Hecht angeln im Mai/Juni – so geht’s

Zum 1. Mai oder – je nach Bundesland – 1. Juni geht in der Regel die Raubfischsaison los: Wie du jetzt erfolgreich die ersten Hechte angelst, erfährst du in diesem Blog-Beitrag und dem entsprechendem Video.

 

Hechtangeln Abendstimmung

Ein erfolgreicher Angeltag mit fünf Hechten am 1. Mai zum Auftakt in die Raubfischsaison.

 

  1. Die richtige Angelstelle
  2. Das Equipment
  3. Die Technik
  4. Kiemengriff: Das musst du beachten


Die richtige Angelstelle

Zu Beginn der Saison stehen die Hechte meist noch in den Flachwasserzonen in Ufernähe, da sie dort gelaicht haben. Wenn du zum Beispiel an einer Talsperre unterwegs bist, dann solltest du nach Angelstellen Ausschau halten, die Strukturen aufweisen (wie Bäume, alte Seerosenfelder, Wasserpflanzen).

Hechte angeln Flachwasser

Suche dir flache Uferbereiche mit Strukturen (Bäume, Wasserpflanzen).

Nicht selten stehen in dieser Jahreszeit die Hechte nur 2 – 3 Meter vom Ufer entfernt gerade mal in einem halben Meter Wassertiefe. Ideal ist es also, wenn es erstmal ganz flach ins Wasser geht und der Bereich in Ufernähe langsam abfällt.

Wenn hier auch eine Kante zu einem tieferen Gewässerabschnitt vorhanden ist, dann hast du gute Fangaussichten. Denn dort stehen erfahrungsgemäß häufig die größeren Hechte.


Das Equipment

Als Rute empfiehlt sich eine 2,70 m lange Spinnrute mit einem Wurfgewicht von 60 – 70 g. Wenn du nahe am Ufer fischst, ist diese Länge zu bevorzugen. Auch sollte sie trotz guter Stabilität nicht zu steif sein. Damit kannst du dann ausreichend weit auswerfen (etwa 30 bis 50 m).

Hecht angeln Equipment

Jetzt stehen die Hechte meist noch in Ufernähe. Deshalb ist es wichtig, sich bedächtig ans Wasser zu bewegen.

Bei den Köder reicht oft eine kleine Anzahl in Längen von 12 bis 20 cm aus. Zum Beispiel ein Swimbait (Wobbler ohne Tauchschaufel) oder ein Gummifisch (ohne Jigkopf).

Passe dich am besten dem jeweiligen Gewässer an. Im klaren Wasser sind natürliche Färbungen, zum Beispiel ein Barsch- oder Rotaugen-Design, meist sehr fängig. Also die Beutefische, die im See vorkommen. Aggressive, schrille Farben sind hier nicht so günstig.

Hecht Köder

Es reicht schon eine kleine Köderauswahl wie Gummifische, Wobbler, Swimbaits oder auch mal ein Frosch-Köder

Im Flachwasser kann es im Frühjahr übrigens auch sehr gut mit einem Froschköder klappen – ein Versuch lohnt sich.

Aus dem Onlinekurs weißt du natürlich, dass du ein Stahlvorfach (40 cm Länge) benötigst und zur Sicherheit die Rachensperre mit in der Tacklebox haben solltest. Und auch ein Päckchen Pflaster ist nicht verkehrt, angesichts der scharfen Hechtzähne und der spitzen Drillinge 😉

Eine Pol-Brille hilft dir, Nachläufer zu erkennen, da die Spiegelung des Wassers herausgefiltert wird.


Die Technik

Fische zuerst die ufernahen Bereiche ab, bevor du weitere Würfe machst. Lass den Köder langsam absinken und kurbele ihn dann langsam ein. Kurz vor dem Ufer solltest du die Rute etwas hochnehmen, damit der Köder hochkommt. So verhinderst du, dass er im Holz oder Kraut hängen bleibt.

Einleiern Hechtangeln

Mit ruhigen Bewegungen wird der Köder eingeholt.

Führe deinen Köder in etwa einem halben Meter Tiefe, indem du ihn in langsamem Tempo und gleichmäßigen Kurbelumdrehungen einleierst.

Wenn du einen Nachläufer hast, dann kurbele in jedem Fall langsam weiter (nicht stehen lassen), denn oft gehen die Hechte noch einmal hinterher.

TOP-TIPP: Merke dir den Satz: „Man kann immer zu tief angeln, aber selten zu hoch“. Denn Hechte kommen durchaus auch mal 2 – 3 Meter aus der Tiefe hoch, wenn sie über sich eine attraktive Beute entdecken.

Hecht an der Angel

Alles richtig gemacht: Schon nach 5 Minuten hat der erste Hecht angebissen.

 


Kiemengriff: Das musst du beachten

Wenn dein Fang den Köder sehr weit vorne im Maul genommen hat, kannst du ihn mit einem Kiemengriff halten. Dabei solltest du sehr behutsam am äußeren Kiemendeckel entlang greifen – nicht direkt in die Kiemen!

Kiemengriff Hecht

Fasse den Hechtkopf vorsichtig am Kiemendeckel.

Wenn du den Fisch richtig gefasst hast, öffnet sich meist direkt das Hechtmaul und du kannst den Köder gut abhaken.

Hat der Hecht den Köder allerdings weiter im Rachen geschluckt, solltest du den Kiemengriff nicht anwenden.

TOP-TIPP: Sieh dir auch gern unser Video auf YouTube zum Thema Hechtangeln an. Und wenn du ein leckeres Rezept für Hecht suchst, dann schau mal in den Blog und das Video Hecht-Zubereitung.

Hast du noch Fragen und Anregungen zum Hechtangeln? Dann freuen wir uns sehr auf deine Rückmeldung!

 

 

Weiterlesen »

FEEDERN am Fluss – die Basics TEIL 2

Im zweiten Teil der Blog-Serie zum Feedern am Fluss erfährst du, wie du einen Futterplatz anlegst, wie das Auswerfen gelingt und wie du am besten im Flachwasser oder an der Strömungskante angelst.

 

In Teil 1 hat Hubertus schon erklärt, welche Ausrüstung du benötigst (lade dir einfach die Feeder Einkaufsliste herunter), wie du gute Angelstellen wählst und auf welche Futtermischung du setzen solltest. Nun geht es darum, den Futterplatz durch gezieltes Auswerfen des gefüllten Futterkorbs attraktiv zu gestalten und so die Fische anzulocken. Die Technik hierzu und viele Infos zum erfolgreichen Feedern verrät dir Hubertus in diesem Beitrag.

Feedern Rotauge

Das Rotauge ließ sich von der appetitlichen Futterspur verführen.

 

  1. Welche Hakengröße ist richtig?
  2. Montage 1: Schlaufenmontage
  3. Montage 2: Standardmontage/Anti-Tangle-Boom
  4. So füllst du den Futterkorb optimal
  5. Gezieltes Auswerfen: So geht’s
  6. So verhinderst du, dass die Rutenspitze bricht
  7. Wie lege ich einen Futterplatz an?
  8. Köder – so wird’s gemacht
  9. Es funktioniert – die Fische beißen


Welche Hakengröße ist richtig?

Beginnen kannst du im flachen Wasser zunächst mit den kleineren Hakengrößen. Zum Beispiel mit einem Vorfach von 0,20 mm Durchmesser und mit einem 14er Haken. An der Strömungskante kannst du ein Vorfach von 0,25 mm Durchmesser mit einem 10er Haken einsetzen. Als Länge sind 80 bis 100 cm ein guter Standard für den Einstieg, der sich leicht variieren lässt.

Vorfach Feedern

Je nach Zielfisch liegt die Hakengröße beim Feedern zwischen 8 (Karpfen) und 18 (Rotfedern)

Zu kurz ist schlecht, da der Köder dabei zu dicht am Futterkorb präsentiert wird. Auch ein zu langes Vorfach ist ungünstig, da die Made dann regelrecht am Grund „flattert“. Sollte der Fangerfolg bei der gewählten Vorfachlänge ausbleiben, kannst du es auf ca. 60 cm kürzen.

