Category Archives for Angelblog für Anfänger und Fortgeschrittene

Videoempfehlung: Fluss. Mensch. Zukunft – Lösungsansätze zur nachhaltigen Fließgewässerbewirtschaftung

Heute haben wir für euch eine absolute Videoempfehlung, die wir auch als Bonusmaterial in unserem Onlinekurs eingebunden haben. Der Film von Kristof Reuther und Lukas Kirchgäßner wurde bereits vor einiger Zeit in Fachkreisen zurecht hochgelobt, weswegen wir hiermit nochmal aufmerksam machen möchten auf diese Thematik. Den Film findet Ihr auf dieser Seite.

Nachhaltige Wege der fischereilichen Bewirtschaftung

Dass eine nachhaltige Bewirtschaftung möglich ist, funktionieren kann und Sinn macht, das wird bei dem Film der beiden Studenten schnell klar. Zusammen mit dem Fischereiverein „Die Bewirtschafter“ wird genau dies beispielhaft aufgezeigt, nämlich dass es auch alternative Möglichkeiten zum klassischen „Besatz“ gibt.

Wir wünschen euch viel Spaß mit dem Film und würden uns natürlich freuen, wenn Ihr den Film in eurem Bekanntenkreis teilen würdet. Wir sind der Meinung, dass es sich hierbei um sehr wertvolle Inhalte handelt, an denen wir uns in der Zukunft als Gewässerbewirtschafter und -nutzer orientieren sollten oder sogar müssen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Kristof und Lukas, dass wir den Film in dieser Form verbreiten dürfen und natürlich dafür, dass Ihr das ganze Projekt so beeindruckend aufgearbeitet und verfilmt habt. Respekt!

© Foto & Film: Kristof Reuther & Lukas Kirchgäßner

Weitere Infos bekommt Ihr hier:

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Faszination Perlfisch – Perlfischlaichzug am Attersee

Unser Kai, Standortleiter für Österreich, war Ende April im Rahmen der Kooperation mit dem Landesfischereiverband Salzburg am Attersee im Salzkammergut (Oberösterreich) zu Gast und begleitete dabei eine spannende Exkursion zum Perlfischlaichzug mit der Kamera.

Spannendes Naturschauspiel

Einmal jährlich findet am Attersee in Österreich eine Exkursion zu den Laichzügen des Perlfischs und der Seelaube statt. In diesem Jahr waren wir vor Ort auch mit dabei und konnten so spannende Aufnahmen für den Salzburger Onlinekurs sammeln, die wir letztlich natürlich auch dem Verband zur Verfügung gestellt haben.

Geführt wurde der Tag von Mag. Dr. Michael Schauer, der Gewässerökologe und Gebietsbetreuer für das Europaschutzgebiet Mond- und Attersee ist – im Auftrag des Landes Oberösterreich. Außerdem ist er Mitarbeiter des Büro „Blattfisch“, das sich sehr aktiv für die Themen Gewässerökologie und Naturschutz einsetzt.

Auch wenn dir der Perlfisch vielleicht bis dato völlig unbekannt war, wartet auf dich im folgenden Video ein faszinierendes Naturschauspiel mit vielen spannenden Informationen. Das Laichverhalten ist, wie bei vielen anderen Fischarten auch, wirklich spannend zu beobachten und kann im Video sogar hautnah miterlebt werden. Viel Spaß dabei!

Uns war es eine Ehre, den Tag mit der Kamera begleiten zu dürfen und haben uns über den Einblick in die Welt des Perlfischs sehr gefreut. Vielen Dank für den tollen Tag!

Weitere Infos bekommt Ihr hier:

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Alexander Seggelke vom DAFV im Interview mit Fishing-King

Hubertus hatte vor einiger Zeit die Möglichkeit, Alexander Seggelke, den Geschäftsführer des Deutschen Angelfischerverbands e.V. (kurz: DAFV), in Berlin interviewen zu dürfen.

Spannende Fragen aus der Community

Bereits im Vorfeld des Interviews haben wir bei euch nachgefragt, welche Themen euch in dem Bezug auf die Arbeit des DAFV interessieren. Dabei ergab sich eine schöne Liste an spannenden Fragen, die besten daraus haben wir Alexander Seggelke dann im Interview gestellt. Und auch die Antworten dazu waren definitiv spannend. Es geht um Themen wie Küchenfenster, Catch and Release, Nachtangelverbot, Tierrechtsorganisationen und vieles mehr.

Wir wünschen euch viel Spaß mit dem knapp 45-minütigen Interview. Bevor es zu euren Fragen geht, gibt es zu Beginn ein paar allgemeine Infos zur Arbeit des DAFV generell. Zum Schluss bekommt Ihr sogar noch ein paar private Einblicke.

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Matthias Kabel, der Geschäftsführer des LAV Sachsen-Anhalt stellt sich vor

Brassenangeln an der Elbe – Eine Vorstellung des LAV Sachsen-Anhalt

Ende Juni war das Team von Fishing-King zusammen mit dem Geschäftsführer des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt in Magdeburg an der Elbe. Bei hervorragendem Wetter wurde mit der Feeder- und Grundmontage auf Brassen geangelt. Eins können wir euch bereits verraten: an kapitalen Brassen hat es nicht gefehlt.

Was macht so ein Anglerverband eigentlich?

