Matthias Kabel, der Geschäftsführer des LAV Sachsen-Anhalt, stellt sich und den Verband vor

Brassenangeln an der Elbe – Eine Vorstellung des LAV Sachsen-Anhalt

Ende Juni war das Team von Fishing-King zusammen mit dem Geschäftsführer des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt in Magdeburg an der Elbe. Bei hervorragendem Wetter wurde mit der Feeder- und Grundmontage auf Brassen geangelt. Eins können wir euch bereits verraten: an kapitalen Brassen hat es nicht gefehlt.

Was macht so ein Anglerverband eigentlich?

Angelverbände wie der LAV Sachsen-Anhalt sind für uns Angler eine der wichtigsten Institutionen die es gibt, damit wir unser tolles Hobby auch noch in Zukunft so gut, oder besser, ausüben können. Der LAV hat sich auf die Fahnen geschrieben dafür zu sorgen, dass das waidgerechte Angeln in Einheit mit dem Biotop- und Artenschutz steht. Der Verband möchte sich für den Schutz und die Förderung der gesamten Natur einsetzen, insbesondere natürlich der Gewässer und der mit ihnen verbundenen Ökosysteme. Durch aktive Maßnahmen wie Besatz, Hegeangeln und Aussprechen von Schonzeiten, Mindestmaßen und vielen anderen Maßnahmen kann der Verband in Zusammenarbeit mit Biologen, anderen Verbänden, auf nationaler und internationaler Ebene einen starken Beitrag zur Erhaltung und Schaffung einer lebensfähigen und artenreichen Natur und Umwelt leisten.

Neben dem angewandten Umweltschutz setzt sich der Verband aber auch für die Interessen seiner Mitglieder ein, also der Angelvereine und damit aller Angler. Denn wenn du einem Angelverein angehörst, gehörst du normalerweise dem Verband an. Was eigentlich nur Vorteile hat! Zusätzlich zu einem Versicherungsschutz, hat ein Mitglied Zugang zu exklusiven Gewässern und spart sehr schnell sehr viel Geld. Sucht euch also am besten einen Angelverein in eurer Nähe, solltet ihr noch in keinem sein.

Wie genau funktionieren die Naturschutzmaßnahmen des LAV Sachsen-Anhalts?

Bei einer Bewirtschaftungsfäche von über 12.000 ha, die sich auf etwa 1.200 Gewässer verteilen, kommt sehr schnell ein ganzer Haufen Arbeit zustande. Um das zu bewerkstelligen, leisten die Mitglieder des LAV jährlich über 500.000 Arbeitsstunden zur Pflege und dem Erhalt ihrer Gewässer. Rechnet man mit dem Mindestlohn, entspricht das einem ungefähren monetären Wert von 4,6 Mio. Euro. Das und die große Mitgliederzahl von mehr als 40.000 Mitgliedern macht den LAV Sachsen-Anhalt zur größten Umweltschutzorganisation des Landes! Das kommt natürlich nicht nur den Anglern, sondern allen Nutzern der Gewässer und ihrer Umwelt zu Gute.

Besonders erwähnenswert sind die sehr erfolgreichen Wiederansiedlungsprogramme für den europäischen Lachs und die Meerforelle, z.B. in der Nuthe, Jeeze, der Elbe und ihren Nebenläufern.

Aber nicht nur für populäre Fischarten wie den Lachs oder die vielerorts z.T. übermäßigen Besatzmaßnahmen von Zandern, Schleien und Karpfen engagiert sich der Verband, sondern mit besonderem Augenmerk auch für den Besatz von sog. Biotopfischen. Also anglerisch „uninteressanten“ Arten, wie dem Bitterling, dem Moderlieschen oder dem Schlammpeitzger, da diese Fische einen essentiellen Bestandteil in einem natürlichen Ökosystem darstellen. Ein naturnaher Fischbestand ist mit der Hege, wie sie häufig praktiziert wurde, nicht zu erreichen und das Hegeziel sollte immer noch einen möglichst naturnahen, artenreichen, gesunden und ausgeglichenen Fischbestand zu erhalten und/oder wiederherzustellen.

Neben dem Umweltschutz leistet der LAV einen großen Einsatz im Jugendbereich. Rund 4.300 jugendliche Angler sind bereits im Verband organisiert. Wie bei nahezu allen gesellschaftlichen Prozessen ist das eine der wichtigsten Arbeitspunkte. Denn ohne einen guten Nachwuchs schrumpfen selbst die stärksten und größten Organisationen kontinuierlich.

Gerade hier meldet der Verband aber verstärkt Rückgänge, insbesondere in urbanen Regionen interessieren sich Jugendliche häufig weniger für die Natur und ruhigere Hobbies wie das Angeln. Zumindest wissen sie nicht, dass es mindestens genau so aufregend sein kann, wie der vermehrte Zuwachs von Influencern im Bereich des Angelns zeigt. Das Angeln mehr als nur herumsitzende alte Männer ist, wird mehr und mehr in ein neues Licht gerückt.

