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Angeln in Baden-Württemberg

Zwischen Rhein, Neckar und Donau, dem Bodensee und zahllosen Seen und Bächen liegt in Baden-Württemberg eine Angelvielfalt, die kaum ein anderes Bundesland so kompakt bietet. Ob du am großen Strom auf Räuber hoffst, an ruhigen Uferzonen Friedfische suchst oder an klaren Gewässern dein Können ausbaust: Dieser Guide zeigt dir, welche Gewässertypen sich wofür eignen, welche Fischarten du typischerweise erwarten kannst und worauf du bei Erlaubnisschein, Schonzeiten und Mindestmaßen achten musst. Viel Spaß beim Angeln in Baden-Württemberg.

Das Wichtigste in Kürze

  • Baden-Württemberg ist beim Angeln extrem vielseitig, weil Oberrhein, Neckar, Donau und Bodensee wie vier unterschiedliche Reviere funktionieren.
  • Bevor du losangelst, brauchst du in der Regel einen Fischereischein und zusätzlich eine passende Angelkarte/Erlaubnisschein für den konkreten Abschnitt, denn die Gewässerordnung kann strenger sein als die Landesregel.
  • Kinder können in Baden-Württemberg schon früh einsteigen, weil der Jugendfischereischein ab 7 Jahren möglich ist und das Angeln häufig nur unter Aufsicht erlaubt wird.
  • Nachtangeln ist in BaWü grundsätzlich möglich, aber ob und wo du es darfst, entscheidet am Ende die Gewässerordnung sowie mögliche Sperrzonen, Schonbezirke oder Naturschutzvorgaben.
  • Zander und Wels in Rhein und Neckar sind realistische Ziele.

Angeln in Baden-Württemberg ist etwas für Angler, die Abwechslung lieben und nicht jedes Wochenende dasselbe Gewässer sehen wollen. 

Du kannst hier entspannt am See auf Friedfische starten, an Bachläufen deine Technik schärfen oder dich an großen Flüssen wie Rhein und Neckar an Zander, Hecht und Wels herantasten. 

Kurz: Baden-Württemberg ist für Angel-Anfänger, die schnell Routine aufbauen wollen, ebenso einen Ausflug wert, wie für Wiedereinsteiger, die verschiedene Methoden testen möchten. Und auch Fortgeschrittene, die im Bodensee gezielt auf unterschiedliche Zielfische angeln wollen, kommen hier auf ihre Kosten.

Rechtliches zuerst: Regelungen zum Angeln in Baden-Württemberg

Was benötigst du, um in Baden-Württemberg angeln zu können? Wir verraten es dir: 

In Baden-Württemberg kannst du ab 7 Jahren einen Jugendfischereischein beantragen. Dieser gilt bis zum 16. Lebensjahr. Danach ist der reguläre Fischereischein erforderlich.

Mit dem Jugendfischereischein in Baden-Württembergwird unter Aufsicht einer volljährigen Person mit gültigem Fischereischein geangelt. Achte zusätzlich darauf, wie der Bewirtschafter des Gewässers es handhabt.

Für die Fischerprüfung in Baden-Württemberg musst du mindestens 10 Jahre alt sein. Bitte beachte, dass das empfohlene Alter zur Teilnahme an der Fischerprüfung in Baden-Württemberg  14 Jahre beträgt.

Zusätzlich musst du vor der Prüfungsanmeldung den Praxistag absolviert haben und die theoretische Vorbereitung auf den Angelschein nachweisbar abgeschlossen haben.

  • Erlaubniskarten: Eine Angelkarte oder Erlaubniskarte benötigst du in Baden-Württemberg für jedes Gewässer.
Was ist erlaubt? Was regelt der Bewirtschafter?

Nachtangeln in Baden-Württemberg

Nachtangeln ist in Baden-Württemberg seit der neuen Landesfischereiverordnung 2022 grundsätzlich nicht mehr pauschal verboten.

  • Wichtig: Naturschutzgebiete, Schonbezirke, Schutzstrecken und weitere Sperrzonen können das Angeln (auch nachts) vollständig untersagen. Diese Verbote stehen immer über der allgemeinen Erlaubnis.