Angelverbände wie der LAV Sachsen-Anhalt sind für uns Angler eine der wichtigsten Institutionen die es gibt, damit wir unser tolles Hobby auch noch in Zukunft so gut, oder besser, ausüben können. Der LAV hat sich auf die Fahnen geschrieben dafür zu sorgen, dass das waidgerechte Angeln in Einheit mit dem Biotop- und Artenschutz steht. Der Verband möchte sich für den Schutz und die Förderung der gesamten Natur einsetzen, insbesondere natürlich der Gewässer und der mit ihnen verbundenen Ökosysteme. Durch aktive Maßnahmen wie Besatz, Hegeangeln und Aussprechen von Schonzeiten, Mindestmaßen und vielen anderen Maßnahmen kann der Verband in Zusammenarbeit mit Biologen, anderen Verbänden, auf nationaler und internationaler Ebene einen starken Beitrag zur Erhaltung und Schaffung einer lebensfähigen und artenreichen Natur und Umwelt leisten.

Neben dem angewandten Umweltschutz setzt sich der Verband aber auch für die Interessen seiner Mitglieder ein, also der Angelvereine und damit aller Angler. Denn wenn du einem Angelverein angehörst, gehörst du normalerweise dem Verband an. Was eigentlich nur Vorteile hat! Zusätzlich zu einem Versicherungsschutz, hat ein Mitglied Zugang zu exklusiven Gewässern und spart sehr schnell sehr viel Geld. Sucht euch also am besten einen Angelverein in eurer Nähe, solltet ihr noch in keinem sein.

Wie genau funktionieren die Naturschutzmaßnahmen des LAV Sachsen-Anhalts?

Bei einer Bewirtschaftungsfäche von über 12.000 ha, die sich auf etwa 1.200 Gewässer verteilen, kommt sehr schnell ein ganzer Haufen Arbeit zu Stande. Um das zu bewerkstelligen leisten die Mitglieder des LAV jährlich über 500.000 Arbeitsstunden zur Pflege und dem Erhalt ihrer Gewässer. Rechnet man mit dem Mindestlohn entspricht das einem ungefähren monetären Wert von 4,6 Mio. Euro. Das und die große Mitgliederzahl von mehr als 40.000 Mitgliedern macht den LAV Sachsen-Anhalt zur größten Umweltschutzorganisation des Landes! Das kommt natürlich nicht nur den Anglern sondern allen Nutzern der Gewässer und ihrer Umwelt zu Gute.

Besonders erwähnenswert sind die sehr erfolgreichen Wiederansiedlungsprogramme für den europäischen Lachs und die Meerforelle, z.B. in der Nuthe, Jeeze, der Elbe und ihren Nebenläufern.

Aber nicht nur populäre Fischarten wie der Lachs, oder die vielerorts, z.T. übermäßigen, Besatzmaßnahmen von Zandern, Schleien und Karpfen engagiert sich der Verband mit besonderem Augenmerk für den Besatz von sog. Biotopfischen. Also anglerisch „uninteressanten“ Arten, wie dem Bitterling, dem Moderlieschen oder dem Schlammpeitzger, da diese Fische einen essentiellen Bestandteil in einem natürlichen Ökosystem darstellen. Ein naturnaher Fischbestand ist mit der Hege, wie sie häufig praktiziert wurde, nicht zu erreichen und das Hegeziel sollte immer noch einen möglichst naturnahen, artenreichen, gesunden und ausgeglichenen Fischbestand zu erhalten und/oder wiederherzustellen.

Neben dem Umweltschutz leistet der LAV einen großen Einsatz im Jugendbereich. Rund 4.300 Jugendliche Angler sind bereits im Verband organisiert. Wie bei nahezu allen gesellschaftlichen Prozessen ist das eine der wichtigsten Arbeitspunkte. Denn ohne einen guten Nachwuchs schrumpfen selbst die stärksten und größten Organisationen kontinuierlich.

Gerade hier meldet der Verband aber verstärkt Rückgänge, insbesondere in urbanen Regionen interessieren sich Jugendliche häufig weniger für die Natur und ruhigere Hobbies wie das Angeln. Zumindest wissen sie nicht, dass es mindestens genau so aufregend sein kann, wie der vermehrte Zuwachs von Influencern im Bereich des Angelns zeigt. Das Angeln mehr als nur herumsitzende alte Männer ist, wird mehr und mehr in ein neues Licht gerückt.

Das hier ein Trend abzusehen ist zeigen ja auch jüngste Ergebnisse in der Politik. Nachhaltigkeit, bewusstes Erleben der Natur und Umweltschutz rücken mehr und mehr in ein breites Interesse der Bevölerung. Auch hier leistet der Verband durch frühzeitige Umweltbildung einen entscheidenden Beitrag. Viele ehrenamtliche Betreuer organisieren Veranstaltungen vielfältigster Art, wie z.B. das jährliche stattfindende Verbandsjugendlager. Dadurch hat sich innerhalb des Verbandes sogar eine eigene Verbandsjugend organisieren können.

https://www.lav-sachsen-anhalt.de/index.php/jugend-im-lav/jugendlager

Neben vielen Jugendlichen werden von einer Vielzahl der Bevölkkerung Angler aber immer noch als eher altmodisch und unangenehm empfunden, was können wir Angler tun, um dieses Image zu verbessern?