Das hier ein Trend abzusehen ist zeigen ja auch jüngste Ergebnisse in der Politik. Nachhaltigkeit, bewusstes Erleben der Natur und Umweltschutz rücken mehr und mehr in ein breites Interesse der Bevölkerung. Auch hier leistet der Verband durch frühzeitige Umweltbildung einen entscheidenden Beitrag. Viele ehrenamtliche Betreuer organisieren Veranstaltungen vielfältigster Art, wie z.B. das jährliche stattfindende Verbandsjugendlager. Dadurch hat sich innerhalb des Verbandes sogar eine eigene Verbandsjugend organisieren können.

https://www.lav-sachsen-anhalt.de/index.php/jugend-im-lav/jugendlager

Neben vielen Jugendlichen werden von einer Vielzahl der Bevölkkerung Angler aber immer noch als eher altmodisch und unangenehm empfunden, was können wir Angler tun, um dieses Image zu verbessern?

„Grundsätze die jeder Angler einhalten sollte:

  • keinen Müll am Gewässer zurücklassen, auch wenn es nicht der eigene Müll ist!
  • keine Fische vorsätzlich oder fahrlässig schädigen, verletzen oder unnötigen Qualen aussetzen! (auch keine Fische am Gewässer schlachten)
  • nicht die Ufervegetation schädigen (Sträucher oder Äste abknicken, Schilf oder Röhrichte außerhalb der dafür vorgesehenen Zeiten schneiden) 
  • Keine Wasservögel oder andere dort ansässige Tiere stören
  • nicht mit dem Auto bis direkt an das Gewässer heranfahren (auslaufende Betriebsstoffe etc.)
  • nicht stark alkoholisiert dort „verweilen oder herumliegen“, keine laute Musik hören und sich nicht am Gewässer für vermeintlich die nächsten 3 Monate einrichten
  • strikte Einhaltung der Gewässerordnung und gegenseitige Rücksichtnahme! 

Mehr Öffentlichkeitsarbeit durch unsere Mitgliedsvereine ist hier von Nöten, um unsere Außenwirkung und Wahrnehmung in der Bevölkerung wieder zu verbessern, nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber!

Wir können noch so viel Müll und Schrott sammeln, mühselig viele Fischarten wieder ansiedeln und jährlich tausende ehrenamtliche Arbeitsstunden für die Erhaltung und Wiederherstellung unserer Gewässer aufwenden, wenn irgendwo an einem Gewässer Müll entdeckt wird oder Jugendliche grillen und eine Party feiern, fällt dies in der Regel auf „die Angler“ zurück.“

Sagt Matthias Kabel, Geschäftsführer des LAV Sachsen Anhalt. Das gesamte Interview findet ihr ganz oben:

Weiterführende Links:

https://www.bild.de/partner/ratgeber/ratgeber/angeln-ist-trend-alles-was-sie-zum-losfischen-wissen-muessen-62726978.bild.html?fbclid=IwAR1_vLRPtRX9he7HEmikQpZ53kRh2jKCVFjbkXDUqsBxxgitE3U1cmTGkdk

https://www.lav-sachsen-anhalt.de

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Der Maifisch – ein vergessener Wanderfisch

Aufgrund von Flussbegradigungen und Verbauung von Flussläufen ist der Lebensraum Fluss schon lange nicht mehr so, wie er natürlich war. In ganz Europa gibt es nur noch eine Hand voll Flussläufen, die noch in ihrer natürlichen Form vorzufinden sind. Darunter leiden besonders Tiere, die auf einen natürlichen, unverbauten Lauf angewiesen sind, z.B. Wanderfische wie Aal, Lachs oder der viel unbekanntere Maifisch.

Der Maifisch gehört zur Familie der Heringe und kann beachtliche Größen von bis zu 60 – 70 cm erreichen. Den größten Teil seines Lebens verbringt er im Meer, wandert dann aber im Alter von 3 – 8 Jahren zum Laichen in die Flüsse ab (ähnlich wie Lachs und Meerforelle). In Deutschland war der Fisch besonders im Rhein und seinen Zuläufern beheimatet, ist aber durch Überfischung und Verbauung im Rhein seit den 1960er Jahren ausgestorben.

Ein prächtiges Exemplar eines Maifischs aus Portugal. Vorgestellt vom Poller Heimatkundler Hans Burgwinkel

Am 06.06.2019 fand am Kölner Rhein der jährliche feierliche Besatz von Maifischen statt. Zu Gast waren mehrere prominente Gäste wie die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz Ursula Heinen-Esser oder die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Köln Elfi Scho-Antwerpes.

Zumindest der Ausblick lohnt sich für die Maifischlarven beim Poller Maigeloog

Der jährliche Besatz von Maifischen ist ein echtes Erfolgsprojekt. Begonnen wurde das Projekt im Jahr 2008. Damals noch als EU-Life Projekt, heute als „länderübergreifendes Maifischprojekt“. Im Rahmen des Projektes wurden in den letzten 10 Jahren über 13 Millionen Maifischlarven Rhein ausgesetzt. Die Larven hierbei stammen aus französischer Zucht, im französischen Gironde-Garonne-Dordógne-System gibt es eine der wenigen noch wilden Populationen des seltenen Maifisches, daher werden Elterntiere dieser Population für die Zucht genutzt.

