Fabian Gier

Wie bist du zum Angeln gekommen? Gab es Personen oder Ereignisse, die dich besonders geprägt haben?

Dass ich dem Angeln verfalle, war bereits von meiner Geburt an vorgezeichnet. Bevor ich selbst auf eigenen Füßen stehen konnte, nahm mich mein Vater bereits im Kinderwagen zum Fischen mit. Besonders die Fischerei an den Bächen in meiner Heimat und später meine ersten Schritte mit der Spinnrute bei uns am Main haben das Bedürfnis in mir entfacht jede freie Minute am Wasser zu verbringen. Dabei konnte ich unvergessliche Stunden mit meinem Vater – einen Experten in der Spinnangelei – verbringen.

Was ist für dich das Besondere beim Angeln?

Das Besondere beim Angeln ist die Verbundenheit zur Natur. Wenn ich am Wasser bin, habe ich das Gefühl angekommen zu sein und in mir zu ruhen. In dem Moment, in dem die Ruten einsatzbereit sind und man loslegt, bin ich allein darauf fokussiert Fische zu fangen. Alltagssorgen haben keinen Platz mehr. Ich kann diese komplett ausblenden. Zusätzlich klingt ein Angelausflug stets nach und zurück im Alltag kann ich noch einige Zeit davon zehren.

Welche Angelmethoden haben es dir denn besonders angetan?

Wohingegen ich zu Beginn nahezu ausschließlich mit der Spinnrute unterwegs gewesen bin, hat sich mein Fokus in den letzten 12 Jahren auf die Fliegenfischerei verlegt. Das ständig in Bewegung sein sowie die vielen Facetten des Fliegenfischens, wie beispielsweise das Fliegenbinden, das Werfen und das Fischen selbst begeistern mich ungemein. Dennoch liebe ich meine Spinnrute und nehme diese auch noch gelegentlich in die Hand.

Was war dein schönstes Erlebnis am Wasser?

Konkret einen Tag herauszugreifen ist schwierig. Ich habe schon so schöne Tage erlebt. Gern erinnere ich mich beispielsweise an einen Tag an der fränkischen Wiesent, an dem ein unglaublicher Maifliegenschupf stattfand und die Forellen dementsprechend ausgerastet sind.

Gab es denn auch Erlebnisse am Wasser, an die du dich nicht so gern erinnerst?

Leider ja. Am Schlimmsten ist das Geräusch einer brechenden Rute, dass ich eindeutig zu oft bisher hören musste…

Welche Frage beim Angelschein hat dich damals besonders genervt?

Ich muss sagen, dass ich den Angelschein mit 12 gemacht habe und das somit leider schon 20 Jahre her ist. Ich weiß noch, dass ich Rechtskunde anstrengend fand.

Hast du einen guten Tipp für alle, die sich auf die Fischerprüfung vorbereiten?

Meiner Meinung ist die Grundvorrausetzung für die Vorbereitung Spaß und Interesse an der Materie. Setzt die Vorbereitungszeit nicht zu kurz an und versucht etwas für die spätere Praxis mitzunehmen. Dieses Wissen kann eine gute Grundlage für den Start in ein tolles Hobby sein.

Welches anglerische Ziel möchtest du in deinem Leben noch erreichen?

Ganz oben steht auf jeden Fall ein Neuseeland-Trip. Ich glaube jeder Fliegenfischer, der Forellen liebt, weiß warum.

Jetzt noch ein paar Standard- Fragen, die du wie aus der Pistole geschossen beantworten musst…

Lieblingsköder?

Alle Arten von Trockenfliegen

Lieblingsfisch beim Angeln?

Bachforelle, Hecht

Lieblingsfisch in der Küche?

Barsch

Lieblingsgewässer?

Main, Rur

Angeltage im Jahr?

ca. 70