„Grundsätze die jeder Angler einhalten sollte:

  • keinen Müll am Gewässer zurücklassen, auch wenn es nicht der eigene Müll ist!
  • keine Fische vorsätzlich oder fahrlässig schädigen, verletzen oder unnötigen Qualen aussetzen! (auch keine Fische am Gewässer schlachten)
  • nicht die Ufervegetation schädigen (Sträucher oder Äste abknicken, Schilf oder Röhrichte außerhalb der dafür vorgesehenen Zeiten schneiden) 
  • Keine Wasservögel oder andere dort ansässige Tiere stören
  • nicht mit dem Auto bis direkt an das Gewässer heranfahren (auslaufende Betriebsstoffe etc.)
  • nicht stark alkoholisiert dort „verweilen oder herumliegen“, keine laute Musik hören und sich nicht am Gewässer für vermeintlich die nächsten 3 Monate einrichten
  • strikte Einhaltung der Gewässerordnung und gegenseitige Rücksichtnahme! 

Mehr Öffentlichkeitsarbeit durch unsere Mitgliedsvereine ist hier von Nöten, um unsere Außenwirkung und Wahrnehmung in der Bevölkerung wieder zu verbessern, nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber!

Wir können noch so viel Müll und Schrott sammeln, mühselig viele Fischarten wieder ansiedeln und jährlich tausende ehrenamtliche Arbeitsstunden, für die Erhaltung und Wiederherstellung unserer Gewässer aufwenden, wenn irgendwo an einem Gewässer Müll entdeckt wird oder Jugendliche grillen und eine Party feiern, fällt dies in der Regel auf „die Angler“ zurück.“

Sagt Matthias Kabel, Geschäftsführer des LAV Sachsen Anhalt. Das gesamte Interview findet ihr ganz oben:

Weiterführende Links:

https://www.bild.de/partner/ratgeber/ratgeber/angeln-ist-trend-alles-was-sie-zum-losfischen-wissen-muessen-62726978.bild.html?fbclid=IwAR1_vLRPtRX9he7HEmikQpZ53kRh2jKCVFjbkXDUqsBxxgitE3U1cmTGkdk

https://www.lav-sachsen-anhalt.de

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Der Maifisch – ein vergessener Wanderfisch

Aufgrund von Flussbegradigungen und Verbauung von Flussläufen ist der Lebensraum Fluss schon lange nicht mehr so, wie er natürlich war. In ganz Europa gibt es nur noch eine Hand voll Flussläufen, die noch in ihrer natürlichen Form vorzufinden sind. Darunter leiden besonders Tiere, die auf einen natürlichen, unverbauten Lauf angewiesen sind, z.B. Wanderfische wie Aal, Lachs oder der viel unbekanntere Maifisch.

Der Maifisch gehört zur Familie der Heringe und kann beachtliche Größen von bis zu 60 – 70 cm erreichen. Den größten Teil seines Lebens verbringt er im Meer, wandert dann aber im Alter von 3 – 8 Jahren zum Laichen in die Flüsse ab (ähnlich wie Lachs und Meerforelle). In Deutschland war der Fisch besonders im Rhein und seinen Zuläufern beheimatet, ist aber durch Überfischung und Verbauung im Rhein seit den 1960er Jahren ausgestorben.

Ein prächtiges Exemplar eines Maifischs aus Portugal. Vorgestellt vom Poller Heimatkundler Hans Burgwinkel

Am 06.06.2019 fand am Kölner Rhein der jährliche feierliche Besatz von Maifischen statt. Zu Gast waren mehrere prominente Gäste wie die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz Ursula Heinen-Esser oder die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Köln Elfi Scho-Antwerpes.

Zumindest der Ausblick lohnt sich für die Maifischlarven beim Poller Maigeloog

Der jährliche Besatz von Maifischen ist ein echtes Erfolgsprojekt. Begonnen wurde das Projekt im Jahr 2008. Damals noch als EU-Life Projekt, heute als „länderübergreifendes Maifischprojekt“. Im Rahmen des Projektes wurden in den letzten 10 Jahren über 13 Millionen Maifischlarven Rhein ausgesetzt. Die Larven hierbei stammen aus französischer Zucht, im französischen Gironde-Garonne-Dordógne-System gibt es eine der wenigen noch wilden Populationen des seltenen Maifisches, daher werden Elterntiere dieser Population für die Zucht genutzt.

Prof. Dr. Stefan Stoll vom Umwelt-Campus Birkenfeld mit einer Portion Maifischlarven im Messbecher

Mittlerweile konnte das Projekt bereits gute Erfolge feiern, so konnten in den letzten Jahren über 750 adulte Maifische im Rheinsystem gesichtet werden. Das tatsächliche Maß der Population wird aller Wahrscheinlichkeit die 750 noch weit überschreiten.

Einer der wichtigsten Verfahren um den Erfolg des Projektes zu messen ist, wie überall in der Wissenschaft, eine gute Dokumentation. Da der Rhein aber riesig ist und der Maifisch im Vergleich sehr klein ist, ist eine Dokumentation von den spannenden Maifischpaarungs-Events sehr selten. Wer also nachts am Rhein unterwegs ist und einmal in den Genuss kommt, ein solches Laichspektakel zu beobachten, der meldet sich am besten beim RhFV mit dem Zeitpunkt der Beobachtung (siehe Bild – STUDENT SCIENCE)

Federführend für das Maifischprojekt ist der Wissenschaftler des RhFV Dr. Andreas Scharbert. Zusammen mit unserem hausinternen Biologen Sören Schilasky hat er ein kleines Video rund um den Maifisch und das Maifischprojekt gedreht (siehe oben).