Prof. Dr. Stefan Stoll vom Umwelt-Campus Birkenfeld mit einer Portion Maifischlarven im Messbecher

Mittlerweile konnte das Projekt bereits gute Erfolge feiern, so konnten in den letzten Jahren über 750 adulte Maifische im Rheinsystem gesichtet werden. Das tatsächliche Maß der Population wird aller Wahrscheinlichkeit die 750 noch weit überschreiten.

Einer der wichtigsten Verfahren um den Erfolg des Projektes zu messen ist, wie überall in der Wissenschaft, eine gute Dokumentation. Da der Rhein aber riesig ist und der Maifisch im Vergleich sehr klein ist, ist eine Dokumentation von den spannenden Maifischpaarungs-Events sehr selten. Wer also nachts am Rhein unterwegs ist und einmal in den Genuss kommt, ein solches Laichspektakel zu beobachten, der meldet sich am besten beim RhFV mit dem Zeitpunkt der Beobachtung (siehe Bild – STUDENT SCIENCE)

Federführend für das Maifischprojekt ist der Wissenschaftler des RhFV Dr. Andreas Scharbert. Zusammen mit unserem hausinternen Biologen Sören Schilasky hat er ein kleines Video rund um den Maifisch und das Maifischprojekt gedreht (siehe oben).

Der Rheinische Fischereiverband organisiert zahlreiche Umweltprojekte nicht nur für den Maifisch

Weiterführende Links:

https://www.umwelt-campus.de/projekt-maifisch/

https://rhfv.de

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Ohne Prüfungsangst zum Angelschein in Bad Oldesloe

Es gibt kaum Menschen, die eine Prüfungssituation kalt lässt. Egal, wie gut man sich vorbereitet hat: Wenn die „Stunde der Wahrheit“ schlägt, bekommen die Meisten ein wenig klamme Finger – manche weniger, andere dafür umso mehr.

Wie gut, wenn die Prüfung von so erfahrenen Prüfern wie in Bad Oldesloe durchgeführt wird. Dr. Manfred Brembach und seine Kollegen kennen die Anspannung der Teilnehmer. Sie können viele Ängste auffangen, so dass der Prüfling sein Wissen im entscheidenden Moment sicher abrufen kann.

Fischerprüfung Bad Oldesloe 2019 Juni ohne Prüfungsangst
In entspannter Atmosphäre lässt sich das Gelernte gut abrufen: da wundert es nicht, das alle Teilnehmer ihre Fischerprüfung mit sehr gutem Ergebnis abschlossen

So verfliegt das „Nervenflattern“ schnell und es herrscht eine angenehme Atmosphäre. „Wir spüren jedes Mal: die  Leute kommen gerne zu uns!“ freut sich Manfred Brembach. Das werden ihm die Teilnehmer sicher gern bestätigen. Und die gute Laune stieg noch mehr:

Alle Fishing-King-Prüfungskandidaten haben ihre Fischerprüfung jetzt im Juni 2019 mit Bravour bestanden.

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Fishing-King und Hubertus im Artikel bei der BILD

Gestern wurde online bei der BILD Zeitung ein neuer Artikel zum Thema Angeln veröffentlicht. Neben Olaf Lindner vom DAFV kommt darin auch Hubertus zu Wort.

Angeln liegt voll im Trend

Dass das Angeln mehr als nur Fische fangen ist, darauf kommen in Deutschland immer mehr Menschen. Nicht ohne Grund gehen in Deutschland jährliche mehrere Millionen Menschen zum Angeln.

Warum dies so ist, wie viele Angler wir wirklich in Deutschland haben und was Einsteiger in Deutschland beachten müssen, damit befasst sich unter anderem der Artikel. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!

PS: Du hast noch keinen Angelschein? Dann wird es Zeit! Hier Bundesland auswählen und loslegen!

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Bundesliga-Profifußballer machen ihren Angelschein mit Fishing-King

In den letzten Wochen und Monaten begleiten wir zusammen mit unserem Partner-Ausbilder in Bayern, Gerhard Sauer, die drei Bundesliga-Profifußballer Julian Green, Marco Caligiuri und Sebastian Ernst von der SpVgg Greuther Fürth auf dem Weg zum Angelschein mit unserem Kombikurs.

Zeitliche Engpässe verhinderten bislang den Angelschein

Eigentlich hatten die drei Spieler schon länger vor, sich auf die Fischerprüfung vorzubereiten und den Angelschein zu machen. Das tägliche Geschäft als Profifußballer bei einem bayerischen Verein verhinderte dies jedoch bislang.

Gemeinsam mit unserem Partner-Ausbilder Gerhard Sauer organisierten wir den Spielern einen individuellen Praxiskurs – zu den freien Zeiten der Spieler und bei ihnen vor Ort im Fürther Raum. So war es möglich, die verpflichtenden Kursstunden, die in Bayern Voraussetzung sind für die Fischerprüfung, sorgfältig zu absolvieren.

