Ein Köder für Karpfen – Hartmais aufkochen

Hartmais aufkochen

  • von Dennis Siever

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So sieht der Mais aus, wenn er nach dem Ziehen abgegossen wurde – nicht zu hart und nicht zu weich. (Foto: Dennis Siever)

Mais ist ein Karpfenköder, der seit jeher von Anglern genutzt wird. Ein Grund, warum mittlerweile viele Karpfenangler jedoch auf Mais verzichten und stattdessen Boilies bevorzugen ist, dass die Möglichkeit auf ungewollte Beifänge (z.B. von Brassen) durch Mais erhöht wird. Dennoch ist eine lange Maiskette am so genannten Haar, gerne auch mit einem Boilie kombiniert, ein nach wie vor erstklassiger Köder für Karpfen. Allerdings ist hier nicht die Rede vom Mais aus der Dose, sondern vom speziell zubereiteten Hartmais. Weicher Mais aus der Dose wird von Fischen schnell mal ausgelutscht oder vom Haken stibitzt. Außerdem übersteht er keine weiten Würfe. Hartmais hingegen hat, zumindest richtig zubereitet, die perfekte Konsistenz. Einen 25Kg- Sack erhält man häufig für unter 12€ im Tierfutterhandel.

Damit man den Mais gut zubereiten kann, sind verschließbare Eimer (10L) von Vorteil. Diese erhält man manchmal für kleines Geld oder gar umsonst in der örtlichen Pommesbude.

An vielen Gewässern (vor allem an großen und überfischten) bietet es sich an, einen ausgewählten Angelplatz über einige Tage anzufüttern. Hierbei reicht in der Regel ein halber Eimer mit dem zubereiteten Mais pro Anfüttertag. Um den Mais im Gewässer zu verteilen, nutzt man am besten eine Futterkelle. Wer weit hinaus muss, sollte sich hierfür einen Stab mit anschraubbarer Futterkelle zulegen. Wer später außer dem Hartmais noch Boilies anködern möchte, kann beim Anfüttern immer noch ein, zwei Hände dieser Kugeln hinterherwerfen.

Kommen wir nun aber zur Zubereitung. Der Eimer wird zu ¾ mit dem trockenen Mais befüllt. Anschließend streuen wir 2 Packungen Vanillie-Zucker (aus dem Backbedarf) auf den Mais. Das Ganze wird nun mit kochendem Wasser (ein Wasserkocher ist hierbei von Vorteil) aufgefüllt, bis der Mais etwa 2-3 cm unter der Wasseroberfläche liegt. Nun wird der Eimer geschlossen und für mindestens 24 Stunden weggestellt. In dieser Zeit quillt der Mais schon auf, bleibt aber noch hart genug, um ihn als guten Hakenköder zu verwenden und gut auswerfen zu können.

Übrigens: sollte man einmal doch nicht angeln können, obwohl man den Mais vorbereitet hat, so kann man den Mais getrost im Eimer lassen, wo er irgendwann anfängt, zu gären. Für unsere menschliche Nase wird es ab einem gewissen Punkt recht ekelig – die Karpfen jedoch mögen es.

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