Im Flachwasser zwischen den Buhnen sind kleinere Fische zu erwarten, so dass du dein Vorfach entsprechend fein auswählen kannst: Zum Beispiel mit einer 0,18er Schnur und einem 12er Haken. Das Vorfach kannst du in einer Länge von ca. 80 cm anhängen. Auch der Futterkorb ist mit ca. 60 g leichter als der, den du in der Strömung verwendest.

TOP-TIPP Bei kühler Witterung mit Wassertemperaturen unter 8 ° C lohnt es sich, im Flachwasser zu angeln. Hier sind die Aussichten gut, Fische an den Haken zu bekommen.


Montage 1: Schlaufenmontage

Schlaufen-Montage fertig

Schlaufen-Montage

Für die Rute, mit der du direkt an der Strömungskante angelst, kommt die Schlaufenmontage – eins der besten Feeder-Rigs überhaupt – zum Einsatz. Dieses wird aus der monofilen Schlagschnur (z.B. Fluocarbon) geknotet. In die Schlaufe hängst du den Futterkorb ein und am gezwirbelten Seitenarm kann bequem das Vorfach montiert werden. Hierzu findest du bei YouTube übrigens auch ein Video von uns.


Montage 2:  Standardmontage/Anti-Tangle-Boom

Futterkorb mit Anti-Tangle-Boom

Anti-Tangle-Boom

Aus unserem Onlinekurs kennst du vielleicht schon die unkomplizierte Feedermontage mit Wirbeln und Perle bzw. einem Anti-Tangle-Boom. Sie lässt sich sehr einfach umsetzen: Den Futterkorb hängst du in einen Wirbel (zum Beispiel einen Feederwirbel mit integrierter Perle) oder den Anti-Tangle-Boom ein. Danach fädelst du noch eine Gummiperle auf und verbindest die Hauptschnur mit einem Clinchknoten mit dem Wirbel, in den du das Vorfach einhängst.


So füllst du den Futterkorb optimal

Nachdem das Futter durch das Anfeuchten und Sieben nun die richtige Konsistenz hat, kannst du den Futterkorb befüllen. Gegebenenfalls muss das Futter nach dem Aufquellen noch ein bißchen nachgefeuchtet und erneut gesiebt werden.

Das Füllen geht bei herkömmlichen Metallkörben am besten, indem du das Futter mit dem Daumen auf der einen und zwei Fingern auf der anderen Seite in den Öffnungen schiebst.

Futterkorb füllen Feedern

Nicht zu locker und nicht zu fest wird das Futter in den Metallkorb gedrückt.

Achte darauf, die Mischung nicht zu fest anzudrücken, damit das Futter sich am Grund noch gut aus dem Korb lösen kann. In der Strömung musst du etwas mehr Feuchte im Futter haben. Im Flachwasser braucht das Futter nicht ganz so feucht zu sein. Es sollte sich gelöst haben, wenn du ein paar mal an der Rute ruckst.

TOP-TIPP An der Luft trocknet das Futter rasch – nach einiger Zeit solltest du daher die Beschaffenheit kontrollieren und noch einmal nachfeuchten. Dann das Futter wieder sieben, damit es nicht klumpt.


Zielgerichtetes Auswerfen: So geht’s

Beim Auswerfen mit dem klassischen Überkopfwurf kommt es darauf an, möglichst immer die gleiche Stelle zu treffen. So kannst du einen attraktiven Futterteppich erzeugen, der die Fische anlockt. Stelle dich zum Auswerfen immer an den gleichen Platz. Danach suchst du dir zum Fokussieren einen Punkt am gegenüberliegenden Ufer aus, auf den du beim Werfen zielen kannst.

Damit du immer die gleiche Weite beim Werfen erzielst, kannst du den Schnurclip einsetzen. Wirf zunächst den Futterkorb an die gewünschte Stelle aus und lasse ihn zum Grund absinken. Hier überprüfst du, ob das Gewicht passt und du die Strömungskante getroffen hast. Der Korb sollte nicht kullern, sondern liegenbleiben. Wenn er zuvor zwei, drei Hüpfer macht, ist es auch ok.

Hänge nun die Schnur in den Schnurclip ein, in dem du sie unter der Clip-„Nase“ herführst. Damit hast du die Schnur auf eine konstante Weite festgesteckt.

So verhinderst du, dass die Rutenspitze bricht

Beim Werfen, besonders mit eingeclippter Schnur, kommt es nun sehr auf die Haltung an, damit du nicht Gefahr läufst, dass dir die empfindliche Rutenspitze bricht. Der Trick besteht darin, nach der ersten Wurfbewegung die Angel direkt wieder hoch zu nehmen. Also nicht mit der Spitze unten bleiben, sondern die Rute wieder senkrecht nach oben und locker in der Hand halten. Wenn nun im Flug das Gewicht des Futterkorbs in die Schnur schlägt, gehst du mit der Rute locker mit und nimmst so etwas von der Wucht des Gewichts auf.

Wenn du im Flachwasser gut sehen kannst und relativ nahe angelst (4 – 6 Meter), kannst du meist auch ohne Schnurclip die Futterstelle „auf Sicht“ treffen. Das erfordert zu Beginn natürlich etwas Übung 🙂

TOP-TIPP Wenn du die Angelstelle noch nicht kennst, macht es Sinn, zunächst den Korb ohne Futter auszuwerfen und die Rute dann leicht nach links zu ziehen. So kannst du den Grund auf Hindernisse abtasten und vermeidest später Abrisse durch Hängenbleiben.

Werfen Feedern

Wichtig ist, möglichst an die immer gleiche Stelle auszuwerfen.


Wie lege ich einen Futterplatz an?

Für einen guten Futterplatz an einem Gewässer mit Strömung bringst du rund 5 bis 10 Körbe ein. Zu Beginn ist es am besten, keine Made am Hakenvorfach zu verwenden. Noch besser ist es, auf das Vorfach zunächst ganz zu verzichten und es erst später einzuhängen, wenn du deinen Köder einsetzen willst.

Ziel ist es, auf möglichst kleinem Raum mit dem Futter zu bleiben (idealerweise einen halben bis einen Quadratmeter). Die Strömung nimmt das Futter natürlich mit. Hier entsteht eine Futterspur.

Maden Feedern

Nachdem ein Futterplatz angelegt ist, wird den Fischen ein Madenbündel mit 3 – 4 Maden am Haken angeboten.


Köder – so wird’s gemacht

Maden sind ein guter Köder für Barben, Brassen und Rotaugen. Im Frühjahr kann man sogar Aale mit Maden locken. Fädele 3 bis 4 Maden auf den Haken. Du befestigst sie direkt dort, wo die zwei schwarzen Punkte sind (manche sagen „Augen“ dazu; tatsächlich handelt es sich aber um Flecken). Du kannst auch verpuppte Maden – sogenannte Caster – nehmen. Sie sorgen für Auftrieb, so dass der Köder etwas über dem Grund „schwebt“.


Es funktioniert – die Fische beißen

Behalte nach dem Auswerfen die Rutenspitze im Auge. Sie zeigt dir, ob du einen Biss hast und den Anhieb setzen musst.

Das Konzept ist aufgegangen. Im Flachwasser hat ein Schwarm den Futterplatz für sich entdeckt.

Wenn sich eine Zeit lang nichts tut, kannst du die Schnur mit der Kurbel 1 – 2 Umdrehungen eindrehen, um etwas „Bewegung“ in die Montage zu bringen. Damit kommt auch dein Köder meist wieder etwas näher an den Korb heran und erregt die Aufmerksamkeit der Fische.

TOP-TIPP Wenn die Fische die Futterstelle entdeckt haben, ist Tempo gefragt: Jetzt  flott nachfüttern, um die Fische am Platz zu halten.

Welche Erfahrungen hast du beim Feedern gemacht? Hat dir dieser Beitrag geholfen? Gib uns in den Kommentaren gern eine Rückmeldung! Auch Anregungen, welche Themen dich interessieren, sind immer willkommen.

 

Weiterlesen »

Heringe zubereiten – einfach & lecker

Du hast erfolgreich einige Heringe geangelt und suchst nun nach einem unkomplizierten Rezept für die Zubereitung? Dann bist du hier goldrichtig!

