt.de

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Der Maifisch – ein vergessener Wanderfisch

Aufgrund von Flussbegradigungen und Verbauung von Flussläufen ist der Lebensraum Fluss schon lange nicht mehr so, wie er natürlich war. In ganz Europa gibt es nur noch eine Hand voll Flussläufen, die noch in ihrer natürlichen Form vorzufinden sind. Darunter leiden besonders Tiere, die auf einen natürlichen, unverbauten Lauf angewiesen sind, z.B. Wanderfische wie Aal, Lachs oder der viel unbekanntere Maifisch.

Der Maifisch gehört zur Familie der Heringe und kann beachtliche Größen von bis zu 60 – 70 cm erreichen. Den größten Teil seines Lebens verbringt er im Meer, wandert dann aber im Alter von 3 – 8 Jahren zum Laichen in die Flüsse ab (ähnlich wie Lachs und Meerforelle). In Deutschland war der Fisch besonders im Rhein und seinen Zuläufern beheimatet, ist aber durch Überfischung und Verbauung im Rhein seit den 1960er Jahren ausgestorben.

Ein prächtiges Exemplar eines Maifischs aus Portugal. Vorgestellt vom Poller Heimatkundler Hans Burgwinkel

Am 06.06.2019 fand am Kölner Rhein der jährliche feierliche Besatz von Maifischen statt. Zu Gast waren mehrere prominente Gäste wie die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz Ursula Heinen-Esser oder die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Köln Elfi Scho-Antwerpes.

Zumindest der Ausblick lohnt sich für die Maifischlarven beim Poller Maigeloog

Der jährliche Besatz von Maifischen ist ein echtes Erfolgsprojekt. Begonnen wurde das Projekt im Jahr 2008. Damals noch als EU-Life Projekt, heute als „länderübergreifendes Maifischprojekt“. Im Rahmen des Projektes wurden in den letzten 10 Jahren über 13 Millionen Maifischlarven Rhein ausgesetzt. Die Larven hierbei stammen aus französischer Zucht, im französischen Gironde-Garonne-Dordógne-System gibt es eine der wenigen noch wilden Populationen des seltenen Maifisches, daher werden Elterntiere dieser Population für die Zucht genutzt.

Prof. Dr. Stefan Stoll vom Umwelt-Campus Birkenfeld mit einer Portion Maifischlarven im Messbecher

Mittlerweile konnte das Projekt bereits gute Erfolge feiern, so konnten in den letzten Jahren über 750 adulte Maifische im Rheinsystem gesichtet werden. Das tatsächliche Maß der Population wird aller Wahrscheinlichkeit die 750 noch weit überschreiten.

Einer der wichtigsten Verfahren um den Erfolg des Projektes zu messen ist, wie überall in der Wissenschaft, eine gute Dokumentation. Da der Rhein aber riesig ist und der Maifisch im Vergleich sehr klein ist, ist eine Dokumentation von den spannenden Maifischpaarungs-Events sehr selten. Wer also nachts am Rhein unterwegs ist und einmal in den Genuss kommt, ein solches Laichspektakel zu beobachten, der meldet sich am besten beim RhFV mit dem Zeitpunkt der Beobachtung (siehe Bild – STUDENT SCIENCE)

Federführend für das Maifischprojekt ist der Wissenschaftler des RhFV Dr. Andreas Scharbert. Zusammen mit unserem hausinternen Biologen Sören Schilasky hat er ein kleines Video rund um den Maifisch und das Maifischprojekt gedreht (siehe oben).

Der Rheinische Fischereiverband organisiert zahlreiche Umweltprojekte nicht nur für den Maifisch

Weiterführende Links:

https://www.umwelt-campus.de/projekt-maifisch/

https://rhfv.de

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Was Fischereiverbände leisten – Beispiele vom Rheinischen Fischereiverband 1880 e.V.

In unseren Blogs wollen wir regelmäßig über aktuelle Projekte der Fischereiverbände berichten. Häufig haben Angler von der Vielfalt und dem Nutzen nur eine vage Vorstellung. Das ist schade, denn hier wird Großartiges geleistet!