Der entscheidende Punkt für Anfänger: „grundsätzlich erlaubt“ heißt nicht „überall ohne Einschränkungen“. In der Gewässerordnung können Zeiten, Bereiche und Verhalten geregelt werden. Zusätzlich gilt: Sperrzonen, Schonbezirke und Betretungsverbote können einzelne Uferbereiche komplett ausschließen. Wenn du nachts los willst, prüfe den Platz am besten schon tagsüber, um sicherzugehen.

 

Angaben ohne Gewähr!

Schonzeiten & Mindestmaße für Fische in Baden-Württemberg

(Auswahl, regional variabel, ohne Gewähr)

  • Schonzeit & Mindestmaß Hecht: ca. 15. Februar bis 15. Mai, Mindestmaß: 50 cm
  • Schonzeit & Mindestmaß Zander: ca. 01. April bis 15. Mai, Mindestmaß: 45 cm
  • Schonzeit & Mindestmaß Bachforelle: ca. 01. Oktober bis 28. Februar, Mindestmaß: Hochrhein: 35 cm, Fließgew. 800m Ü. NN: 20 cm
    Andere Gewässer: 25 cm

Unter dem nachfolgenden Link haben wir die Schonzeiten für Fische in Deutschland für dich zusammengetragen.

Schonzeiten Fische für Deutschland ansehen

Angeln ohne Angelschein in Baden-Württemberg

Wenn du in Baden-Württemberg ohne Angelschein angeln möchtest, sieht das Fischereigesetz BaWü vor, dass du selbst keinen Fischereischein benötigst, wenn du jemanden mit Angelschein beim Angeln unterstützt. Dabei darfst du jedoch nur assistieren. 

Was das bedeutet und welche weitere Möglichkeiten es gibt, um in BaWü ohne Angelschein zu angeln, verraten wir in unserem Artikel Angeln ohne Angelschein.

Angeln ohne Angelschein: Wo ist das möglich?

Wo du in Baden-Württemberg als Anfänger gut startest

Die Gewässervielfalt in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hat große Flüsse, wie den Rhein und Neckar), mit dem Bodensee ein echtes Großgewässer und viele Seen/Anlagen.

  • Bodensee: Der Bodensee ist groß und klar, was ihn spannend, aber für Anfänger auch schnell unübersichtlich macht.
  • Rhein: Der Rhein ist top, aber Fehler wirken hier schneller: Strömung, Drift, Steine, Schifffahrt haben direkte Auswirkungen.
  • Neckar: Am Neckar sind Zugänglichkeit und Wiederholbarkeit oft ein Vorteil. Du kannst häufig nach Feierabend üben.
  • Talsperren (z. B. Nagoldtalsperre): Die Nagoldtalsperre steht stellvertretend für viele Talsperren im Bundesland. Sie sind häufig langgezogen, klar und mit unterschiedlichen Zonen vom Staubereich bis zu Buchten und Einläufen.
  • Forellenteich: Wenn du schnell Praxis willst, ist ein Forellensee oft ein effizienter Einstieg. Hier herrschen klare Regeln, du erhältst schnelleres Feedback, und kannst besser und in Ruhe deine Technik trainieren.

 

Angeln in Baden-Württemberg

Expertentipps zur Gewässervielfalt

  • Angeln am Bodensee in Baden-Württemberg

Starte mit überschaubaren Uferbereichen: Häfen, Buchten, Kanten in Ufernähe, sauber zugängliche Plätze. Nutze den Bodensee am Anfang eher zum Lernen von Wind, Wasser und Standplätzen als zum „Kilometer machen“.

  • Angeln am Rhein in Baden-Württemberg

Wähle Abschnitte, die zugänglich und sicher sind und erkennbare Struktur haben: Strömungsschatten, Kanten, Steinpackungen, ruhigere Taschen. Angle strukturiert statt hektisch: 2–3 Stellen, je 30–45 Minuten sauber, dann wechseln.