Sorgfältige Vorbereitung auf die Fischerprüfung

Im kleinen Kreis konnten die Spieler sich bestens ausbilden lassen und individuelle Fragen perfekt klären. Ergänzend zu dem Praxiskurs mit Gerhard Sauer nutzen die Profifußballer fleißig die Möglichkeit, sich mit unserem Onlinekurs und der App auf die Fischerprüfung vorzubereiten. Einige Aussagen der Spieler zu diesem Angebot findet Ihr auch im Video oberhalb. Julian Green hat die Fischerprüfung bereits mit Bravour bestanden, Marco Caligiuri und Sebastian Ernst werden in den kommenden Wochen nachziehen – da machen wir uns keinerlei Sorgen.

ausbilder gerhard sauer
Julian Green, Sebastian Ernst, Marco Caligiuri und Gerhard Sauer am letzten Praxistag (von links)

Angeln als beliebtes Hobby unter Promis und Profisportlern

Das Angeln ist in Deutschland sehr beliebt und weit verbreitet. Jährlich legen in ganz Deutschland tausende neue Angler die Fischerprüfung erfolgreich ab, welche Voraussetzung für den deutschen Angelschein ist. Dieser wiederum wird benötigt, um in Deutschland angeln zu dürfen.

angeln hobby promis fußballer politiker

Außerdem tragen die Angler in Deutschland maßgeblich zum Erhalt und der Förderung unserer deutschen Gewässer und im Wasser lebenden Flora und Fauna bei, wie z.B. dem Erhalt der heimischen Fischarten. Das Angeln geht damit weit über das einfache „Fische fangen“ hinaus.

Auch unter Promis und Profisportlern zählt das Angeln nicht ohne Grund weltweit zu einer beliebten Freizeitgestaltung, so sind z.B. Cristiano Ronaldo, David Beckham, Zlatan Ibrahimovic, Miroslav Klose, Patrick Owomoyela, Bushido, Sido, Marteria, Barack Obama und viele weitere Fußballer, Promis und Politiker bekennende Angler.

fishing king angelschule

Über Fishing-King und den Angelschein

Wir sind Europas größte Online-Angelschule und bilden aktuell in ganz Deutschland und Österreich erfolgreich nachhaltige Angler via Onlinekurs und/oder Praxiskursen aus. Mit dem Konzept des Onlinekurses in Kombination mit der App bieten wir vor allem zeitlich eingeschränkten Personen den Zugang zum Angeln. Denn wer in Deutschland angeln möchte, der muss einen Angelschein besitzen und dazu die Fischerprüfung in seinem Bundesland bestehen. Unser Onlinekurs gilt als anerkannte Prüfungsvorbereitung in den meisten Bundesländern Deutschlands. Er kann zudem in ganz Deutschland als Ergänzung zu verpflichtenden Praxiskursen absolviert werden. In Bayern, wo die Fußballer ihren Angelschein machen, ist ein zusätzlicher Lehrgang aktuell Pflicht. Wir bieten in jedem Bundesland einen flexiblen und sicheren Weg zum Angelschein an.

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Was Fischereiverbände leisten – Beispiele vom Rheinischen Fischereiverband 1880 e.V.

In unseren Blogs wollen wir regelmäßig über aktuelle Projekte der Fischereiverbände berichten. Häufig haben Angler von der Vielfalt und dem Nutzen nur eine vage Vorstellung. Das ist schade, denn hier wird Großartiges geleistet!

Aufgabenschwerpunkte der Fischereiverbände

Neben allgemeinen Aufgaben als Interessenvertretung und starker Partner der angeschlossenen Angelvereine widmen sich Fischereiverbände der Pflege der Natur mit dem Schwerpunkt Gewässer. Renaturierung und Artenschutz sollen den möglichst naturnahen Zustand unserer Gewässerlandschaft und ihrer Artenvielfalt erhalten oder wiederherstellen. Ein wichtiges Anliegen ist zudem die Förderung des Angelnachwuchses durch die engagierte Jugendarbeit.

Wie vielfältig sich das Projektspektrum gestalten kann, wurde zum Beispiel jüngst auf der Mitgliederversammlung des Rheinischen Fischereiverbands 1880 deutlich. Geschäftsführer Frank Molls berichtete über die laufenden und geplanten Maßnahmen des Verbands:

Lachsprojekt

Die Fließgewässer im Rheinland sind seit jeher wichtige Strecken für Wanderfische wie Lachs, Maifisch oder auch Aal, deren Bestände gefährdet sind z.B. durch Querverbauung und Wasserkraftanlagen unnatürlich hoher Einfluss von Fressfeinden in ausgebauten Gewässersystemen, wie z.B. dem Kormoran Verlust vieler Laichgebiete und Restbelastung des Wassers Einfluss des zunehmenden Schiffverkehrs im kanalisierten Rhein.

Lachsprojekt Rheinischer Fischereiverband
Damit Wanderfische wie der Lachs Bestand haben können muss die Durchlässigkeit der Fließgewässer gegeben sein.
Lachsbesatz Junglachse Rhein RhFV
Mit Lachsbesatz stützt der Rheinische Fischereiverband die Bestände, die durch den Einfluss des Menschen – aber auch durch Fressfeinde – gefährdet sind.

Hier setzt sich der Verband mit diversen Projekten aktiv ein und ist in Kooperationen eingebunden.

Die Verbandsbiologen liefern mit ihren Erhebungen (z.B. durch den automatischen Fischzähler) belastbares wissenschaftliches Material.

Durch intensive Aufklärungsarbeit sensibilisiert der RhFV die Öffentlichkeit für diese Thematik. Auch für Projekte wie „Barbe im Rhein“ oder die Wiederansiedlung des Maifischs macht sich der Verband stark.