Aufgabenschwerpunkte der Fischereiverbände

Neben allgemeinen Aufgaben als Interessenvertretung und starker Partner der angeschlossenen Angelvereine widmen sich Fischereiverbände der Pflege der Natur mit dem Schwerpunkt Gewässer. Renaturierung und Artenschutz sollen den möglichst naturnahen Zustand unserer Gewässerlandschaft und ihrer Artenvielfalt erhalten oder wiederherstellen. Ein wichtiges Anliegen ist zudem die Förderung des Angelnachwuchses durch die engagierte Jugendarbeit.

Wie vielfältig sich das Projektspektrum gestalten kann, wurde zum Beispiel jüngst auf der Mitgliederversammlung des Rheinischen Fischereiverbands 1880 deutlich. Geschäftsführer Frank Molls berichtete über die laufenden und geplanten Maßnahmen des Verbands:

Lachsprojekt

Die Fließgewässer im Rheinland sind seit jeher wichtige Strecken für Wanderfische wie Lachs, Maifisch oder auch Aal, deren Bestände gefährdet sind z.B. durch Querverbauung und Wasserkraftanlagen unnatürlich hoher Einfluss von Fressfeinden in ausgebauten Gewässersystemen, wie z.B. dem Kormoran Verlust vieler Laichgebiete und Restbelastung des Wassers Einfluss des zunehmenden Schiffverkehrs im kanalisierten Rhein.

Lachsprojekt Rheinischer Fischereiverband
Damit Wanderfische wie der Lachs Bestand haben können muss die Durchlässigkeit der Fließgewässer gegeben sein.
Lachsbesatz Junglachse Rhein RhFV
Mit Lachsbesatz stützt der Rheinische Fischereiverband die Bestände, die durch den Einfluss des Menschen – aber auch durch Fressfeinde – gefährdet sind.

Hier setzt sich der Verband mit diversen Projekten aktiv ein und ist in Kooperationen eingebunden.

Die Verbandsbiologen liefern mit ihren Erhebungen (z.B. durch den automatischen Fischzähler) belastbares wissenschaftliches Material.

Durch intensive Aufklärungsarbeit sensibilisiert der RhFV die Öffentlichkeit für diese Thematik. Auch für Projekte wie „Barbe im Rhein“ oder die Wiederansiedlung des Maifischs macht sich der Verband stark.

Förderung der Angeljugend

Kinder und Jugendliche für das Angeln zu interessieren ist ein wichtiges Anliegen der Vereine und Verbände – immerhin sind sie die nächste Generation, die diese wichtige Arbeit fortführen soll.

BigFish Projekt RhFV Fishing-King

Mit dem Projekt BigFish – Jugend angelt Zukunft bietet der Verband vielfältige Aktionen, um den Nachwuchs fürs Angeln zu gewinnen und nachhaltig zu begeistern. Hier ein paar Beispiele:

  • Zeltlager, Gemeinschaftsfischen, Touren und Reisen
  • Angeln für Kinder unter 10 Jahren und Schnupperangeln ohne Fischereischein
  • Schulprojekte und Naturschutzwettbewerbe
  • Aus- und Weiterbildung von Jugendleitern
  • Workshops u.a.m.

Dazu bietet der RhFV Partnerschaften in Form von Anzeigenschaltungen in der Verbandszeitschrift an. => hier.

Die traditionellen Aalschokker sollen erhalten bleiben – jetzt werden sie für die Bestandserhebung genutzt
Schokker Projekt

Mit dem „Schokker-Projekt“­ sorgt der RhFV in den kommenden drei Jahren mit seinen Fachleuten und dem Know-how zur Erfassung der Fischbestände.

Gleichzeitig wird Erhalt der traditionellen Befischungstechniken gesorgt – die Aal-Schokker bleiben also im rheinischen Landschaftsbild erhalten. Die Maßnahme wird übrigens auch über den EU-Fischereifond gefördert.

Notfall-Hilfe für Gewässer

Im Hitzesommer 2018 war das RhFV-Notfallteam häufig im Einsatz. Der Grund: Die hohen Temperaturen führten in vielen Gewässer zu massivem Sauerstoffmangel. Tausende von Fischen gingen dadurch zugrunde. Dank vieler freiwilliger Helfer aus den Vereinen konnte das Notfallteam noch in vielen Fällen z.B. durch Umsetzmaßnahmen Schlimmeres verhindern.

Aus- und Weiterbildung

Fischereiverbände sind auch als „Bildungsträger“ aktiv. Denn jeder, der angeln möchte, muss sich gründlich auf die Fischerprüfung vorbereiten. In Kooperation mit Fishing-King können Angelscheinanwärter im Kombikurs die Theorie online erarbeiten- die praktische Seite vermitteln erfahrene RhFV-Ausbilder im kompakten Wochenendseminar.