  • Angeln am Neckar in Baden-Württemberg

Fokussiere dich auf klare Strukturen an Kanten, ruhigen Ecken und Übergängen. Versuche eine Struktur zu verstehen und systematisch zu befischen, anstatt zu häufig zu wechseln. Prüfe den Abschnitt und die Bewirtschaftung sorgfältig, weil es hier je nach Bereich erhebliche Unterschiede geben kann.

  • Angeln an der Talsperre in Baden-Württemberg

Diese Gewässer funktionieren anders als Flüsse: Statt der Strömung sind für dich hier Kanten, Buchten und Übergänge entscheidend. Wichtig ist, dass du die geltenden Regeln genau prüfst, weil Talsperren oft abschnitts- oder bereichsspezifisch geregelt sind.

  • Angeln am Forellenteich in Baden-Württemberg

Lies die Regeln zu erlaubten Ködern, Haken und ggf einem Fanglimit bevor du die Rute auswirfst. Halte das Abhaken waidgerecht und bleib bei wenigen Ködern.

Die Fischvielfalt in Baden-Württemberg

Für den Start ins Angeln sind in Baden-Württemberg vor allem Friedfische wie Karpfen, Brasse und Rotauge dankbare Zielfische. Sie sind häufig vertreten und lassen sich mit Pose oder Feeder planbar fangen.

Starte an Seen, Hafenbereichen, Kanälen oder ruhigen Flussabschnitten. Mit einer einfachen Posenmontage oder einem leichten Feeder-Setup bekommst du schnell Feedback und lernst Bissanzeichen, Futterplatz und Drill sauber kennen.

Wenn du danach mehr Action willst: Arten wie Zander oder große Forellen gelten als anspruchsvoller und sind für Anfänger jedoch nicht sofort regelmäßig zu erwarten. Stell dich also darauf ein, die Geduld mit zum Angelplatz zu bringen.

Zu den bekanntesten Fischarten in Baden-Württemberg gehören:

  • Hecht (Esox lucius): In Baden-Württemberg vor allem in krautreichen Stillgewässern, Baggerseen und in ruhigeren Rhein Altarmen/Seitengewässern, aber auch am Bodensee in Buchten und an Schilfkanten
  • Zander (Sander lucioperca): Typisch sind große Flüsse und strukturreiche Abschnitte wie Rhein und Neckar (Steinpackungen, Hafenzonen, Kanten); am Bodensee spielt Zander dagegen eher eine kleinere Rolle
  • Barsch (Perca fluviatilis): Sehr weit verbreitet in BW, vom Neckar bis zu Seen und Bodensee; gerade für Einsteiger dankbar, weil er häufig in Trupps steht und viele Gewässertypen mitmacht
  • Karpfen (Cyprinus carpio): Friedfischklassiker in Teichen, Baggerseen und ruhigen Flussbereichen (z. B. Altarme, Hafenbecken, langsamere Abschnitte am Neckar/Donau)
  • Schleie (Tinca tinca): Passt besonders zu warmen, verkrauteten Seen und Teichen in BW; du triffst sie eher in ruhigen Uferzonen als im Hauptstrom
  • Barbe (Barbus barbus): Typischer Strömungsfisch, in BW vor allem in Rhein- und Neckarabschnitten mit kräftiger Strömung und kiesigem/hartem Grund
  • Bachforelle (Salmo trutta fario): Klassisch in kühlen, sauerstoffreichen Bächen und kleineren Flüssen, in BW vor allem dort, wo du „Mittelgebirgs-Feeling“ bekommst (z. B. Schwarzwald und vergleichbare Bachsysteme)
  • Aal (Anguilla anguilla): Nachtaktiver Wanderfisch, der in BW in vielen größeren Gewässern vorkommt; im Bodensee ebenfalls eine bekannte Art
  • Wels (Silurus glanis): Gerade in Rhein und Neckar sehr präsent, oft auch in Hafen- und Altarmbereichen
  • Felchen/Renke (Coregonus spp.): die Bodensee-Spezialität schlechthin und ein echter Unterschied zu vielen anderen Bundesländern; am Bodensee gehören Felchen zu den wirtschaftlich wichtigsten Fischarten.
  • Döbel, Rotauge, Rotfeder, Ukelei & Co.: Klassische Weißfische, an vielen BW-Gewässern zu finden, geeignet, um als Anfänger Bissanzeichen und Köderführung zu lernen