Der Rheinische Fischereiverband organisiert zahlreiche Umweltprojekte nicht nur für den Maifisch

Weiterführende Links:

https://www.umwelt-campus.de/projekt-maifisch/

https://rhfv.de

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Fishing-King und Hubertus im Artikel bei der BILD

Gestern wurde online bei der BILD Zeitung ein neuer Artikel zum Thema Angeln veröffentlicht. Neben Olaf Lindner vom DAFV kommt darin auch Hubertus zu Wort.

Angeln liegt voll im Trend

Dass das Angeln mehr als nur Fische fangen ist, darauf kommen in Deutschland immer mehr Menschen. Nicht ohne Grund gehen in Deutschland jährliche mehrere Millionen Menschen zum Angeln.

Warum dies so ist, wie viele Angler wir wirklich in Deutschland haben und was Einsteiger in Deutschland beachten müssen, damit befasst sich unter anderem der Artikel. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!

PS: Du hast noch keinen Angelschein? Dann wird es Zeit! Hier Bundesland auswählen und loslegen!

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Rein in den Verein: Warum sich die Mitgliedschaft im Angelverein lohnt

Du wohnst in Schleswig-Holstein und fragst Dich, ob es sich lohnt, in einen Angelverein einzutreten? Wir finden: In jedem Fall! Und dafür gibt es auch gute Gründe:

In der Regel sind exklusive Vereinsgewässer besser gehegt und verfügen über hervorragende Fischbestände. Darüber hinaus hast Du als Vereinsmitglied Hausgewässer, Stammgewässer an denen man nahezu jeder Zeit immer wieder angeln kann. Dadurch lernst Du das Gewässer besonders intensiv kennen und – wer sein Gewässer kennt, der fängt!

Neben den üblichen Vorteilen einer Vereinsmitgliedschaft bietet Dir eine Mitgliedschaft in einem dem Landessportfischerverband zugehörigen Vereine in Schleswig-Holstein ganz besondere Vorzüge.

Ungefähr 330 Vereine (Stand Frühjahr 2019) sind im LSFV organisiert und bieten Dir als Mitglied exklusiven Zugang zu folgenden Gewässern:

Darüber hinaus sind viele Angelvereine auch Pächter eigener Gewässer, die dann exklusiv für Vereinsmitglieder zur Nutzung stehen.

Neben dem Zugang zu den Top-Gewässern, stärkst Du mit einer Mitgliedschaft die Angel-Community in Schleswig-Holstein und kannst Dich so, ohne viel Aufwand, für die Interessen der Angler stark machen. Wir können Dir daher eine Vereinsmitgliedschaft in einem der Vereine in Schleswig-Holstein nur wärmstens empfehlen.

Hier findest Du den Link zum Landessportfischerverband => LSFV

Du bist noch kein Mitglied in einem Angelverein? Dann schau dir dieses Video an
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Handlandung beim Hecht: So klappt’s ganz sicher

Der Hecht hängt am Haken – wie geht es jetzt weiter? Den kampfstarken Räuber zu landen und sicher abzuhaken endet nicht selten mit fiesen Verletzungen – beim Fisch genauso wie beim Angler. Besonders wichtig ist die richtige Technik vor allem dann, wenn der Hecht eine Größe außerhalb des Entnahmefensters* liegt. Also, wenn der Fisch unter- oder obermaßig ist und zurückgesetzt werden muss. Dann beeinflusst das richtige Handling die Überlebenswahrscheinlichkeit entscheidend.

*Entnahmefenster: Größenbereich zwischen Mindestmaß und Obermaß eines Fischs – über und unter den Maßen muss er schonend zurückgesetzt werden

Die 4 häufigsten Fehler beim Handling von Raubfischen
Thomas Klefoth AVN Fishing-King Experte
Dr. Thomas Klefoth hat sich als Verbandsbiologe beim Anglerverband Niedersachsen insbesondere auf den Hecht spezialisiert. Als Experte gibt er bei Fishing-King wichtiges Hintergrundwissen und hilfreiche Tipps weiter.

Dr. Thomas Klefoth ist Verbandsbiologe beim AVN und Fishing-King Experte. Im Onlinekurs und auch auf unserem YouTube Kanal erklärt er Dir, worauf Du beim Handling von Raubfischen achten solltest. Mit seinen Tipps kannst Du die 4 häufigsten Fehler vermeiden:

  • Falsche Ausrüstung
  • Rachensperre
  • Der falsche Kiemengriff
  • Tief gehakte Köder falsch lösen
Tipp Nr. 1: Mit der richtigen Ausrüstung ans Wasser

Wenn Du beim Equipment ein paar Punkte beachtest, ist schon viel gewonnen. Du benötigst:

  • Messschiene
  • Abhakmatte
  • Lange Zangen (evtl. gebogen)
  • Seitenschneider
  • Solides Schlagholz
  • Scharfes Messer
Raubfisch Handling Ausrüstung
Die richtige Ausrüstung ist die Grundlage für das sichere Handling mit Raubfischen

Eine rollbare Messschiene aus Kunststoff ist besonders praktisch. Du kannst sie anfeuchten und den Fisch zum Messen darauf ablegen. So kann die empfindliche Schleimhaut geschont werden.

Eine kleine Abhakmatte ist ebenfalls unbedingt sinnvoll und lässt sich zum Beispiel außen an den Rucksack hängen.