Förderung der Angeljugend

Kinder und Jugendliche für das Angeln zu interessieren ist ein wichtiges Anliegen der Vereine und Verbände – immerhin sind sie die nächste Generation, die diese wichtige Arbeit fortführen soll.

BigFish Projekt RhFV Fishing-King

Mit dem Projekt BigFish – Jugend angelt Zukunft bietet der Verband vielfältige Aktionen, um den Nachwuchs fürs Angeln zu gewinnen und nachhaltig zu begeistern. Hier ein paar Beispiele:

  • Zeltlager, Gemeinschaftsfischen, Touren und Reisen
  • Angeln für Kinder unter 10 Jahren und Schnupperangeln ohne Fischereischein
  • Schulprojekte und Naturschutzwettbewerbe
  • Aus- und Weiterbildung von Jugendleitern
  • Workshops u.a.m.

Dazu bietet der RhFV Partnerschaften in Form von Anzeigenschaltungen in der Verbandszeitschrift an. => hier.

Die traditionellen Aalschokker sollen erhalten bleiben – jetzt werden sie für die Bestandserhebung genutzt
Schokker Projekt

Mit dem „Schokker-Projekt“­ sorgt der RhFV in den kommenden drei Jahren mit seinen Fachleuten und dem Know-how zur Erfassung der Fischbestände.

Gleichzeitig wird Erhalt der traditionellen Befischungstechniken gesorgt – die Aal-Schokker bleiben also im rheinischen Landschaftsbild erhalten. Die Maßnahme wird übrigens auch über den EU-Fischereifond gefördert.

Notfall-Hilfe für Gewässer

Im Hitzesommer 2018 war das RhFV-Notfallteam häufig im Einsatz. Der Grund: Die hohen Temperaturen führten in vielen Gewässer zu massivem Sauerstoffmangel. Tausende von Fischen gingen dadurch zugrunde. Dank vieler freiwilliger Helfer aus den Vereinen konnte das Notfallteam noch in vielen Fällen z.B. durch Umsetzmaßnahmen Schlimmeres verhindern.

Aus- und Weiterbildung

Fischereiverbände sind auch als „Bildungsträger“ aktiv. Denn jeder, der angeln möchte, muss sich gründlich auf die Fischerprüfung vorbereiten. In Kooperation mit Fishing-King können Angelscheinanwärter im Kombikurs die Theorie online erarbeiten- die praktische Seite vermitteln erfahrene RhFV-Ausbilder im kompakten Wochenendseminar.


Im Kombikurs kommt das beste aus zwei Lernwelten zusammen: Komfortables Lernen am PC und Handy und Gerätebaupraxis im Kompaktseminar.

Dieses Angebot ermöglicht auch jenen, die zeitlich eingeschränkt sind, den Zugang zur Fischerprüfung.

Teilnehmer der klassischen Lehrgänge profitieren ebenfalls von der Kooperation: Sie können die Fishing-King App im Kurs als Modul vergünstigt nutzen.

Damit Vereine ihrer Hegepflicht fachgerecht nachkommen können, bildet der Verband Gewässerwarte aus. Dazu kommen zahlreiche Workshops und Fortbildungen. Aktuell zum Beispiel zum Thema „Totholz und Rotfederbesatz“­ an einem Baggersee in Köln.

Durch Teilnahmen an Messen bringt der RhFV den Anglern und Vereinen seine Arbeit und die aktuellen näher.
Untersuchungsprogramme und moderne Ausrüstung

Der Rheinische Fischereiverband hält eine moderne Fischerei- und­ Gewässerausstattung vor. Aktuell steht die Beschaffung einer kompletten Bootsausrüstung für die RhFV-Jugend an. Möglich wird dies durch Fördergelder der Firma Henkel in Düsseldorf.

Fischpopulationen und Gewässerchemie stehen im Blickpunkt von Untersuchungsprogrammen. Ebenso Biotopmaßnahmen und Studien. Sie kommen den Vereinen ebenso zugute wie Beratungen – etwa in Rechtsfragen oder der Satzungsgestaltung. Unverzichtbar ist außerdem die Lobbyarbeit – etwa, damit die Angelmöglichkeiten nicht durch zu viele Auflagen unverhältnismäßig eingeschränkt werden.

Kurzum – das Spektrum der Verbandsarbeit ist breit und zeigt, dass die Fischereiabgabe nachhaltig uns Anglern und der Natur dient. Über eine Vereinsmitgliedschaft kannst du die wichtigen Aufgaben unterstützen – denn als organisierter Gruppe bekommen unsere Anliegen das nötige Gewicht!


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Rein in den Verein: Warum sich die Mitgliedschaft im Angelverein lohnt

Du wohnst in Schleswig-Holstein und fragst Dich, ob es sich lohnt, in einen Angelverein einzutreten? Wir finden: In jedem Fall! Und dafür gibt es auch gute Gründe:

In der Regel sind exklusive Vereinsgewässer besser gehegt und verfügen über hervorragende Fischbestände. Darüber hinaus hast Du als Vereinsmitglied Hausgewässer, Stammgewässer an denen man nahezu jeder Zeit immer wieder angeln kann. Dadurch lernst Du das Gewässer besonders intensiv kennen und – wer sein Gewässer kennt, der fängt!