Im Kombikurs kommt das beste aus zwei Lernwelten zusammen: Komfortables Lernen am PC und Handy und Gerätebaupraxis im Kompaktseminar.

Dieses Angebot ermöglicht auch jenen, die zeitlich eingeschränkt sind, den Zugang zur Fischerprüfung.

Teilnehmer der klassischen Lehrgänge profitieren ebenfalls von der Kooperation: Sie können die Fishing-King App im Kurs als Modul vergünstigt nutzen.

Damit Vereine ihrer Hegepflicht fachgerecht nachkommen können, bildet der Verband Gewässerwarte aus. Dazu kommen zahlreiche Workshops und Fortbildungen. Aktuell zum Beispiel zum Thema „Totholz und Rotfederbesatz“­ an einem Baggersee in Köln.

Durch Teilnahmen an Messen bringt der RhFV den Anglern und Vereinen seine Arbeit und die aktuellen näher.
Untersuchungsprogramme und moderne Ausrüstung

Der Rheinische Fischereiverband hält eine moderne Fischerei- und­ Gewässerausstattung vor. Aktuell steht die Beschaffung einer kompletten Bootsausrüstung für die RhFV-Jugend an. Möglich wird dies durch Fördergelder der Firma Henkel in Düsseldorf.

Fischpopulationen und Gewässerchemie stehen im Blickpunkt von Untersuchungsprogrammen. Ebenso Biotopmaßnahmen und Studien. Sie kommen den Vereinen ebenso zugute wie Beratungen – etwa in Rechtsfragen oder der Satzungsgestaltung. Unverzichtbar ist außerdem die Lobbyarbeit – etwa, damit die Angelmöglichkeiten nicht durch zu viele Auflagen unverhältnismäßig eingeschränkt werden.

Kurzum – das Spektrum der Verbandsarbeit ist breit und zeigt, dass die Fischereiabgabe nachhaltig uns Anglern und der Natur dient. Über eine Vereinsmitgliedschaft kannst du die wichtigen Aufgaben unterstützen – denn als organisierter Gruppe bekommen unsere Anliegen das nötige Gewicht!


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Gemeinsam stark für alle Angler

Der Hitzesommer 2018 mit seinen Folgen für die Fische, die Kormoranverordnung, die Gewässerdurchlässigkeit für Wanderfische und die Verwendung der Mittel aus der Fischereiabgabe waren nur einige der Themen auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung des Rheinischen Fischereiverbands 1880 e.V. am 13. April 2019. Allen gemeinsam ist das Bemühen, das Angeln, Natur und Artenvielfalt jetzt und in Zukunft zu fördern und zu erhalten.

Neben den fast 100 anwesenden Mitgliedern konnte Reiner Gube, Präsident des RhFV, in Krefeld zahlreiche interessante Gäste begrüßen:

  • Landtagsabgeordneter Rainer Deppe MdL (u.a. Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz)
  • Sebastian Schäfer von der Bezirksregierung Köln als obere Fischereibehörde
  • Dr. Andreas Mellin (Amtsvorgänger von Sebastian Schäfer und Schlichter (komiss.) im RhFV)
  • Horst Kröber (Vorsitzender des LV Westfalen und Lippe e.V.)
  • Udo Schulte (stellv. Vorsitzender der Westfälischen Angelfischer e.V.)
  • Ehrenvorsitzenden Eva Rohmann und Walter Sollbach (Ehrenvorsitzende des RhFV)
  • Günther Buttgereit (Verbandsgericht)

Wir von Fishing-King haben uns sehr gefreut ebenfalls als Gast dabei zu sein. Wir konnten über die Erfolge unserer Kooperation mit dem RhFV seit 1. September 2017 berichten wie etwa die gemeinsamen Kombikurse.

Unser Ziel ist, möglichst vielen Menschen den Zugang zum Angeln zu ermöglichen und sie zu glücklichen und naturschützenden Anglern auszubilden. Gleichzeitig möchten wir möglichst viele Angelbegeisterte ermutigen, sich durch den Beitritt in Angelvereine zu organisieren und so u.a. den Einfluss der Angler zu stärken.