 

Wie du deinen Fang einfach (und) köstlich in ein leckeres Fischgericht verwandelst, verrät dir Hubertus in diesem Blog! Alternativ kannst du dir auch das passende Video zum Rezept anschauen. Zum Ausdrucken findest du hier das Rezept Heringe.

Übrigens: Wenn du die frisch gefangenen Heringe direkt nach dem Angeln verarbeiten kannst, werden sie nicht noch einmal mit Süßwasser gewaschen. So bleibt der Geschmack voll erhalten. Wenn du sie nach dem Fang eingefroren hast, kannst du sie nach dem Auftauen kurz abspülen und mit Küchenkrepp trocknen.

Für den Gurkensalat mit Zitronen-Honig-Dressing:

  • 1 Salatgurke
  • 1 Zwiebel
  • Saft von einer Zitrone
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Honig
  • Bund Petersilie
  • Salz/Pfeffer

 

Gurke zum Hering

Für den Salat wird eine Gurke in Scheiben geschnitten.

 

Für die Bratheringe:

  • Olivenöl zum Braten
  • 12 Heringe (ohne Kopf, ausgenommen)
  • Fischgewürz
  • Weizenmehl
  • Butter
  • Gehobelte Mandeln

 

Gebratene Heringe

Die in Mehl gewendeten Heringe werden von beiden Seiten goldbraun gebraten.

 

Für die Bratkartoffeln:

  • Kartoffeln, gekocht und abgekühlt
  • 1 Zwiebel
  • Salz/Pfeffer
  • Olivenöl zum Braten
  • Wenn vorhanden, etwas frischer Rosmarin

 

Zubereitung:

Gurkensalat ca. 2 Stunden vorher zubereiten: Die Gurke in Scheiben schneiden und in eine Salatschüssel geben. Dann die Petersilie grob hacken und dazu geben. Für das Dressing den Zitronensaft mit etwas Wasser verdünnen. Öl und Honig hinzugeben. Kräftig verquirlen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Über die Gurken geben und durchziehen lassen.

Bratkartoffeln: Zwiebel in Ringe und Kartoffeln in Scheiben oder Stücke schneiden. Die Zwiebeln und die Kartoffeln im heißen Öl kross braten. Würzen. Nach Geschmack gehackten Rosmarin darüber geben.

Heringe von der Gräte lösen

Die Mittelgräte wird abgezogen. Noch verbliebene Grätchen können einfach mitgegessen werden.

Brathering: Innen und außen würzen. Das Mehl in einen Teller geben und die Heringe darin wenden. Dann von jeder Seite ein paar Minuten in Öl goldbraun braten. Butter in die Pfanne geben, etwas pfeffern und salzen, Mandeln hinzugeben und kurz bräunen lassen.

Zum Entfernen der Mittelgräte einfach den Fisch aufklappen und die Gräte am Kopfende fassen. Dann vorsichtig Richtung Schwanzflosse abziehen.

 

Fertiges Heringsgericht

Wenn alles fertig ist, darf angerichtet (und ordentlich geschlemmt) werden. Viel Spaß!

Zum Schluss noch etwas von der gebräunten Butter und den gehobelten Mandel über die Heringe verteilen. Abschließend alles appetitlich auf Tellern anrichten und genießen!

GUTEN APPETIT

Gib uns gerne dein Feedback, wie dir das Rezept „Brathering à la Fishing-King“ gefallen hat. Und natürlich freuen wir uns auch über deine Rezepttipps! Wenn du wissen möchtest, wie du erfolgreich Heringe fängst, dann schau auch mal in dieses Video oder den Blog.
Weiterlesen »

Angeln „ohne Angelschein“ – geht das?

Du möchtest einmal unverbindlich ins Angeln hineinschnuppern, ohne gleich die Angelprüfung abzulegen? Das geht! Wo es möglich ist, auch ohne Fischereischein zu angeln, verraten wir dir in diesem Beitrag.

 

Vielleicht hast du dich schon selbst einmal informiert, was es rund um das Angeln zu beachten gibt. Und festgestellt, dass man in Deutschland legal nur mit dem offiziellen Fischereischein (im Volksmund „Angelschein“) fischen darf. Das ist richtig.

Es gibt jedoch ein Bundesland (Niedersachsen), in dem der Fischereischein zur Ausübung des Angelns nicht im Fischereigesetz vorgeschrieben ist. In den freien (nicht verpachteten) Gewässern Niedersachsens (Küste und Seeschifffahrtsstraßen wie die Elbe bis Hamburg) kann somit jeder scheinfrei angeln. Bei verpachteten Gewässern muss lediglich ein Fischereierlaubnisschein für das oder die Gewässer nachgewiesen werden. So kannst du erst einmal probehalber in das Hobby einzusteigen.

Grundlagenwissen sollte nicht fehlen

Wichtig: Bei den allen Touristenfischereischeinen wird zwar keine Prüfung verlangt – dennoch ist es richtig und wichtig, sich vor dem ersten Angeln mit der Materie vertraut zu machen. Insbesondere den waidgerechte Umgang mit den Fängen solltest du dir aneignen, damit du die Fische nach dem Landen richtig versorgen kannst. Du erhältst in der Regel eine Informations-Lektüre mit dem Schein ausgehändigt, die du dir aufmerksam durchlesen solltest. Viel Grundlagenwissen und Praxis-Tipps findest du im YouTube Channel von Fishing-King. Es lohnt sich, hier immer wieder hereinzuschauen.

Schnupperangeln: In diesen Bundesländern geht es

In Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg, gibt es spezielle spezielle Genehmigungen. Sie gestatten unter bestimmten Voraussetzungen das Angeln ohne Ablegen der Fischerprüfung.

  • In Schleswig-Holstein kannst du für einen Zeitraum von 40 aufeinander folgenden Tagen einen sogenannten “Urlaubsfischereischein (Urlaubsangelschein)” als Ausnahmegenehmigung holen. Voraussetzung ist, dass du deinen 1. Wohnsitz nicht in Schleswig-Holstein hast. Den Urlaubsangelschein erhältst du gegen Vorlage deines Personalausweises bei den Ordnungsämtern. Mit dem Urlaubsangelschein kannst du dann in ganz Schleswig-Holstein angeln.
  • Mecklenburg-Vorpommern bietet einen zeitlich auf vier Wochen befristeten “Touristenfischereischein” an. Er kann bei den Ordnungsämtern oder in den Touristen-Büros einmal pro Jahr beantragt werden. Weiterführende Infos findest du beim Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern
  • In Thüringen gibt es seit 2010 den sogenannten “Vierteljahresschein”, mit dem ohne Fischerprüfung geangelt werden darf. Infos hierzu gibt das Landwirtschaftsministerium des Freistaats Thüringen in einer eigenen Broschüre.
  • Eine Sonderstellung nimmt das Land Brandenburg ein – denn hier kann man seit dem 1. August 2006 auch ohne den Besitz eines Fischereischeins und ohne abgelegte Sportfischerprüfung auf Friedfische angeln. Bedingung ist das  Bezahlen der Fischereiabgabe durch den Erwerb eines Erlaubnisscheins für die Gewässer. Um auf Raubfische angeln zu dürfen, ist jedoch ein Fischereischein mit einer vorausgehenden Prüfung erforderlich.

WICHTIG bei allen Sonder-Fischereischeinen: Ein Erlaubnisschein für das jeweilige Gewässer ist zusätzlich immer Pflicht!

Weniger Einstiegshürden in den Nachbarländern

Neben den Sonderfällen in Deutschland ist es natürlich auch möglich, bei einem Urlaub im europäischen Ausland erste Angelversuche zu unternehmen. In den meisten Nachbarländern bestehen geringere Hürden für den Einstieg ins Angeln oder es gibt spezielle Urlauber-Angelkarten wie den niederländischen VisPas.

Du möchtest nun den „richtigen“ Angelschein machen?