Neben den üblichen Vorteilen einer Vereinsmitgliedschaft bietet Dir eine Mitgliedschaft in einem dem Landessportfischerverband zugehörigen Vereine in Schleswig-Holstein ganz besondere Vorzüge.

Ungefähr 330 Vereine (Stand Frühjahr 2019) sind im LSFV organisiert und bieten Dir als Mitglied exklusiven Zugang zu folgenden Gewässern:

Darüber hinaus sind viele Angelvereine auch Pächter eigener Gewässer, die dann exklusiv für Vereinsmitglieder zur Nutzung stehen.

Neben dem Zugang zu den Top-Gewässern, stärkst Du mit einer Mitgliedschaft die Angel-Community in Schleswig-Holstein und kannst Dich so, ohne viel Aufwand, für die Interessen der Angler stark machen. Wir können Dir daher eine Vereinsmitgliedschaft in einem der Vereine in Schleswig-Holstein nur wärmstens empfehlen.

Hier findest Du den Link zum Landessportfischerverband => LSFV

Du bist noch kein Mitglied in einem Angelverein? Dann schau dir dieses Video an
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Rein biologisch: Sören ist das neue Gesicht bei Fishing-King

Ab dem 15.04.2019 verstärkt Sören Schilasky unser Fishing King Team. Der gebürtige Kölner ist Biologe, Agrarwissenschaftler und leidenschaftlicher Angler.

Im Laufe des Jahres wird er als Produktmanager Fishing King bei den westlichen Bundesländern vertreten. Ihr werdet ihn im ein oder anderen Video bei YouTube, wie auch in unseren Onlinekursen sehen, ganz besonders wenn es um die wissenschaftlichen Themen rund ums Angeln geht. Hier wird er nicht nur Content produzieren, sondern auch dafür sorgen, dass sich eure Onlinekurse qualitativ immer weiter entwickeln und verbessern.

Wie bist du zum Angeln gekommen?

Als Jugendlicher hat mich ein Kumpel zum Angeln mitgenommen. Nach einem Hecht und mehreren Barschen war ich dann überzeugt, dass ich das weiter machen muss. Seit dem findet man mich regelmäßig überall auf der Welt am Wasser.

Was ist deine Lieblingsangelart?

Spinn- und Fliegenfischen auf große/kleine Raubfische und Forellen

Sören Schilasky – Produktmanager:
AUF EINEN BLICK:
  • Geboren und aufgewachsen in Köln, der schönsten Stadt am Rhein
  • Hat Biologie und Agrarwissenschaften studiert und mehrere Jahre als Wissenschaftler in der Biochemie gearbeitet
  • Angelt seit seiner Jugend. Am liebsten mit der Spinn oder Fliegenrute
SCHWERPUNKTE
  • Konzeption, Produktion und qualitative Aufarbeitung der Onlinekurse zur Fischereiausbildung
  • Gebietsleiter und Ansprechpartner der Region West
  • Aufarbeitung wissenschaftlicher Sachverhalte auf YouTube und in der Online Akademie
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Handlandung beim Hecht: So klappt’s ganz sicher

Der Hecht hängt am Haken – wie geht es jetzt weiter? Den kampfstarken Räuber zu landen und sicher abzuhaken endet nicht selten mit fiesen Verletzungen – beim Fisch genauso wie beim Angler. Besonders wichtig ist die richtige Technik vor allem dann, wenn der Hecht eine Größe außerhalb des Entnahmefensters* liegt. Also, wenn der Fisch unter- oder obermaßig ist und zurückgesetzt werden muss. Dann beeinflusst das richtige Handling die Überlebenswahrscheinlichkeit entscheidend.

*Entnahmefenster: Größenbereich zwischen Mindestmaß und Obermaß eines Fischs – über und unter den Maßen muss er schonend zurückgesetzt werden

Die 4 häufigsten Fehler beim Handling von Raubfischen
Thomas Klefoth AVN Fishing-King Experte
Dr. Thomas Klefoth hat sich als Verbandsbiologe beim Anglerverband Niedersachsen insbesondere auf den Hecht spezialisiert. Als Experte gibt er bei Fishing-King wichtiges Hintergrundwissen und hilfreiche Tipps weiter.

Dr. Thomas Klefoth ist Verbandsbiologe beim AVN und Fishing-King Experte. Im Onlinekurs und auch auf unserem YouTube Kanal erklärt er Dir, worauf Du beim Handling von Raubfischen achten solltest. Mit seinen Tipps kannst Du die 4 häufigsten Fehler vermeiden:

  • Falsche Ausrüstung
  • Rachensperre
  • Der falsche Kiemengriff
  • Tief gehakte Köder falsch lösen
Tipp Nr. 1: Mit der richtigen Ausrüstung ans Wasser

Wenn Du beim Equipment ein paar Punkte beachtest, ist schon viel gewonnen. Du benötigst:

  • Messschiene
  • Abhakmatte
  • Lange Zangen (evtl. gebogen)
  • Seitenschneider
  • Solides Schlagholz
  • Scharfes Messer
Raubfisch Handling Ausrüstung
Die richtige Ausrüstung ist die Grundlage für das sichere Handling mit Raubfischen

Eine rollbare Messschiene aus Kunststoff ist besonders praktisch. Du kannst sie anfeuchten und den Fisch zum Messen darauf ablegen. So kann die empfindliche Schleimhaut geschont werden.