Es gibt verschiedene Zangenmodelle (z.B. in „Pistolen-Form“, mit denen Du tief geschluckte Haken erreichen kannst). Auch lange Zangen mit gebogener Spitze sind hilfreich.

Ein guter Seitenschneider sollte in der Tackle-Box nicht fehlen. Du kannst Haken damit durchknipsen, wenn sie zu tief im Hechtrachen oder den Kiemen stecken. Spätestens, wenn mal Dein Finger zusammen mit einem zappelnden, zahnreichen Hecht mit im Drilling hängt, wirst Du dieses Werkzeug nicht missen wollen.

Ob Du als Schlagholz ein günstiges Modell aus dem Angelgeschäft nimmst oder einen abgesägten Besenstiel ist eigentlich egal – Hauptsache es ist stabil genug, um ausreichend Druck für einen großen Fisch zu erzeugen. Und ein scharfes Messer ist natürlich auch unerlässlich.

Was bringt die Rachensperre wirklich?

Sie wird mancherorts für die Hechtangelei vorgeschrieben, aber wirklich sinnvoll ist die Rachensperre eigentlich nicht. Sie lässt sich meistens nur schlecht platzieren – z.B. wenn der Köder im Weg ist. Bei einem Fisch, der sich heftig bewegt, fliegt die Sperre schnell wieder aus dem Maul. Besser ist hier der richtig durchgeführte Kiemengriff, um den Hecht zügig abhaken zu können.

Rachensperren sind nicht sonderlich hilfreich
Kiemengriff – gewusst, wie

Man sieht den Kiemengriff häufig – doch wird er oft nicht richtig ausgeführt, so dass die Verletzungsgefahr sowohl für den Hecht, als auch den Angler hoch ist. Die Kiemen sind scharfkantig und können böse Schnittverletzungen verursachen.

Hecht Anatomie der Kiemen
Greife nie direkt in die Kiemen hinein – Du verletzt den Fisch und oft auch Dich selbst!

Im schlechtesten Fall greifst Du dazu noch in einen tief sitzenden Drilling – eine Situation, die sich kein Angler wünscht. Zudem sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit des Fisches, wenn die Kiemen verletzt werden. So machst Du es richtig:

Kiemengriff beim Hecht richtig ausführen
Die richtige Stelle findest du, wenn Du mit einem Finger den Kiemensaum entlang fährst bis zur Maulspitze.

Fahre vorsichtig mit dem Finger am Kiemenrand entlang tastend nach vorne. Dort greifst Du mit dem Mittelfinger behutsam unter, während Du mit Daumen am Maulwinkel das Fischmaul fixierst, das sich automatisch öffnet.

Daumen und Mittelfinger halten den Hecht sicher

Nun kannst Du den Haken lösen und den Hecht schonend zurücksetzen. Achte dann darauf, dass Du den Fisch erst loslässt, wenn er sich aufgerichtet hat und selbstständig davon schwimmt.

Wenn der Haken besonders tief sitzt

Beim Hakenlösen kannst Du ebenfalls Fehler vermeiden. Denn gerade, wenn Hechte hungrig oder aggressiv sind, schlucken sie den Köder häufig sehr tief. Dann kommt der Seitenschneider ins Spiel. Knipse den Haken außen ab und entferne dann den Köder. Die paar Cent für den Haken sollten Dir die besseren Überlebenschancen des Hechts wert sein.

Hecht-Handling Haken Kiemen Seitenschneider
Hat sich ein Haken wie hier in die Kiemen gebohrt, so knipse ihn von hinten mit dem Seitenschneider ab

TIPP: Wenn Du zügig anschlägst, kannst Du verhindern, dass der Hecht den Köder zu tief schluckt.

Das ganze Experten-Video kannst Du Dir hier ansehen

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Meerforelle: Watangeln mit Jörg Strehlow – Die Technik

Die richtige Ausrüstung fürs Watangeln auf Meerforelle und die optimale Stellenwahl haben wir dir in unserem Blog „Meerforelle: Watangeln mit Jörg Strehlow“ schon vorgestellt. Jetzt geht’s ins Wasser! Folgende Fragen wollen wir dir beantworten:

  • Wie watest du richtig?
  • Wie sollte die Bremse eingestellt sein?
  • Wie wirfst du aus, um auf Weite zu kommen?
  • Welche Köderführung hat Erfolg?
  • Wie gehst du am besten mit Nachläufern um?
  • Welche Taktik empfiehlt sich im Wasser?

Watangeln Fishing-King Strehlow Meerforelle

Richtig waten – das solltest du beachten

Sicherheit sollte immer im Vordergrund stehen, denn Waten ist nicht ganz ungefährlich. Verwende also bei steinigen oder unbekannten Untergründen einen Watstock, um Hindernisse und Untiefen auszuweichen. Hier reicht ein geeigneter Stock aus dem Wald, den du dir zurechtschnitzt. Befestige ihn mit einer Kordelschlaufe am Watgürtel – so hast du ihn immer parat. Neben dem Abtasten des Bodens ist die Hauptfunktion des Stocks, dass du dich abstützen kannst, wenn du mal ins Straucheln kommst.

Wichtig! Behalte stets den Wasserstand im Auge, wenn du dich auf einer Sandbank befindest. Davor gibt es immer eine tiefere Rinne, durch die du waten musst.

Bremse optimal einstellen

Die Meerforelle hat ein weiches Maul. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, die Bremse gut einzustellen. Sie sollte weder zu hart, noch zu weich sein.