Du hast bereits das Angeln für dich entdeckt und möchtest nun das Hobby richtig betreiben? Aber die Fischerprüfung zum Erlangen des amtlichen Fischereischeins erscheint dir zu zeitaufwendig und kompliziert? Hier gibt es inzwischen eine tolle, zeitgemäße Lösung, die bereits in vielen Bundesländern offiziell anerkannt ist: Mit Fishing-King kannst du dich online auf die Angelprüfung vorbereiten.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Du bist unabhängig von festen Kurszeiten und kannst immer dann lernen, wenn du aufnahmefähig bist. Und das ortsunabhängig, denn alles, was du benötigst ist ein Gerät mit Internetanschluss – also ein PC oder Laptop. Über den Browser kannst du aber auch auf einem Tablet lernen. Dazu hast du noch die Offline-App zur Ergänzung, die du auf Mobilgeräten installieren kannst. Damit hast du auch unterwegs ohne Internet eine Möglichkeit zum Üben.

Probiere es einfach aus – mit der „100%-Prüfungserfolg-sonst-Geld-zurück-Garantie“ gehst du kein Risiko ein!

Weiterlesen »

7 Tipps für das Angeln im Angel-Kajak

Gerade Anfänger haben oft Respekt vor dem Angeln mit dem Kajak. Dabei ist ein Angelkajak die perfekte Einsteigerlösung für das Angeln vom Boot aus. Hier gebe ich euch meine 7 wichtigsten Tipps für den Einstieg ins Kajak-Angeln.
Von Michael Volz

Das Wichtigste vorweg: Immer eine Schwimmhilfe bzw. Rettungsweste beim Angeln im Kajak tragen. Galaxy Kayaks bietet hier zum Beispiel die NRS Chinook Weste an. Diese wurde von NRS speziell für Angler entwickelt. Dabei wurde eine Schwimmhilfe mit einer klassischen Anglerweste kombiniert. Ein Review Video dazu gibt es hier

GalaxyKayaks Angeln im Kajak Michael Volz

Michael Volz vom deutschen GalaxyKayaks ProStaff Team.

Tipp Nr. 1: Sicherheit gewinnen

Erst einmal mit dem neuen Sportgerät vertraut machen und im flachen Wasser die ersten Manöver üben. So bekommst du am besten ein Gefühl für dein neues Kajak und gewinnst Vertrauen in dein neues Gefährt. Dann ruhig auch mal versuchen aufzustehen. Das stehende Angeln bietet gerade im Sommer mit TopWater Ködern oder beim Fliegenfischen Vorteile.

Tipp Nr. 2: Auf die Ergonomie achten

Das Paddel sollte immer schulterbreit gegriffen werden. Anfänger machen oft den Fehler, das Paddel zu eng zu greifen. Das ist nicht nur unergonomisch, sondern kostet auch viel Kraft und sorgt für Verspannungen. Auch wichtig: Möglichst weit vorne das Paddel eintauchen und bis nach hinten durchziehen. Dazu auch etwas die Schulter drehen. Wenn man diesen Bewegungsablauf einmal gespeichert hat, lassen sich schnell große Strecken abpaddeln. Ein ruhiger Bewegungsablauf ist auch perfekt für das Schleppfischen.

Tipp Nr. 3: Das richtige Equipment

Gerade als Anfänger neigt man dazu, zu viel Equipment mit an Bord zu nehmen. Am besten mal schauen, mit welchen Ködern du meistens angelst und diese in kleine Köderboxen stecken. Ich nutze dafür die kleinen Boxen von ABU Garcia. Die sind von den Proportionen perfekt!

Galaxy Kayaks verfügen zum Beispiel über ein spezielles Fach für TackleBoxen. So bist du immer gut organisiert. Die meisten Kajakangler statten ihr Kajak mit einer Tacklekiste und zusätzlichen Rutenhaltern aus. Die Galaxy Kayaks sind zum Beispiel ab Werk für das Railblaza System vorbereitet. Die Steckverbindungen von Railblaza sind sehr flexibel und ermöglichen eine perfekte Anpassung an die persönlichen Bedürfnissse. 

 

Echolot zum Angeln im Kajak

Mit einem Echolot lassen sich Kanten und Tiefen erkennen, wo Fische besonders gerne stehen.

Tipp Nr. 4: Investiere in ein Echolot

Ein Echolot sorgt dafür, dass du zuverlässig Kanten und Löcher findest. Hier stehen üblicherweise die meisten Fische. Ansonsten lässt sich selbst auf einfachen Geräten bereits sehr genau erkennen, was unter einem an Fischen umher schwimmt. Hier gibt es bereits Geräte wie das LOWRANCE Hook3x für knapp über 100 Euro. Die Installation bei Galaxy Kayaks wie dem Alboran ist dabei sehr leicht. Ein Beispielvideo dazu findet man bei Galaxy Kayaks online. 

Tipp Nr. 5: Die richtige Kleidung

Ich bin ein Freund von atmungsaktiven Materialien und empfehle immer erst mal, mit einer gebrauchten Kombination aus dem Segelsport zu beginnen. Hosen und Jacken sind hier in der Regel atmungsaktiv und großzügig geschnitten. Nur so kann man bequem den ganzen Tag paddeln und auch angeln. Außerdem passen im Winter Thermoklamotten darunter. Später kann man sich dann eine teure GoreTex-Jacke und -Hose kaufen.

Im Sommer habe ich die Sachen immer in meinem Bugstaufach. Bei aufkommendem Wind oder Regen kann ich so ganz einfach immer im Trockenen angeln. Von Neopren-Anzügen rate ich auf Grund der schlechten Bewegungsfreiheit eher ab.

Außerdem sollte im Sommer immer eine Kappe, Sonnencreme und eine spezielle Sonnenbrille mit polarisierten Gläsern dabei sein. Ich nutze hier Brillen von WileyX. Neben guten Gläsern bieten dies Brillen auch einen Sicherheitseffekt für mich. Die Gläser von WileyX sind bruchfest und schützen meine Augen vor umherfliegenden Hard- und Softbaits.

Im Winter am besten immer einen Trockenanzug tragen. Wer bei kühleren Wassertemperaturen ohne einen Trockenanzug ins Wasser fällt, hat wirklich schlechte Karten. Man kühlt sehr schnell aus. Auch hier kann man für den Anfang auf gebrauchte Trockenanzüge von zum Beispiel DryFit zurückgreifen.

Tipp Nr. 6: Sicherheit an Bord

Immer ein Handy oder ein Funkgerät dabei haben und den Personen zu Hause sagen, wo man angelt und wann man wieder zu Hause sein möchte. Hört sich kindisch an, kann aber wirklich Leben retten. Gerade beim Angeln in großen Flüssen oder auf dem Meer können immer unvorhergesehene Gefahrensituationen auftreten. Mit einem Handy oder ein Funkgerät kannst du schnell für eine Rettung vor Ort sorgen. Außerdem kann man so auch dritten Hilfe leisten.

Ich habe auch immer einen normalen Verbandskasten aus dem Auto mit im Kajak. Schnell hat man sich mal einen Haken unglücklich selbst gesetzt oder sich an einem Hechtmaul geschnitten. So lassen sich kleine Wunden direkt auf dem Wasser versorgen und man kann danach bequem weiter angeln.

Tipp Nr. 7: Schonender Umgang mit den Fischen

Immer einen Kescher oder Lipgrip mit an Board haben. Bei Hechten und Kiemengriff haben sich spezielle Angelhandschuhe bewährt. Die meisten Kajakangler statten ihre Kayaks auch mit ActionCams aus. So muss man nicht unnötig mit dem gefangenen Fisch posieren, sondern ihn nur kurz hochhalten. Später kannst du dir zuhause einen Screenshot vom Video erstellen. Achtung: Catch & Release beachten! In vielen Ländern ist es verboten, maßige Fische zurückzusetzen. Hier muss jeder Angler selbst entscheiden wie er dazu steht. 

 

  • Michael Volz ist Teil des deutschen GalaxyKayaks ProStaff Teams. Weitere Infos zu GalaxyKayaks und den einzelnen ProStaff Anglern findet man auf http://www.de.galaxykayaks.eu/de/.

 

Weiterlesen »

Fishing-Masters-Show – ein Fest für Angler

Alle, die bei der Fishing-Masters-Show an der Regattastrecke Beetzsee mit dabei waren, sind sich einig: Der Besuch hat sich mehr als gelohnt! Brandenburg präsentierte sich am letzten Aprilwochenende in strahlendem Sonnenschein und zeigte an der schönen Havel, wie vielfältig das Hobby Angeln ist.