Eine kleine Abhakmatte ist ebenfalls unbedingt sinnvoll und lässt sich zum Beispiel außen an den Rucksack hängen.

Es gibt verschiedene Zangenmodelle (z.B. in „Pistolen-Form“, mit denen Du tief geschluckte Haken erreichen kannst). Auch lange Zangen mit gebogener Spitze sind hilfreich.

Ein guter Seitenschneider sollte in der Tackle-Box nicht fehlen. Du kannst Haken damit durchknipsen, wenn sie zu tief im Hechtrachen oder den Kiemen stecken. Spätestens, wenn mal Dein Finger zusammen mit einem zappelnden, zahnreichen Hecht mit im Drilling hängt, wirst Du dieses Werkzeug nicht missen wollen.

Ob Du als Schlagholz ein günstiges Modell aus dem Angelgeschäft nimmst oder einen abgesägten Besenstiel ist eigentlich egal – Hauptsache es ist stabil genug, um ausreichend Druck für einen großen Fisch zu erzeugen. Und ein scharfes Messer ist natürlich auch unerlässlich.

Was bringt die Rachensperre wirklich?

Sie wird mancherorts für die Hechtangelei vorgeschrieben, aber wirklich sinnvoll ist die Rachensperre eigentlich nicht. Sie lässt sich meistens nur schlecht platzieren – z.B. wenn der Köder im Weg ist. Bei einem Fisch, der sich heftig bewegt, fliegt die Sperre schnell wieder aus dem Maul. Besser ist hier der richtig durchgeführte Kiemengriff, um den Hecht zügig abhaken zu können.

Rachensperren sind nicht sonderlich hilfreich
Kiemengriff – gewusst, wie

Man sieht den Kiemengriff häufig – doch wird er oft nicht richtig ausgeführt, so dass die Verletzungsgefahr sowohl für den Hecht, als auch den Angler hoch ist. Die Kiemen sind scharfkantig und können böse Schnittverletzungen verursachen.

Hecht Anatomie der Kiemen
Greife nie direkt in die Kiemen hinein – Du verletzt den Fisch und oft auch Dich selbst!

Im schlechtesten Fall greifst Du dazu noch in einen tief sitzenden Drilling – eine Situation, die sich kein Angler wünscht. Zudem sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit des Fisches, wenn die Kiemen verletzt werden. So machst Du es richtig:

Kiemengriff beim Hecht richtig ausführen
Die richtige Stelle findest du, wenn Du mit einem Finger den Kiemensaum entlang fährst bis zur Maulspitze.

Fahre vorsichtig mit dem Finger am Kiemenrand entlang tastend nach vorne. Dort greifst Du mit dem Mittelfinger behutsam unter, während Du mit Daumen am Maulwinkel das Fischmaul fixierst, das sich automatisch öffnet.

Daumen und Mittelfinger halten den Hecht sicher

Nun kannst Du den Haken lösen und den Hecht schonend zurücksetzen. Achte dann darauf, dass Du den Fisch erst loslässt, wenn er sich aufgerichtet hat und selbstständig davon schwimmt.

Wenn der Haken besonders tief sitzt

Beim Hakenlösen kannst Du ebenfalls Fehler vermeiden. Denn gerade, wenn Hechte hungrig oder aggressiv sind, schlucken sie den Köder häufig sehr tief. Dann kommt der Seitenschneider ins Spiel. Knipse den Haken außen ab und entferne dann den Köder. Die paar Cent für den Haken sollten Dir die besseren Überlebenschancen des Hechts wert sein.

Hecht-Handling Haken Kiemen Seitenschneider
Hat sich ein Haken wie hier in die Kiemen gebohrt, so knipse ihn von hinten mit dem Seitenschneider ab

TIPP: Wenn Du zügig anschlägst, kannst Du verhindern, dass der Hecht den Köder zu tief schluckt.

Das ganze Experten-Video kannst Du Dir hier ansehen

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Meerforelle: Watangeln mit Jörg Strehlow – Die Technik

Die richtige Ausrüstung fürs Watangeln auf Meerforelle und die optimale Stellenwahl haben wir dir in unserem Blog „Meerforelle: Watangeln mit Jörg Strehlow“ schon vorgestellt. Jetzt geht’s ins Wasser! Folgende Fragen wollen wir dir beantworten:

  • Wie watest du richtig?
  • Wie sollte die Bremse eingestellt sein?
  • Wie wirfst du aus, um auf Weite zu kommen?
  • Welche Köderführung hat Erfolg?
  • Wie gehst du am besten mit Nachläufern um?
  • Welche Taktik empfiehlt sich im Wasser?

Watangeln Fishing-King Strehlow Meerforelle

Richtig waten – das solltest du beachten

Sicherheit sollte immer im Vordergrund stehen, denn Waten ist nicht ganz ungefährlich. Verwende also bei steinigen oder unbekannten Untergründen einen Watstock, um Hindernisse und Untiefen auszuweichen. Hier reicht ein geeigneter Stock aus dem Wald, den du dir zurechtschnitzt. Befestige ihn mit einer Kordelschlaufe am Watgürtel – so hast du ihn immer parat. Neben dem Abtasten des Bodens ist die Hauptfunktion des Stocks, dass du dich abstützen kannst, wenn du mal ins Straucheln kommst.