Dies fördern wir durch unsere große, mediale Reichweite in den sozialen Medien (YouTube, Facebook und Instagram) von über einer halben Million Menschen im Monat. Mit der eigens geschaffenen Vereinsplattform auf der Fishing-King Website können die Vereine kostenlos für sich werben. Hierzu können sich Vereine einfach mit ihren Daten an die Firma Fishing-King per E-Mail an info@fishing-king.de wenden. Auch im Onlinekurs selbst ist diese Seite den Nutzern zugänglich. So kann durch die Postleitzahl-Eingabe leicht ein Verein in Wohnortnähe gefunden werden.

Dazu stellen wir die Vereine im RhFV im Video vor:

Für Angler und die Natur aktiv

Mit rund 450 Mitgliedsvereinen und über 40.000 Mitgliedern stellt sich der Rheinische Fischereiverband  Verband in den Dienst der Angler und aller am Schutz von Natur, Umwelt und Gewässern Interessierten im Rheinland.

Die Bedeutung dieser Arbeit zeigte sich deutlich im “Hitzesommer 2018”, wo die Gewässer kritische Temperaturen erreichten und das RhFV-Notfallteam häufig angefordert wurde.

Reiner Gube, Präsident des Rheinischen Fischereiverband

Der Grund: Bei steigenden Temperaturen sinkt der Gehalt des im Wasser gebundenen Sauerstoff dramatisch ab – die Fische ersticken.

Durch die anhaltende Hitze kam es so in vielen kleineren Fließ- und Stillgewässern zu massivem Fischsterben – wie etwa im Aasee bei Münster. Mit vereinten Kräften der vielen engagierten Helfer aus den Bezirken und Vereinen wurden mittels Umsetzaktionen viele Fische gerettet.

Ein Thema, bei dem der Verband nicht locker lässt, ist die Kormoranverordnung, denn nicht immer würden die Behörden im Sinn des Erlasses entscheiden, so Gube.

Stellung bezog der RhFV-Vorsitzende auch zur Klage gegen die Fischereiabgabe. Sie sei ein unverzichtbares Instrument für die wichtige Arbeit zugunsten der Erhaltung der Artenvielfalt und des Naturschutzes. Entgegen der Vorwürfe käme viel Unterstützung bei Vereinen direkt an.

Projekte von Anglern für Angler

Fischereiverbände können dort ansetzen, wo das Engagement Einzelner und der Vereine allein an Grenzen stößt. Durch die Mittlerposition zu Politik und Behörden bekommen außerdem Forderungen und Initiativen mehr Gewicht.

Aktuell gibt es beim RhFV neben Renaturierungsmaßnahmen noch zahlreiche Themen und Initiativen, die RhFV-Geschäftsführer Frank Molls aufzählte. Diese werden wir in einem weiteren Blogartikel noch ausführlicher beschreiben:

  • Das Lachsprojekt
  • Big Fish, Jugend angelt Zukunft
  • Schokker Projekt
  • Die Studie „Barbe im Rhein“
  • Kooperation RFG
  • Kooperation Fishing King
  • Den Einsatz gegen weitere Sperrgebiete am Rhein
  • Nothilfe für Gewässer
  • Natursohlen in den Rheinauen
  • Gewässeruntersuchungsprogramm
  • Fischbestandserfassungen
  • Boot für die Jugend
  • Bundesverband

Seit dem 16. Februar 2019 ist Dr. Andreas Mellin kommissarischer Schlichter für den RhFV. Er referierte über die Lachse und die Gefahren, denen sie auf ihrer Wanderung ausgesetzt sind – sei es durch den Sog der Schiffsschrauben, die Schlauchform des Rheins oder Welse.

Die Natur muss man aktiv schützen

Dass die Gelder der Fischereiabgabe tatsächlich nur denen zu Gute kommen, die sie eingezahlt haben, bestätigte MdL Rainer Deppe in seinem Grußwort.

Landtagsabgeordneter Rainer Deppe

Er sieht die Angler als aktive Naturschützer. Anhand der Diskussion zum Bienensterben zeigte Deppe auf, dass sich die öffentliche Wahrnehmung mitunter nicht mit der Realität deckt und ein Umdenken stattfinden müsse, wie Naturschutz betrieben werden sollte. Die Selbstheilungskräfte der Natur dürfen nicht überschätzt werden – der Mensch müsse aktiv und gezielt mithelfen. Mehr zu diesem Thema Moderner Naturschutz ist von Rainer Deppe hier zu lesen.

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