Patrick Owomoyela Fishing-Masters-Show Patches

Patrick Owomoyela freundete sich mit direkt Fishing-King Maskottchen Patches an.

Prominente warben bei der Fishing-Masters-Show fürs Angeln

Viele prominente Angler engagierten sich wieder für die Royal-Fishing-Kinderhilfe. Sie setzt sich ein für sozial benachteiligte Kinder. Bei der großen Tombola kam so mit über 5.000 Euro ein stattlicher Erlös für den guten Zweck zusammen.

Einer der anwesenden „Botschafter“ war Ex-Fußballnationalspieler Patrick Owomoyela. Er plauderte angeregt mit Hubertus über das Angeln am Ebro. Unser Fishing-King Maskottchen Patches hatte es ihm dabei besonders angetan. Natürlich war „Patchy“ auch fleißig und „verteilte“ wieder Flyer vom Landesanglerverband Brandenburg und unserem Onlinekurs.

Es wurde feste gefachsimpelt, geangelt, geshoppt und natürlich auch geschmaust. Zum Beispiel frisch gefangenen Hecht. Den hatte zuvor der Raubfischexperte Veit Wilde am Haken. In der großen Showküche des Deutschen Angelfischerverbandes wurde der kapitale Fisch dann gleich professionell in appetitliche Leckerbissen verwandelt.

Patches Flyer Fishing-Masters-Show

Im Einsatz für den Landesanglerverband Brandenburg und Fishing-King: „Diensthund“ Patches verteilt eifrig Flyer. 😀

Gemeinsam engagiert für ein großes Ziel

Für uns von Fishing-King war der Besuch der größten deutschen Outdoor-Angelmesse ein ganz besonderes Highlight im Messe-Kalender. Am Gemeinschaftsstand mit dem Landesanglerverband Brandenburg konnten wir die jüngst angelaufene Kooperation vorstellen. Die große Resonanz gab uns Beteiligten auf beiden Seiten Recht, denn das Interesse am Angeln steigt deutlich weiter.

Viele Menschen suchen im Angeln einen Ausgleich zur Reizüberflutung des Alltags. In der Natur finden sie Entspannung. Und: Zeit für sich, aber auch den Kontakt zu Gleichgesinnten. Kein Wunder, dass wieder so viele Prominente unter den Messe-Besucher waren.

In Brandenburg gibt es über den Fishing-King Onlinekurs nun einen unkomplizierten Zugang zum Hobby. Dieser richtet sich an alle, die durch den Beruf oder aus anderen Gründen bisher nicht in der Lage waren, an den angebotenen Präsenzkursen teilzunehmen. Immerhin ein Drittel der Berufstätigen muss sich mit unregelmäßigen Arbeitszeiten arrangieren.

Fishing-Masters-Show LAV-Bdg.

Marcel Weichenhan vom Landesanglerverband Brandenburg mit Fishing-King Geschäftsführer Hubertus Massong.

Die Schwellen senken, ohne dabei Einbußen an der Ausbildungsqualität zu haben – das war die Zielsetzung des Landesanglerverbands Brandenburg. Dieser Anspruch ist mit dem maßgeschneiderten Programm nach den Vorgaben des Verbands nun umgesetzt worden.

Wir sagen nochmals herzlich „Danke“ für die schöne Zeit und freuen uns schon jetzt auf die weitere tolle Zusammenarbeit mit den LAV Brandenburg!

 

Weiterlesen »

Neu: Neun Prüfungsstandorte für Brandenburg

Zum Auftakt der Kooperation mit dem Landesanglerverband Brandenburg und Fishing-King traf sich Geschäftsführer Hubertus Massong mit den Prüfern des LAV-Brandenburg. Ziel des Besuchs in Saarmund war es, die Prüfungsverantwortlichen ausführlich über das Konzept und den Ablauf der neuen Onlinekurse zu informieren.

Ermutigende Erfahrungen aus den bereits bestehenden Kooperationen

Daher stand Hubertus den Prüfern gerne Rede und Antwort für ihre Fragen. Vor allem konnte er von den vielen positiven Rückmeldungen aus mehreren anderen Bundesländern berichten, in denen die E-Learning Vorbereitung für die Fischerprüfung bereits mit großem Erfolg einsetzt wird.

Brandenburg Prüfer Fischerprüfung

Die Prüfer ließen sich über das Fishing-King Konzept informieren

Vor allem die guten Prüfungsresultate sprechen eine deutliche Sprache. Beim Fischereiverband Saarland etwa liegen die Ergebnisse der Onlinekurs-Prüflinge regelmäßig über denen der traditionellen Vorbereitungskurse zur Fischerprüfung. Das Saarland hatte im Juni des vergangenen Jahres als erstes Bundesland sein Vorbereitungskurs-Angebot um den Onlinekurs erweitert. Ein Grund dürfte wohl darin liegen, dass die Teilnehmer immer dann lernen können, wenn sie aufnahmefähig sind.

Dichtes Netz von Prüfungsstandorten verteilt auf ganz Brandenburg

Mit den Prüfungsabnahmeberechtigten des Verbands wurden im weiteren Verlauf die neuen Prüfungsstandorte festgelegt. Hier werden künftig die Teilnehmer der Fishing-King Onlinekurse ihre Fischerprüfung ablegen können.

Mit nunmehr neun Standorten steht jetzt ein dichtes Netz an Orten zur Auswahl. So werden beispielsweise Termine in Granssee, Prenzlau und Schwedt an der Oder im Norden angeboten. In der Mitte um die Landeshauptstadt Berlin herum gibt es Brandenburg, Potsdam, Schorfheide und Müncheberg. Für den Süden stehen in Teltow-Fläming und Cottbus Termine zur Verfügung.

Ausbildungsqualität zeigt sich nach der Prüfung in der Praxis

Ein vorrangiges Ziel der Ausbildung beim LAV Brandenburg ist es, den angehenden Anglern solides Wissen in allen Bereichen zu vermitteln. Schließlich sollen die Petrijünger später vor allem in der Praxis von ihren Kenntnissen profitieren. Hier geht es also nicht um reines „Pauken“ allein für die Prüfung. In Fishing-King fand der Verband deshalb einen Partner, der sich mit seiner Mission genau dieser Zielsetzung verschrieben hat.

Fischerprüfungen Brandenburg Kooperation Fishing-King

Prüfer, Landesanglerverband Brandenburg und Fishing-King sehen den künftigen Fischerprüfungen mit Spannung entgegen.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist es außerdem, die Kursteilnehmer schon frühzeitig mit den Vereinen und dem Verband in Kontakt zu bringen.

Viele frischgebackene Angler suchen gerade zu Beginn nach Austausch und wohlwollender Unterstützung durch erfahrene Angler. Zum Beispiel, um aus der Fülle des Angebots für sich die passende Ausrüstung zu wählen. Oder um Sicherheit in der Versorgung der ersten Fänge zu bekommen.

Und schließlich sind auch Tipps und Tricks „alter Hasen“ stets sehr gefragt. Die Vereine leisten hier wertvolle Arbeit. Diese kommt letztlich allen Beteiligten zugute.

Sie interessieren sich für das Online-Kursangebot in Brandenburg? Alle Infos und die Prüfungstermine gibt es hier.

 

Weiterlesen »

Jetzt wird’s ernst: Die Fischerprüfung!

Mit dem Fishing-King Onlinekurs war die Vorbereitung auf die Fischerprüfung ganz unkompliziert. Jetzt sollte es beim Prüfungstermin doch eigentlich keine Problem geben, oder?

Von Annette vom Hagen

Wer schon die 50 überschritten hat, für den liegen Prüfungssituationen meist schon länger zurück. Meine letzte Prüfung ist jedenfalls inzwischen ein paar Jährchen her. Der Gedanke an die Fischerprüfung löste daher ein nicht unerhebliches Unbehagen aus.

