Peter Stark

Wie bist du zum Angeln gekommen? Gab es Personen oder Ereignisse, die dich besonders geprägt haben?

Meine Erinnerungen reichen zurück bis ich ca. 6 Jahre alt war. Mein Vater nahm mich damals an einen Put & take Forellenteich mit. Nach seinen Instruktionen fing ich auch schnell die ersten Fische, von da an war es dann um mich geschehen und mein Leben war geprägt.

Besondere Ereignisse bzw. Eindrücke hatte ich ein paar Jahre später im Dänemark-Urlaub.

Wir sahen, wie zwei Angler einen für mich damals groß wirkenden Hecht mit der Spinnrute gefangen haben.

Das war schon ziemlich beeindruckend für mich, hatte ich bis dato nur auf Forellen gefischt.

In den dänischen Angelläden und auch Supermärkten lenkte sich meine Aufmerksamkeit auf Angelruten, welche mit dicker neon- grüner Schnur auffällig in Schaufenstern oder unter der Decke hängend zur Schau gestellt wurden. Von Fliegenruten / Fliegenfischen hatte ich damals keine Ahnung, beeindruckt hat es mich allerdings sofort, trotzdem sollten noch viele Jahre vergehen bis sich der Kreis schloss. Erst mit 27 Jahren sollte ich meine erste eigene Fliegenrute mein eigen nennen.

Was ist für dich das Besondere beim Angeln?

Das Besondere war für mich schon immer den Fisch zu überlisten – sowohl mit dem jeweiligen Köder als auch mit der notwendigen Herangehensweise und Taktik. Der Adrenalinaustoß beim Biss und beim Drill und die zitternden Hände falls man den Kampf verliert sind die Gründe, die mich haben süchtig werden lassen.

Des Weiteren mag ich es in der Natur zu sein, das Wasser zu lesen, dem Wetter zu trotzen und einfach stiller Beobachter der alltäglichen kleinen Naturereignisse zu sein.

Welche Angelmethoden haben es dir denn besonders angetan?

Ich habe nach meinem Jugendfischereischein, als es mein Alter erlaubte, meinen Angelschein gemacht. Zeitgleich habe ich mich in einem Angelverein eingeschrieben welcher eine alte ausgediente Kiesgrube bewirtschaftete. Motiviert aus Angelzeitungen hat es mir vor allem der Karpfen angetan. Die Art wie dem Karpfen nachgestellt wurde hat mir gefallen. Sei es der elektronische Bissanzeiger, das Selbermachen von Boilies oder das Nachtangeln im Zelt. Viele Jahre und viele Nächte am Wasser sollten vergehen bis ich zu meiner heutigen Passion gewechselt habe – dem Fliegenfischen.

Was war dein schönstes Erlebnis am Wasser?

Schöne Erlebnisse erfahre ich oft beim Angeln, sei es wenn eine neue Taktik funktioniert, ein neuer Köder angenommen wird oder ein besonderes schönes Foto gelingt.

Einprägsam waren aber mein erster Karpfenrun auf einen Boilie, sowie der erste Meterhecht auf Fliege.

Gab es denn auch Erlebnisse am Wasser, an die du dich nicht so gern erinnerst?

Abgesehen von gebrochenen Ruten ist mir ein Erlebnis+s ganz besonders negativ in Erinnerung geblieben. Es war eine stürmische Herbstnacht mit starkem Regen. Ich habe mich in mein Zelt verkrochen, die Karpfenruten lagen gut und ich wartete auf die Dinge die kommen sollten. Am nächsten Morgen, das Unwetter war verflogen, staunte ich nicht schlecht als ich die Zelttür öffnete und feststellen musste, dass man mich um meine Angelausrüstung erleichtert hatte.

Welche Frage beim Angelschein hat dich damals besonders genervt?

Definitiv die Fragen der Gesetzeskunde.

Hast du einen guten Tipp für alle, die sich auf die Fischerprüfung vorbereiten?

In der heutigen Zeit in der Smartphones und Tablets allgengewärtig sind, empfehle ich die Fishing King App.

Diese ermöglicht es, sich selbst auszusuchen wann, wo und wie oft man lernen möchte.

Welches anglerische Ziel möchtest du in deinem Leben noch erreichen?

Ich möchte gerne viele weitere Länder bereisen und die dort heimische Spezies mit der Fliegenrute überlisten, sei es im Süß- oder Salzwasser.

Jetzt noch ein paar Standard- Fragen, die du wie aus der Pistole geschossen beantworten musst…

Lieblingsköder?

Wooly Bugger

Lieblingsfisch beim Angeln?

Äsche , Forelle, Hecht , Barbe

Lieblingsfisch in der Küche?

Kabeljau

Lieblingsgewässer?

Krimmler Ache, Rur, Sülz, Agger

Angeltage im Jahr?

ca. 100