Beste Angelzeiten in Baden-Württemberg

Nun weißt, welche Fische du in Baden-Württemberg früher oder später am Haken haben kannst. Nun schauen wir uns an, wann dafür die beste Gelegenheit ist. Das sind die besten Angelzeiten in Baden-Württemberg:

  • Winter (Dezember–Februar): In Baden-Württemberg ist das Angeln je nach Gewässer möglich, aber an Hochlagen-Seen wie dem Schluchsee musst du im Winter oft mit einer Zwangspause rechnen, weil der See stark vereist.
  • Frühling (März–Mai): Nach der Raubfischschonzeit beginnt an großen Flüssen eine sehr gute Phase, in der viele Fische wieder aktiver werden.
  • Sommer (Juni–August): Das ist in BW für viele Gewässer eine starke Allround-Zeit, weil du stabilere Bedingungen hast und regelmäßig ans Wasser kommst.
  • Herbst (September–November): Der Herbst gilt als Top-Zeit, weil die Fische vor dem Winter häufig besonders aktiv fressen.

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Du willst in Baden-Württemberg angeln gehen? Super, die richtigen Tipps hast du schon, nun fehlt nur noch dein Angelschein. Mit unserem Onlinekurs bringen wir dich flexibel, sicher und online zum Angelschein in BaWü.

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Angeln in Baden-Württemberg

Ausrüstungsempfehlungen für Anfänger

Vier Setups reichen, wenn du sie sauber beherrschst: Du sparst Geld, reduzierst Fehlkäufe und hast sofort Klarheit am Wasser.

Setup 1: Zander am Rhein/Neckar (grundnah, kontrollierbar)

  • Ziel: Bodenkontakt, Struktur abklopfen, Bisse sauber erkennen
  • Köder: wenige Gummifische (2–3 Größen, 2 Farben), kontrollierte Führung
  • Herausforderungen: zu schwer, zu schnell, zu viel Schnurbogen/Drift
  • Rute: Nimm eine straffe Spinnrute, mit der du den Grund „fühlst“ und den Anhieb sauber durchbekommst. Für Rhein/Neckar ist eine Länge um 2,40–2,70 m meist ideal (Ufer, Steinpackung, Kontrolle). Das Wurfgewicht sollte zu deinen Jigköpfen passen, aber nicht übertrieben hoch sein, sonst verlierst du Feinfühligkeit.
  • Rolle: Eine solide Stationärrolle in einer Größe, die genug Schnurfassung und Kraftreserven bietet (robuster Lauf, saubere Bremse, gute Schnurverlegung). Wichtig ist weniger „High-End“, sondern zuverlässige Bremse, weil du oft in Steinpackung und Strömung drillst.
  • Schnur: Geflochtene ist hier dein Freund, weil du Kontakt und Bisse besser merkst. Dazu ein abriebfestes Vorfach. Wenn du oft Hänger hast, ist das eher ein Zeichen für zu viel Gewicht bzw eine zu steile Führung als für die „falsche Schnur“.

zum Angelset für Zander

 

Setup 2: Hecht am See/Bodensee-Struktur (Kante, Kraut, Bucht)

  • Ziel: Struktur absuchen, Reaktionsbisse triggern
  • Wichtig: hechtsicheres Vorfach, Abhakwerkzeug ready
  • Herausforderungen: zu feines Gerät, Chaos beim Abhaken
  • Rute: Hecht in BW heißt oft: größere Köder, mehr Druck im Drill. Nimm eine Spinnrute, die Ködergewicht + Drill abkann, ohne schwammig zu werden. Vom Ufer sind 2,40 bis 2,70 m sinnvoll, am Bodensee je nach Spot auch etwas länger, wenn du Distanz brauchst.
  • Rolle: Stabilität vor Leichtgewicht: eine Rolle mit kraftvoller Übersetzung und sauberer Bremse, die auch bei größeren Fischen nicht rupft. Gerade wenn du nah an Krautkanten fischst, brauchst du Reserven, um Fisch und Köder sicher zu führen.
  • Schnur: Geflochtene für direkte Kontrolle beim Werfen und Führen. Dazu immer ein hechtsicheres Vorfach (Stahl/Titan je nach Geschmack). Wenn du im Kraut fischst, hilft dir die direkte Kraftübertragung, um Köder frei zu bekommen und Bisse sauber zu setzen.