Strehlow Bremseinstellung Meerforelle Fishing-King

Die Rute muss „arbeiten“ – die Bremse soll aber dem flüchtenden Fisch auch Schnur geben

Trotzdem soll ein sicherer Anschlag auch über weite Distanzen gelingen. Stelle die Bremse so ein, dass du mit der Hand noch mühelos Schnur abziehen kannst.

Auswerfen und Anhieb setzen

Lass den Köder zum Auswerfen ca. auf 1/3 bis maximal halbe Rutenlänge baumeln. Als Rechtshänder fasst du das Rutenende mit links – mit der rechten Hand umfasst du die Rollenhalterung (Steg zwischen den kleinen Finger und den Mittelfinger nehmen). Dann führst du die Rute gerade nach hinten und ziehst mit beiden Händen kraftvoll durch. 

Sobald der Köder auf dem Wasser auftrifft, bremst du die Schnur mit dem Zeigefinger der rechten Hand ab – so streckt sie sich und bleibt gespannt. Das ist wichtig, um eine Perückenbildung zu verhindern. Anfänger versäumen es häufig, die Schnur mit dem Finger zu stoppen und kurbeln dann die lose Schnur auf. Das führt unweigerlich zu den gefürchteten Schnurknäueln – bei Wurfweiten von rund 100 oder mehr Metern heißt das: Hoher Schnurverlust. Den kannst du dir mit der richtigen Technik ersparen!

So führst du den Köder richtig

Lasse den Köder je nach Wassertiefe zwischen 2 und 4 Sekunden sinken. Erfahrungsgemäß halten sich Meerforellen im oberen Wasserdrittel auf. Die Rute bleibt dabei unten (im Winkel zwischen „8 und 10 Uhr“) – Rute und Schnur bilden quasi eine Linie. So kannst du ohne „lange Wege“ den Anhieb setzen.

Die Köderführung ist an Jörg’s „Faulenzer-Methode“ vom Zanderangeln angelehnt. Also nach 5 – 6 Kurbelumdrehungen einen Spinn-Stopp von 1 – 2 Sekunden. So gerät der Köder in eine Taumelbewegung. Beim „Hansen Flash“, den Jörg gerne fischt, kommt noch eine Drehbewegung dazu, die das Fluchtverhalten von Sandaalen täuschend echt imitiert. TIPP: Die Meerforelle kennt dieses Muster und erwartet, dass der Sandaal wieder aus dem Sand auftaucht. Das ist der Moment, in dem sie zuschlägt. Deshalb musst du – anders als beim Zanderangeln – besonders beim Ankurbeln mit Bissen rechnen!

Wenn viel Wind für Wellen und damit trübes Wasser sorgt, nutze am besten Schockfarben bei den Ködern. Im klaren Wasser sind natürliche Färbungen besser. TIPP: In der Dämmerung kommt es auf Kontrast und Schatten an. Rostfarbene oder sogar schwarze Köder sind hier Jörg’s eindeutige Empfehlung.

Nach einigen Würfen solltest du ein Stück weiter waten. An markanten Punkten lohnt es sich unter Umständen, dort etwas ausdauernder zu fischen. Im Frühjahr und Sommer versprechen übrigens besonders die frühen Morgen- oder Abendstunden Erfolg.

Herausforderung Nachläufer

Deine Polbrille hilft dir, Nachläufer zu erkennen. Weiter draußen spürst du sie eher durch einen „Anstupser“ in der Rute. Dann bewährt sich folgende Taktik:

  • Kurz stoppen
  • Den Köder etwas absinken lassen (1 – 2 Sekunden)
  • Flott wieder andrehen
Der Drill

Wenn du die MeFo am Haken hast ist Fingerspitzengefühl gefragt, damit der Fisch am Haken bleibt. (Meer-)Forellen springen nun mal von Natur aus. Die Gefahr, den Fisch dabei zu verlieren, ist entsprechend hoch. Jörg’s Tipp: „Genieße den atemberaubenden Anblick und behalte ihn in deinem Herzen“.

Und immer dran denken: Fische – vor allem die untermaßigen – schonend behandeln und den Haken im Wasser lösen.

Abschließend noch Jörg’s Gedanken zur Frage „Was ist besser – Einzelhaken oder Drilling?“: Natürlich sind Einzelhaken schonender und somit waidgerechter. Sie können bei kleinen Spoons, die vom Fisch oft tiefer geschluckt werden, leichter gelöst werden. Mehr Erfolg hat Jörg aber persönlich mit Drillingen, mit denen die Fische tendenziell weniger beim Drill aussteigen.

Das ganze Video findest du hier:

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Meerforelle: Watangeln mit Jörg Strehlow

Wer einmal auf Meerforelle geangelt hat, den packt schnell die Leidenschaft – wetten? So ging es wenigstens Hubertus, der vor knapp einem Jahr zum ersten Mal mit der Fliegenrute ans Meer loszog und seine erste „MeFo“ an der Leine hatte. Es ist schon etwas Besonderes!

Wenn Du auch mit dem Gedanken spielst, die Meeresangelei auszutesten, hat Hubertus die besten Tipps für Dich gesammelt und sich dazu den Top-Profi Jörg Strehlow an die Seite geholt. In Fehmarn zeigen sie Dir, wie Du beliebte Einsteiger-Fehler umschiffen kannst und erfolgreich in der kühlen Jahreszeit watangeln kannst.