Ob meine grauen Zellen noch ausreichend flexibel sein würden, um knapp 50 Fische beim Namen nennen zu können (manche sind sich immerhin gemein ähnlich)? Ganz zu schweigen von den vielen Fragen, die für mich eher zu einem Biologiestudium als zu einer Freizeitaktivität passen…

Gut geprobt für den “Ernstfall”

Doch jammern gilt nicht – andere haben das schließlich auch gepackt! Vorbereitet hatte ich mich jedenfalls ausgiebig und die absolvierten Probeprüfungen waren allesamt gut gelaufen. Warum also bammeln 🙂

Von den vielen Kontakten mit anderen Teilnehmern über die Fishing-King Facebook-Gruppe und natürlich unseren Kundensupport hatte ich mitbekommen, dass nicht nur ich mit Prüfungsangst geschlagen bin. Drum freute ich mich schon, bei meiner Prüfung in Köln auf etliche Online-Kursteilnehmer zu treffen. Wie beruhigend!

Auf die Fragen, fertig, los!

Am Nikolaustag standen dann rund 90 Leute in Köln vor der Tür des Pfarrsaals in Köln-Mülheim, in dem die Prüfung stattfinden würde – die meisten wirkten übrigens ebenso angespannt wie ich. Schlag 8 Uhr ging’s los. Wenigstens mit den Regularien. Für den ein oder anderen sicher schon die erste Hürde. Also den Ausweis zücken, das leicht verknitterte Einladungsschreiben und – ganz wichtig! – einen Zahlungsnachweis hervorkramen und sich ein Plätzchen zuweisen lassen.  Mitarbeiter der Fischereibehörde flankierten dabei mit strenger Miene die Tischreihen, damit keiner vorab schon Hand an die Prüfungsunterlagen legt.

Schrecksekunde für mich: Oh Gott – ich habe keinen Kugelschreiber dabei! Wie peinlich!! Aber angehende Angler sind zum Glück solidarisch. Mein Gegenüber – auch ein Fishing-King, wie sich später herausstellte – half mir gerne aus.

Prüfungstermin

Die Stunde der Wahrheit naht…

Die Challenge vor der Challenge: Das Datum

“Schreiben Sie oben das heutige Datum und darunter Namen und Geburtsdatum,“ so lautete die erste Anweisung, die der Prüfer nach dem offiziellen „Startschuss“ gab. Mein Hirn kombinierte fix die beiden Halbsätze und so stand beim Tagesdatum auf meinem Bogen unversehens „6.12.1964“. Eieiei…

Die Prüfung entpuppte sich zum Glück aber als weniger dramatisch. Die meisten Fragen fluppten aus dem „Effeff“. Nur zwei, drei Mal hatte ich das Phänomen, das ich schon beim Üben aufgefallen war: Bei einigen Fragen tendierte ich immer wieder zur falschen Antwort. Also doch besser die andere Lösung nehmen, oder? Vielleicht war das aber genau die Lösung gewesen, mit der ich schon beim letzten Mal daneben gegriffen hatte. Und nun? Dann also doch beherzt eine der Lösungen ankreuzen und hoffen, dass das diesmal wirklich die Richtige gewesen ist.

Bitte warten…

Die ersten Kandidaten waren nach rund zehn Minuten fertig. Meine Prüfung konnte ich nach einer guten Viertelstunde abgeben und die letzten waren etwa fünf Minütchen später mit allen Fragen durch. Da man aber eine volle Stunde zum Beantworten zur Verfügung hat hieß es nun, die restliche Zeit im Foyer abzusitzen.

Und eine weitere Stunde verging für die Auswertung hinter verschlossenen Türen. Zeit kann ja sooooo langsam vergehen. Viele hatten ihr Handy gezückt, um zu in der Fishing-King App zu checken, wie die Lösung der ein oder anderen Frage hätte lauten müssen. Mein nettes Gegenüber (mit dem Leih-Kugelschreiber) wurde minütlich unsicherer: Bei der Speziellen Fischkunde waren mit Sicherheit nicht alle Fragen richtig. Würde es jetzt noch zum Bestehen der Prüfung reichen?

„Heute habe ich sechs Fotos für dich“

Ob Teil 1 der Prüfung von Erfolg gekrönt war, würde die Liste ergeben, die von einem der Prüfungsleiter kurz vor 10 Uhr an die Pinnwand geheftet wurde. Darauf waren Uhrzeiten vermerkt, zu denen man die jeweiligen Kandidaten wieder in den Raum bitten würde, damit in der nächste Runde die Fische bestimmt werden könnten. Nach einigem Gedrängele machte sich Erleichterung breit – alle hatten es in die nächste Runde geschafft!

Mein Name tauchte irgendwo bei 11.30 Uhr auf. Das war aber nur geschätzt, denn es würde sicher nicht jeder die zur Verfügung stehende Zeit voll ausschöpfen. Tatsächlich war ich früher als gedacht an der Reihe und scherzte: „Kann ich bitte Hecht, Aal, Wels, Stichling, Forelle und Flunder bekommen?“

Fischerprüfung

6 aus 49 heißt es im Prüfungsteil „Fischbestimmung“

Hätte ich mal nichts gesagt – mit einem Blick auf meinen Perso (den muss man bei jedem Teil erneut vorlegen) stellte er fest, dass ich in der „verbotenen Stadt“, also Düsseldorf, geboren bin. „Ich glaube, ich mische noch mal gründlich durch“ war die Antwort. Also schlug ich mich mit sehr ähnlich wirkenden Flossis herum, in der Hoffnung, diese richtig erkannt zu haben. Der Prüfer ließ sich jedenfalls nichts anmerken. So ein Pokerface!

Passend zu Nikolaus gab’s die Rute

Vier Richtige müssen dabei gewesen sein, denn nun ging’s ins Finale: Rutenbau. Wieder den Personalausweis zeigen und dann die Fragestellung studieren. „Stellen Sie eine Angelrute zum Fang von Karpfen und das weitere notwendige Zubehör waidgerecht zusammen.“

Jetzt bloß nicht auf den letzten Metern die Prüfung vergeigen. Irgendwie sahen die Ruten etwas anders aus, als ich sie mir eingeprägt hatte. „Auf Sicht“ fliegen ging also nicht. Verflixt, was war hier noch gleich das richtige Wurfgewicht? Ich habe ein etwas gestörtes Verhältnis zu Zahlen. Meine Hand wanderte unschlüssig zwischen den Ruten hin und her. Hatte das auffällige Hüsteln des Prüfers irgendwas zu bedeuten?

Ich entschied mich für die 3-Meter-Teleskoprute mit 70 g Wurfgewicht, packte die dicke Spule und das andere Material dazu und schnappte mir den Unterfangkescher (und versehentlich auch das Gaff, was direkt darunter lag) sowie den Rest des waidgerechten Zubehörs nach meiner persönlichen Formel „Keschern, Messen, Hauen, Stechen – Haken lösen“. Es war wohl alles richtig – denn der nette Prüfer gratulierte fröhlich zur bestandenen Fischerprüfung.

Hurra – bestanden!!!

Eine gewisse Erleichterung konnte ich nicht verhehlen. Obwohl ich mir schon vorher sicher gewesen war, dass mit der Super-Vorbereitung wirklich nichts schiefgehen kann. Sonst könnte Fishing-King schließlich nicht so unbeschwert seine 100-prozentige Prüfungs-Erfolgs-Garantie anbieten.

Das Zeugnis in den Händen konnte ich im Büro stolz verkünden, die Mission „Angelschein“ gemeistert zu haben. Naja – vielleicht noch nicht ganz: Denn den Fischereischein musste ich mit dem Fischerprüfungszeugnis erst noch im Bürgerbüro ausstellen lassen. Mit dem kann ich mich dann der nächsten Challenge stellen: Dem ersten Fisch! Dazu an anderer Stelle mehr 😀

Möchtest du auch den Angelschein machen und brauchst noch Infos?
Dann wende dich gern an uns per Email an info@fishing-king.de oder ruf an unter 0221 – 6 777 93 43. Wir helfen dir gerne weiter.
Oder hast du die Prüfung schon gemeistert? Berichte uns gern in den Kommentaren von deinen Erfahrungen. Das hilft vielen Angelscheinanwärtern weiter. Denn in Deutschland gelten für jedes Bundesland andere Bedingungen. Wie war’s bei dir?

 

 

Weiterlesen »

Keine Fische – Keine Fischerei!