Wichtig! Behalte stets den Wasserstand im Auge, wenn du dich auf einer Sandbank befindest. Davor gibt es immer eine tiefere Rinne, durch die du waten musst.

Bremse optimal einstellen

Die Meerforelle hat ein weiches Maul. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, die Bremse gut einzustellen. Sie sollte weder zu hart, noch zu weich sein.

Strehlow Bremseinstellung Meerforelle Fishing-King

Die Rute muss „arbeiten“ – die Bremse soll aber dem flüchtenden Fisch auch Schnur geben

Trotzdem soll ein sicherer Anschlag auch über weite Distanzen gelingen. Stelle die Bremse so ein, dass du mit der Hand noch mühelos Schnur abziehen kannst.

Auswerfen und Anhieb setzen

Lass den Köder zum Auswerfen ca. auf 1/3 bis maximal halbe Rutenlänge baumeln. Als Rechtshänder fasst du das Rutenende mit links – mit der rechten Hand umfasst du die Rollenhalterung (Steg zwischen den kleinen Finger und den Mittelfinger nehmen). Dann führst du die Rute gerade nach hinten und ziehst mit beiden Händen kraftvoll durch. 

Sobald der Köder auf dem Wasser auftrifft, bremst du die Schnur mit dem Zeigefinger der rechten Hand ab – so streckt sie sich und bleibt gespannt. Das ist wichtig, um eine Perückenbildung zu verhindern. Anfänger versäumen es häufig, die Schnur mit dem Finger zu stoppen und kurbeln dann die lose Schnur auf. Das führt unweigerlich zu den gefürchteten Schnurknäueln – bei Wurfweiten von rund 100 oder mehr Metern heißt das: Hoher Schnurverlust. Den kannst du dir mit der richtigen Technik ersparen!

So führst du den Köder richtig

Lasse den Köder je nach Wassertiefe zwischen 2 und 4 Sekunden sinken. Erfahrungsgemäß halten sich Meerforellen im oberen Wasserdrittel auf. Die Rute bleibt dabei unten (im Winkel zwischen „8 und 10 Uhr“) – Rute und Schnur bilden quasi eine Linie. So kannst du ohne „lange Wege“ den Anhieb setzen.

Die Köderführung ist an Jörg’s „Faulenzer-Methode“ vom Zanderangeln angelehnt. Also nach 5 – 6 Kurbelumdrehungen einen Spinn-Stopp von 1 – 2 Sekunden. So gerät der Köder in eine Taumelbewegung. Beim „Hansen Flash“, den Jörg gerne fischt, kommt noch eine Drehbewegung dazu, die das Fluchtverhalten von Sandaalen täuschend echt imitiert. TIPP: Die Meerforelle kennt dieses Muster und erwartet, dass der Sandaal wieder aus dem Sand auftaucht. Das ist der Moment, in dem sie zuschlägt. Deshalb musst du – anders als beim Zanderangeln – besonders beim Ankurbeln mit Bissen rechnen!

Wenn viel Wind für Wellen und damit trübes Wasser sorgt, nutze am besten Schockfarben bei den Ködern. Im klaren Wasser sind natürliche Färbungen besser. TIPP: In der Dämmerung kommt es auf Kontrast und Schatten an. Rostfarbene oder sogar schwarze Köder sind hier Jörg’s eindeutige Empfehlung.

Nach einigen Würfen solltest du ein Stück weiter waten. An markanten Punkten lohnt es sich unter Umständen, dort etwas ausdauernder zu fischen. Im Frühjahr und Sommer versprechen übrigens besonders die frühen Morgen- oder Abendstunden Erfolg.

Herausforderung Nachläufer

Deine Polbrille hilft dir, Nachläufer zu erkennen. Weiter draußen spürst du sie eher durch einen „Anstupser“ in der Rute. Dann bewährt sich folgende Taktik:

  • Kurz stoppen
  • Den Köder etwas absinken lassen (1 – 2 Sekunden)
  • Flott wieder andrehen
Der Drill

Wenn du die MeFo am Haken hast ist Fingerspitzengefühl gefragt, damit der Fisch am Haken bleibt. (Meer-)Forellen springen nun mal von Natur aus. Die Gefahr, den Fisch dabei zu verlieren, ist entsprechend hoch. Jörg’s Tipp: „Genieße den atemberaubenden Anblick und behalte ihn in deinem Herzen“.

Und immer dran denken: Fische – vor allem die untermaßigen – schonend behandeln und den Haken im Wasser lösen.

Abschließend noch Jörg’s Gedanken zur Frage „Was ist besser – Einzelhaken oder Drilling?“: Natürlich sind Einzelhaken schonender und somit waidgerechter. Sie können bei kleinen Spoons, die vom Fisch oft tiefer geschluckt werden, leichter gelöst werden. Mehr Erfolg hat Jörg aber persönlich mit Drillingen, mit denen die Fische tendenziell weniger beim Drill aussteigen.

Das ganze Video findest du hier:

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