Das Video zum MeFo-Angeln findest Du unter diesem Blog. In diesem ersten Teil geht es um die richtige Ausrüstung und die beste Stellenwahl.

Watangeln MeFo Meerforelle Jörg Strehlow Fishing-King

Im Video zum Meerforellen-Angeln mit Jörg Strehlow geht es um diese Themen.

Windstärke 7 bis 8, Wellengang und Wathosen

Die Bedingungen beim Dreh des Videos zum Meeresangeln waren nicht so ganz optimal, denn es herrschte eine ziemlich „sssssteife Brise“ – wie die Nordlichter sagen. Bei Windstärke 7 bis 8 türmten sich die Wellen an der Ostseite der Insel mächtig hoch. Doch hier zeigt sich der besondere Vorteil der Insellage. Jörg und Hubertus konnten einfach zur gegenüberliegenden Seite fahren, wo sie den Wind im Rücken hatten.

Meerforelle MeFo Jörg Strehlow Fehmarn Fishing-King

Eine gute Stelle, um vergleichsweise windunabhängig angeln zu können ist die Gegend am Leuchtturm Flügge

Punkt 1: Die richtige Angelbekleidung

Wenn Du am Meer fischen gehen willst, solltest Du Dir vorab über die richtige Bekleidung Gedanken machen. Diese muss Wind und Nässe abhalten sowie wärmen. Vor allem die Füße werden schnell kalt, was Kameramann Eugen auch im Laufe des Drehs feststellen konnte. Jörg’s Tipp: unbedingt eincremen – mit was verraten wir am Schluss 😀

Fürs Watangeln brauchst Du:

  • eine gute Wathose, Neopren oder Goretex – die Schuhgröße dabei eine Nr. größer wählen. Achte auf eine rutschfeste Sohle, z.B. aus Filz oder mit Spikes
  • wärmende Funktionsunterwäsche – z.B. mit Merinowolle, die wärmeregulierend wirkt
  • warme Funktionssocken und drüber Wollsocken
  • Oberbekleidung (z.B. Thermohose, Fleecejacke/-pulli oder Hoodie)
  • Watjacke
  • Gürtel – hier kannst Du dann auch den Watkescher unterbringen
  • ggfs. Anglerweste mit vielen Taschen zum Verstauen
  • ggfs. Schal, Buff o.ä.
  • warme Kopfbedeckung
  • Handschuhe ohne Finger (Hubertus‘ persönlicher Tipp: Neopren fingerless Gloves von Patagonia)
  • Polbrille

Kurz: Zwiebellook ist angesagt, wobei Du unbedingt darauf achten solltest, dass zwischen den Lagen ein dünnes Luftpolster erhalten bleibt. Das Gesicht gut mit einer fetthaltigen Creme eincremen und die Füße mit Leberwurst. Nein – Spaß! Jörg schwört auf Efasit Fußbalsam. Die Liste haben wir dir hier auch zum Download hinterlegt:

Liste Winterkleidung Watangeln

Punkt 2: Angelausrüstung

Die Rute: Länge zwischen 3 und 3,30 m mit einem Wurfgewicht von 20 – 50 g

Diese Rutenlänge und das Wurfgewicht eignen sich bestens für weitere Würfe. Für leichtere Köder reicht ein WG von 10 – 30 g. Meerforellen haben oft einen Rutenring mehr, was die Aktion insgesamt etwas weicher macht. Durch ihr weiches Maul schlitzen MeFos bei zu harter Aktion leicht aus.

TIPP: Eine gute Forellenrute in dieser Länge ist ein guter Einstieg, wenn Du nicht direkt eine spezifische MeFo-Ausrüstung kaufen willst. Eine leichte Karpfenrute mit 1,4 lbs. ist ebenfalls geeignet.

Die Rolle: Sie sollte am besten salzwasserbeständig sein und eine 4000er Größe mit konischer haben. Wichtig: Sie sollte in jedem Fall eine Frontbremse haben. Diese sind feiner einstellbar und lassen die Schnur ruckfreier ablaufen. Hecht- oder Zanderrollen sind hier in der Regel gut einsetzbar. Die Größe bietet ausreichend Abwurffläche.

Die Schnur: Besonders, wenn das Wasser klarer ist, empfiehlt sich eine unauffälligere Farbe – etwa grün. Grell-leuchtende Schnüre sind für Augenjäger wie die Meerforelle nicht so günstig. Im Freiwasser, wo weniger Hänger zu befürchten sind und es nicht so viel Abrieb gibt, ist eine 0,10er Schnur absolut in Ordnung (die Tragkraft entspricht also etwa 5 – 8 kg). Auch eine 0,12er Schnur ist ok.

Das Vorfach: Hier bist du gut mit einem etwas längeren (ca. 1,5 m) Fluorocarbon-Vorfach – 0,30er bis 0,35er Stärke – bedient, denn MeFos sind recht kampfstark.

Der Wirbel: Eine Empfehlung von Jörg ist ein Rosco-Wirbel in Mattschwarz statt der üblichen chromglänzenden Meereswirbel. Auch wenn es nur ein kleines Detail ist – je unauffälliger, desto besser. Damit wird der Drall verhindert.

Nicht vergessen solltest du eine Schere oder Multizange und ein Feuerzeug in der Ausrüstung sowie natürlich ein Maßband!