Oder: Warum wir Angler für Erhalt und Schutz der Natur aktiv werden müssen
Eingriffe in die Gewässerlandschaft durch Wasserkraftwerke

(Foto: Daroom/pixelio.de)

Selten zuvor waren Angler mehr in der Verantwortung, sich für den Erhalt und Schutz der Umwelt und speziell der Gewässer einzusetzen. Denn nur dort, wo Fische sind, ist Fischerei überhaupt möglich. Naturschutz und die Förderung des Artenreichtums unserer Fischwelt ist für uns von Fishing-King von Anfang an ein zentrales Anliegen.

Fest steht: Die Veränderung der Gewässerlandschaft durch Menschenhand führt zu vielen Problemen. Unter anderem auch zu einer unkontrollierten Vermehrung von Fressfeinden wie des Kormorans oder Fischotters. Eine Problematik, die leider immer noch unterschätzt wird.

Kormorane haben Auswirkung auf die Fischbestände

Viele Faktoren beeinflussen die Fischbestände – insbesondere die Störung der Räuber-Beute-Beziehung. (Quelle: ARGEFA

Darum waren wir Mitte April 2018 im Rahmen der „Erlebniswelt Fliegenfischen“ in Fürstenfeldbruck bei der internationalen Runde der ARGEFA (Arbeitsgemeinschaft der Fischereiverbände der Alpenländer) dabei. Neben Themen wie der Wasserverbauung und Belastung durch Pestizide ist vor allem die Reduzierung der Bestände durch sogenannte Prädatoren (= Beutegreifer) wie Kormoran, Fischotter & Co. eine wachsende Herausforderung.

Noch fehlt es hier an kollektivem Bewusstsein, so dass jeder Angler gefordert ist, andere durch sein Wissen für die Problematik zu sensibilisieren.

Albert Göttle, Arbeitsgemeinschaft der Fischereiverbände der Alpenländer

„Ohne Fische gibt es keine Fischerei“ Prof. Dr.-Ing. Albert Götze, Präsident der ARGEFA und des Landesfischereiverbandes Bayern

In ihren Vorträgen skizzierten die Referenten die Herausforderungen und Unterschiede des Umgangs in den Ländern des Alpenraums. Mancherorts unterliegen die Prädatoren dem Naturschutzrecht, während sie anderswo unter das Jagdrecht fallen.

Initiative der Vereine ist gefragt

Beispiel Fischotter: Hier sind besonders die Angelvereine selbst gefordert,  Beweismaterial zu sammeln, um die Ausbreitung zu belegen. Zum Beispiel mit Wildkameras, die über die Fischereiabgabe finanziert werden können, sollten die Vereine belastbares Zahlenmaterial schaffen, das Forderung nach geeigneten Maßnahmen untermauert.

Dr. Sebastian Haberland„Wir brauchen Zahlen, Daten und Fakten – keine Herumrätselei oder wahllose Vermutungen“ Dr. Sebastian Hanfland, ARGEFA-Generalsekretär und Geschäftsführer des LFV Bayern

Über Studien der Ist-Situation könne dieser Herausforderung Schritt für Schritt begegnet werden, unterstrich auch Karl Gravogl, Landesfischermeister, Oberösterreichischer Landesfischereiverband. Nach der Umsetzung geeigneter Maßnahmen in Bezug auf den Fischotter sollte dann der Gänsesäger in den Fokus rücken. Dieser stellt ebenfalls einen Fischbestände gefährdenden Prädator dar. Landesfischermeister Siegfried Pilgerfsdorfer berichtete dem Podium von einer eigens zur Zählung des Gänsesägers entwickelten App.

Prädatoren wie der Fischotter gefährden die Fischbestände

Neben dem Kormoran gefährden Fischotter vielerorts die Bestände. (Foto: C.Lettau/Pixelio.de)

Ohne EU-einheitliche Regelung geht es nicht

Und auch in der anschließenden Podiumsdiskussion ging es um zentrale Fragen wie: Was können wir voneinander lernen? Welche Ansätze lassen sich übertragen? Welche regionalen Besonderheiten spielen hier eine Rolle? Als wichtiges Fazit der Überlegungen stellten alle Redner heraus, dass nur EU-einheitliche Regelungen für nachhaltige Lösung sorgen werden.

Ganz wichtig: Der Tierschutz darf nicht an der Wasseroberfläche enden! Artenreichtum und Ausgewogenheit sind wichtige Faktoren für ein intaktes Ökosystem, das dem Menschen nutzt und unser aller Leben schützt. Zahlreiche gute Aktionspläne gibt es bereits seit 1996. Nun werde es höchste Zeit, dass hier Taten folgen.

Was können wir Angler beitragen?

Wir alle, die wir uns für das Angeln begeistern, können dabei helfen: Mit einfachen Mitteln können wir dafür sorgen, dass es unserer Umwelt besser geht, indem wir zum Beispiel:

  • Achtsam und umsichtig mit unseren wertvollsten Ressourcen umgehen und Vorbild sind
  • Eine starke Lobby für die Fischwelt und das Angeln bilden
  • Als Multiplikatoren das Bewusstsein für kritische Themen wie Fischprädatoren schaffen
  • Uns in Vereinen und Verbänden organisieren und engagieren

Hast du bereits Erfahrungen mit Beutegreifern am Wasser gemacht? Wie stehst du zu dem Thema? Oder wie könnten deiner Meinung nach Lösungen aussehen? Oder möchtest du mehr zum Thema wissen? Lass‘ uns gerne deinen Kommentar da!

Weiterlesen »

FEEDERN am Fluss – die Basics TEIL 1

Du willst mit dem Feedern  beginnen und suchst nach Tipps und Tricks für den perfekten Einstieg? Schritt für Schritt erfährst du in dieser Blog-Serie alles, was du rund um das Angeln mit Futterkorb & Co. wissen solltest.

Feedern kannst du bereits mit einer übersichtlichen Grundausstattung, selbst wenn du manche Angler mit jeder Menge Material am Wasser siehst. Die optimale Ausrüstung, die richtige Konsistenz der Futtermischung, zielgerichtetes Auswerfen und anderes mehr – das nötige Know-how vermitteln wir dir hier. In TEIL 1 erfährst du:

  1. Was ist Feedern?
  2. Was brauche ich zum Feederangeln?
  3. Die besten Angelplätze
  4. Das richtige Futter
  5. Die Basics für das Mischen
  6. Wie schwer? Das richtige Gewicht für den Futterkorb

Was ist Feedern?

Beim Feedern (vom Englischen: feeder = Futterkorb) angelst du auf Weißfische wie Rotaugen, Rotfedern, Barben, Brassen & Co. Mit einen futtergefüllten Metallkorb als Beschwerung kannst du nach dem Auswerfen am Grund einen regelrechten „Teppich“ aus Futter legen. Die Strömung nimmt außerdem etwas von dem Material mit und so entsteht eine attraktive Futterspur. Durch das hohe Wurfgewicht des Blei-beschwerten Korbes sind sehr weite Würfe möglich.

Die feine, gut sichtbar gefärbte Rutenspitze dient als Bissanzeiger. Die Spitzensensibilität wird in Unzen (oz.) angegeben und sollte zwischen 1 – 3 oz. liegen. 1 oz. ist die biegsamste und 3 oz. die starrste Spitze. Sie sind auswechselbar. In der Strömung empfehlen sich Spitzen aus Carbonfaser. In stehenden Gewässern sind auch Spitzen aus Glasfaser geeignet.

Feeder Spitzenaktion

Bei den Feederruten dient die feine Spitze als Bissanzeiger

Was brauche ich zum Feeder-Angeln?