zum Angelset für Hecht

 

Setup 3: ForellenBach/Anlage (leicht, präzise)

  • Ziel: präzise Würfe, saubere Führung, schnelle Feedbackschleife
  • Köder: klein, überschaubar, Technik vor Auswahl
  • Herausforderungen: zu groß/zu schnell, unpräzise „Weitwurf-Nummer“
  • Rute: Leichte Spinnrute mit feiner Spitze, die kleine Köder sauber lädt und präzise wirft. Im Bach ist etwas kürzer oft besser (Büsche, enge Stellen), an der Anlage darf es etwas länger sein, wenn du weiter werfen musst. Entscheidend ist: Feingefühl + Kontrolle, nicht Wurfweite um jeden Preis.
  • Rolle: Kleine Stationärrolle mit sauberer Schnurverlegung, damit dünnere Schnur sauber läuft. Die Bremse muss fein ansprechen, weil Forellen häufig hart und schnell kopfschlagen.
  • Schnur: Für Einsteiger ist eine feine, unauffällige Hauptschnur sinnvoll, die dir präzise Würfe erlaubt. Viele kommen hier mit Mono/Fluorocarbon als Hauptschnur gut klar, weil es verzeiht und weniger „zickt“. Wenn du Geflecht nutzt, dann mit passendem Vorfach, aber halte es einfach und zuverlässig.

     

Setup 4: Ansitz am Fluss (ruhig, einfach, robust)

  • Ziel: einfache Montage, die du sicher beherrschst
  • Herausforderungen: unsichere Plätze, keine Routine
  • Rute: Eine solide Grundrute, die Gewichte in Strömung packt und im Drill Reserven hat. Sie soll nicht „Wels-Spezialgerät“ sein, aber auch nicht zu filigran, wenn mal ein starker Fisch einsteigt.

  • Rolle: Eine robuste Rolle mit gut einstellbarer Bremse und ausreichend Schnurfassung, damit du bei Strömung und eventuell längeren Fluchten entspannt bleibst. Freilauf ist nett, aber kein Muss – wichtiger ist, dass du sie sicher bedienen kannst.

  • Schnur: Abriebfest und zuverlässig. Am Fluss ist die Schnur oft stärker belastet (Steine, Muscheln, Kante), deshalb ist Robustheit wichtiger als maximale Sensibilität. Halte die Montage so simpel, dass du sie schnell neu bauen kannst, wenn du Hänger hast.

Angelset für Anfänger finden

Waidgerechte Grundausstattung: Was du immer dabeihaben solltest

  • Kescher mit gummiertem Netz
  • Maßband zum Einhalten der Mindestmaße
  • Lösezange oder Hakenlöser
  • Abhakmatte für waidgerechtes Landen
  • Stirnlampe fürs Nachtangeln
  • Tipp: Wir haben im Wiki-Artikel “Waidgerechtigkeit” einmal alles aufgeführt, was du zum waidgerechten Umgang mit deinem Fang wissen musst.

WAIDGERECHTIGKEIT Für Angler
 

Angeln in Baden-Württemberg

Angelmethoden und Köderwahl

Die richtige Angeltechnik hängt vom Gewässer und Zielfisch ab. Hier ein Überblick, welche Techniken du für das Angeln in Baden-Württemberg anwenden und trainieren kannst:

  • Spinnfischen am Rhein/Neckar: Der Klassiker fürs Angeln auf Zander am Fluss. Du fischst grundnah mit wenigen Gummifischen und klopfst Steinpackungen, Kanten und Hafenzonen kontrolliert ab, weil Zanderbisse oft nur in kurzen Phasen kommen.
  • Spinnfischen am Bodensee: Ideal, wenn du fürs Angeln auf Hecht Struktur „lesen“ lernen willst. Du suchst Krautkanten, Buchten und Übergänge flach–tief ab und setzt auf Reaktionsbisse, wobei ein hechtsicheres Vorfach und sauberes Abhaken Pflicht sind.
  • Leichtes Spinnfischen im Bach oder an der Anlage: Perfekt für eine schnelle Lernkurven. Du wirfst präzise statt weit, angelst kleine Köder sauber geführt und bekommst schnell Feedback, ob Tempo und Standplatz passen.
  • Ansitzangeln am Fluss: Die ruhige BW-Option, wenn du es simpel willst. Du legst eine robuste Grundmontage am Neckar/Rhein ab, hältst das Setup bewusst einfach und hast realistische Chancen auf Beifänge.
Angeln in Baden-Württemberg

Besondere Tipps & Insiderwissen

Komm, mir packen’s an: Baden-Württemberg ist kein Bundesland für „ein Gewässer, ein Plan“. Du hast hier vier Welten, die sich komplett unterschiedlich anfühlen: Oberrhein, Neckar, Donau und der Bodensee. 

Aber, Achtung: Wer den Bodensee wie einen Baggersee angeht oder den Rhein wie einen Forellenteich, verbrennt Zeit. Wir haben mit zwei unserer Kollegen aus dem Fishing-King-Team gesprochen. Beide sind leidenschaftliche Angler und seit über 10 Jahren an den Ufern Baden-Württembergs unterwegs. 

Ihre Tipps findest du eingebunden im Text sowie zwei weitere hier:

  • Am Rhein funktionieren für Anfänger besonders gut strömungsberuhigte Zonen: 
    Buhnenfelder (wo zugänglich und erlaubt), Hafeneinfahrten, Kehrwasser hinter Steinpackungen. Wenn du merkst, dass du den Köder nicht kontrolliert führen kannst, bist du nicht „schlecht“, du bist nur am falschen Abschnitt für dein Level.
  • Denk am Neckar in Staustufen-Logik statt in „Flussromantik“: Der Neckar ist in vielen Bereichen ein Stauketten-Gewässer. Heißt: spannende Zonen sind oft Übergänge, etwa dort, wo sich Strömung, Kante und ruhigeres Wasser treffen. Für Anfänger ist das Gold wert, weil du Standplätze leichter „lesen“ kannst, als am freien Strom.

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FAQ: Häufige Fragen zum Angeln in Baden-Württemberg

Meist ja. Wenn du angeln willst, brauchst du in der Regel einen gültigen Fischereischein. Für Kinder/Jugendliche gibt es den Jugendfischereischein.

  1. Schau zuerst auf deine Angelkarte: Gilt sie genau für den Abschnitt und das Datum?
  2. Lies dann die Gewässerordnung: WelcheMethoden, Rutenanzahl ist erlaubt? Gibt es Sperrzonen? Was gilt für die Entnahme?
  3. Mach dir vor dem ersten Trip ein Foto/Screenshot von Karte und Ordnung und nimm beides offline mit.

Grundsätzlich ja, seit der Landesfischereiverordnung 2022 ist Nachtangeln an den meisten Gewässern nicht mehr pauschal verboten.

Trotzdem kann die Gewässerordnung es einschränken auf bspw. bestimmteZeiten. und, oder Bereiche. Lies daher die Gewässerordnung, checke sichere Wege/Standplätze tagsüber und nimm Stirnlampe und Sicherheitsplan mit.

Wenn du regelmäßig üben willst: 

  • Rhein/Neckar sind oft gut erreichbar (strukturreich)
  • Forellensee/Anlage ist ideal zum Techniklernen
  • Bodensee ist großartig, aber am Anfang am besten mit Plan

Tipp: Wähle für deine nächste Session einen Gewässertyp und bleib dort 2–3 Trips, statt ständig zu wechseln.
 

  • Für den Start sind Friedfische wie Karpfen, Brasse und Rotauge am dankbarsten. Sie kommen häufig vor und lassen sich mit Pose oder Feeder planbar fangen.
  • Forelle und Hecht sind ebenfalls gut „lernbar“.
  • Der Zander ist in BW meist schwieriger zu finden und eher ein Thema für Rhein/Neckar mit etwas Routine.

Quellen:


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