Punkt 3: Köder

Jörgs Top-3 Köder haben sich bewährt und sind eine gute Empfehlung:

Hansen Flash 16 g oder etwas größer in 26 g aus Dänemark – an den vorhandenen Sprengring bringt Jörg noch einen zweiten an – so hast du weniger Aussteiger. Und dazu tauscht er den vergleichsweise stumpfen Originaldrilling gegen einen sehr hochwertigen, scharfen aus. Ein super Sandaal-Imitat

Snaps Target 25 g – der lässt sich gut werfen und kommt auf leichten Zug schon gut wieder hoch

Falk-Fish Loke – kleine Köder, die sehr gut im flachen Wasser im Nahbereich funktionieren

Und noch als Extra:

Gladsax Fiske – ein langsamer Köder, der sich gut im kalten Wasser führen lässt

Punkt 4: Stellenwahl

„Meerforellen fangen wird dann erfolgreich, wenn man weiß, wo die Biester sich verstecken“, meint Jörg schmunzelnd zum Thema Stellenwahl. Ein gutes Netzwerk ist daher hilfreich: Also andere Angler (Angelläden, Guides…)  fragen, wo sie Erfolg hatten.

Der legendäre „Leopardengrund“ – also ein gemischter Untergrund aus Steinen, Sand, Muscheln und Krautbänken – ist nach wie vor eine erfolgversprechende Voraussetzung. Hier finden die Fische ein reiches Nahrungsangebot: Sandaale, Garnelen, Grundeln etc.

Von oben betrachtet sieht der Untergrund aus wie ein Leopardenfell, daher der Name. Man kann über Satelliten-Aufnahmen in Google schauen, wo es solche Stellen gibt. Auch von einer erhöhten Position am Ufer kann man sie erkennen. Also Polbrille nicht vergessen!

JÖRGS TIPP: Ausgeprägte Sandbänke sind durch ihr reiches Vorkommen von Sandaalen und Sandgarnelen eine ebenso günstige Angelstelle.

Wassertemperatur und Fressverhalten im Laichzyklus

Die ideale Temperatur des Wassers sollte nicht unter 4 ° C liegen. Bei 6 – 8 ° C geht es eigentlich erst so richtig los. Wenn die Meerforellen im Frühjahr nach dem Laichgeschäft* von den Flüssen ins Meer zurückkommen, haben sie ordentlich Appetit. Flache Buchten sind dann eine gute Wahl, da sich hier das Wasser schneller erwärmen kann – insbesondere bei dunklerem Bewuchs. Auch gut: die Förden (Flensburger Förde, Eckernförde, Kiel). Hier kann man dem Nahrungsangebot gemäß mit kleinen, leichten Ködern fischen. Das ist vor allem für Fliegenfischer bestens geeignet.

Wartest Du zu lange, so sind die Fische schon weiter draußen unterwegs und jagen den Heringen nach. An Stellen, es sich gut an tiefere Stellen auswerfen lässt (ca. 4 – 5 m Wassertiefe), kann man sie dann aber noch kriegen. Das ist zum Beispiel in der Nähe des Fehmarnsund der Fall. Ansonsten hängt die beste Wassertiefe von mehreren Faktoren ab: Temperatur, Strömung und vor allem dem Nahrungsangebot.

Galt früher die Zeit um März/April als ideal, so muss man heute natürlich die veränderten Klima-Bedingungen mit einbeziehen. Bei warmen Wintern kommen die Fische meist schon erheblich früher wieder ins Meer zurück.

Auch im Sommer lassen sich in den Morgen- und Abendstunden gut Meerforellen fangen. Diese fressen sich vor der Laichzeit* an den Küsten noch einmal richtig satt. Ideal ist die Zeit vor dem Sonnenaufgang, wo es beginnt, hell zu werden. Hier solltest Du Dein Glück an tieferen Stellen versuchen.

Zum Herbst und Winter hin werden wieder die flacheren Bereiche interessant, da die Meerforellen wieder in Richtung Flussmündungen** ziehen.

*Laichgeschäftige Meerforellen dürfen nicht entnommen werden. Du erkennst sie an ihrer auffälligen bunten Färbung.

** Im Mündungsbereich von Flüssen darf übrigens in den meisten Fällen nicht geangelt werden! Und selbst wenn kein ausdrückliches Verbotsschild das Angeln verbietet: In diesen Bereichen wollen meist die laichbereiten Meerforellen aufsteigen.

Windverhältnisse

Jörg bevorzugt zum Angeln auflandingen Wind, der ihm ins Gesicht weht. Das Wasser ist dann bewegter, die Nahrung wird vom Grund aufgewirbelt und insgesamt ist das Wasser trüber. Dann sind die Forellen unvorsichtiger und sehen außerdem den Angler nicht sofort. Zu trüb darf es jedoch auch nicht sein – die MeFo muss den Köder schließlich noch erkennen. Bläst es stärker, sollte man also besser bei ablandigem (Rücken-)Wind angeln.

Wie die Windbedingungen aktuell sind, checkt Jörg bevorzugt auf der Seite vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Hier sind viele hilfreiche Infos zu finden – auch zu Strömungsverhältnissen und Vorhersagen zum Wasserstand.

Mit welcher Technik du beim Watangeln vorgehst (z.B. Bremseinstellung, Köderführung, Umgang mit Nachläufern, Drill u.a.m.) liest du im zweiten Teil des Blogs: „Watangeln auf Meerforelle mit Jörg Strehlow – Die Technik“

Das ganze Video findest du hier:

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