Wenn du im Angelladen nach Feeder-Equipment suchst, wirst du von der Fülle der Möglichkeiten regelrecht erschlagen. Da summiert sich schnell die Rechnung. Bei der Zusammenstellung der Grundausrüstung hilft dir unsere Einkaufsliste, die du dir auch ausdrucken kannst:

  • Rute: Die Feederrute ist eine Steckrute mit (Wechsel-)Spitzen als Bissanzeiger. Bei einem Wurfgewicht zwischen 50 und 150 g und einer Länge zwischen 3,00 und 4,00 Metern ist die Stabilität der Rute sowie eine hochwertige Beringung besonders wichtig. Man unterscheidet:
  • Light Feeder (leicht): bis 50 g Wurfgewicht mit einer Länge von ca. 3,40 m
    Medium Feeder (mittel): bis 80 g Wurfgewicht mit einer Länge von ca. 3,80 m
    Heavy Feeder (schwer): bis 250 g Wurfgewicht mit einer Länge bis ca. 4,20 m
  • Rolle: Als Rolle empfiehlt sich ebenfalls ein robusteres Modell. Günstig sind größere Rollen – etwa 4.000er, 6.000er oder sogar 10.000er. Damit hast du eine höhere Geschwindigkeit beim Einkurbeln.
  • Schnur: Eine geflochtene Schnur (für Einsteiger ideal: 0,12er bis 0,14er) ist die beste Wahl. Da sie sich nicht dehnt, bekommst du auch feine Zupfer mit, erzielst mehr Weite und die Schnur bietet weniger Widerstand.
  • Futterkorb: Empfehlenswert ist ein vorgebleiter Futterkorb. Das Gewicht richtet sich danach, ob du am Hauptstrom oder in Bereichen mit weniger Strömung fischt.
  • Wirbel: Je nach Montage nutzt du Tönnchen-Wirbel oder Doppelkarabiner.
  • Vorfach/Haken: monofile Schlagschnur (0,30er bis 0,40er) und vorgebundenes Vorfach mit Haken (8 – 18er).
  • Futter: Fertige Futtermischungen oder eigene Mischung.
  • Köder: Maden, Caster, kleine Würmer sowie Mais, Hanf, etc.
  • 2 Eimer + Sieb
  • Rutenablage: Am günstigsten ist ein Dreibein oder guter Rodpod, damit du auch bei unregelmäßigen Untergründen eine sicher stehende Rutenablage hast. Steckrutenhalten sind zu instabil.
  • Kescher: Gummierte Kescher gelten als schonender für die Fische.
  • Zubehör: Maßband, Schlagholz, Messer und (Stab-)Hakenlöser benötigst du zum waidgerechten Versorgen der Fänge.
  • Nützliche Extras: Anti-Tangleboom (Alternativ kannst du die Schlaufenmontage nutzen).

Die besten Angelplätze

Suche dir Buhnenfelder mit Flachwasserbereichen, wo die Strömung nicht so stark ist. Im Winter, wenn die Wassertemperatur niedrig ist, suchen Fische übrigens oft Flachwasserstellen auf, da es dort etwas wärmer sind. Vorne am Buhnenkopf bist du nahe an der Strömungskante. Achte darauf, dass der Pegelstand nicht zu hoch ist. Gut sind 2,00 bis 3,00 Meter. Den Pegelstand kannst du erfahren unter www.elwis.de.

TOP-TIPP

Nutze Google und Google Maps, um dich vorab schon mal über die Wassertemperatur und ungefähre Tiefe deines Angelplatzes schlau zu machen. Daten zur Wassertemperatur kannst du googeln und über die Satelliten-Aufnahmen erkennst du recht gut, wo sich Flachwasserzonen befinden.

Das richtige Futter

Nicht nur das Futter an sich entscheidet über den Fangerfolg – auch die Jahreszeit spielt eine wichtige Rolle. Es macht einen Unterschied, ob du im Winter oder Sommer feederst. Der Gehalt und die Konsistenz deiner Futtermischung entscheidet darüber, ob du einen attraktiven Futterteppich auslegen kannst. Ziel ist es, die Fische an den Futterplatz zu Locken – sie aber nicht satt zu machen. Deshalb solltest du mit dem Partikelgehalt im Winter auch etwas sparsamer sein, denn in der Kälte ist der Stoffwechsel träger – die Fische sind schneller gesättigt und werden bissfaul.

TOP-TIPP

Je nach Jahreszeit sind die Futtervorlieben erfahrungsgemäß unterschiedlich. Im Winter kannst du zu herzhafteren Geschmacksrichtungen wie Fisch, Käse etc. greifen. Im Sommer sind fruchtigere, süßliche Noten oft fängiger.

Was gehört in den Futterkorb?
Feedern Futter

Das helle Basisfutter wird abgedunkelt, um es der Bodenfarbe anzugleichen.

  • Grundfutter: Als Basis dient eine fertige Futtermischung, die du in vielen Geschmacksrichtungen im Angelladen bekommst. Oft sind sie auf bestimmte Zielfische abgestimmt. Alternativ kannst du dir dein Futter natürlich selbst mischen – zum Beispiel auf Basis von Paniermehl
  • Gegebenenfalls Partikel zum Zusetzen: Grobe Futterbestandteile wie Maisbruch, Hanfsamen, Weizen
  • Lockstoffe: Du kannst die Attraktivität des Futters noch durch Zusetzen von Aromen oder Lockstoffen erhöhen. Im einfachsten Fall kannst du zum Beispiel Vanillezucker untermischen
  • Futterfarbe: Damit kannst du dein Futter abdunkeln, um es an die Farbe des Untergrunds anzupassen

TOP-TIPP

Die Färbung des Futters ist wichtig! Wähle tagsüber ein abgedunkeltes Futter (oder mische dunkeles Futter oder etwas Futterfarbe unter), um den Farbton an die Tönung des Untergrunds anzupassen. Das ist besonders bei klaren Gewässern oder hohem Komoran-Druck zu empfehlen, weil die Fische äußerst vorsichtig agieren. Abends ist ein helleres Futter angebracht.

Wieviel? Die passende Menge anmischen

Du fragst dich, wieviel Futter du vorbereiten solltest, um genug Mix für den Angeltag zu haben? Zwei bis drei Kilo sind erstmal eine gute Menge.

Feeder Futter mischen

Die Finger werden wie ein Quirl zum Mischen eingesetzt

Die Basics für das Mischen

Fülle alle trockenen Komponenten in den Eimer und füge Partikel und Lockstoffe hinzu. Mische alles grob durch. Nimm zunächst wenig Wasser und gieße bei Bedarf noch nach, um die richtige Konsistenz zu erhalten. Ideal ist eine feinkrümelige Beschaffenheit, die sich zu einem lockeren Ball zusammendrücken lässt.

  • Wenn du an fließenden Gewässern angelst, darf die Mischung feuchter sein, denn sonst wird es von der Strömung zu schnell ausgeschwemmt.
  • An Stellen mit wenig Strömung kann die Mischung ein kleines bisschen trockener sein. Dann bildet sich nach dem Auswerfen eine duftige Futterwolke.

WICHTIG: Lass‘ die Futtermischung unbedingt 10 – 15 Minuten ausquellen – sonst verklumpt der Mix und wird nach dem Auswerfen nicht optimal freigesetzt.

TOP-TIPP

Teste einfach die Futterkonsistenz, indem du eine Kugel formst und vor dir ins Wasser wirfst. Wenn sie schon beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche zerplatzt, ist die Mischung zu trocken. Ideal ist die Mischung, wenn die Kugel am Grund auseinander fällt.

Feeder Futter anfeuchten

Mit wenig Wasser beginnend kann die richtige Konsistenz des Futters erreicht werden.

Wie schwer? Das richtige Gewicht für den Futterkorb

Wie groß das Gewicht des Futterkorbes zu wählen ist, hängt von der Strömung ab. Je näher du an der Strömungskante angelst, um so höher musst du das Gewicht wählen. In der Strömung sind 130 g bis 150 g angeraten. Nicht vergessen: Das Gewicht des Futters muss mit eingerechnet werden (ca. 30 g bis 50 g). Beachte unbedingt auch das Wurfgewicht deiner Rute! Im Flachwasserbereich zwischen den Buhnen reichen 60 g bis 80 g meist aus.

Wichtig: Der Futterkorb muss schwer genug sein, damit er am Grund liegen bleibt und nicht von der Strömung mitgezogen wird. Als Regel gilt: So leicht wie möglich; so schwer wie nötig!

Feedern Rutenhalter

Auf unebenem Grund ist ein Tripod als Rutenablage besser geeignet als ein Steckrutenhalter

Wie du in der Strömung feederst – Auswerfen, Anfüttern und mehr erfährst du in TEIL 2 der Reihe

Wie hat dir TEIL 1 gefallen? Hast du Fragen oder Anregungen? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar! Schau dir unbedingt auch das Fishing-King Video-Tutorial zu dieser Reihe an

Weiterlesen »